4 Wege, um mit Baby einen Rausschmiss im Restaurant zu riskieren

Katharina

Schonmal von Müttern gehört, die mitsamt Baby beim Essen oder Kaffee trinken einfach herausgeschmissen wurden? Du wirst staunen, mit welchen Begründungen dies bereits geschah.

Um irgendwo rausgeworfen zu werden, muss man sich schon ordentlich daneben benehmen. Lautstark streiten, randalieren, Drogen konsumieren, beim Klauen erwischt werden… Also keine Aktionen, die man gemeinhin Müttern zuschreiben würde, die gerade mit ihrem Kind unterwegs sind. Doch warum kommt es immer öfter vor, dass gerade Mama-Baby-Gespanne aus Restaurants und Cafés einfach herausgeschmissen werden? Und das obwohl sie eigentlich nicht wirklich etwas falsch gemacht haben. Hier erfährst Du mehr über die Top 4 „Gründe“, die tatsächlich bereits zu solch einem Rausschmiss geführt haben.

Du kannst Dein Baby nicht am Weinen hindern

Der Klassiker: Das Baby weint. Die anderen Gäste fühlen sich gestört. Der Restaurant- oder Café-Besitzer „bittet“ Mutter und Baby heraus. Dabei wollte die junge Mutter doch nur mal eine Auszeit von ihren vier Wänden genießen oder sich mit ihren Freundinnen treffen. Umso trauriger, wenn für viele lautes Gerede und Gelächter von Erwachsenen vollkommen in Ordnung ist, nicht aber das Weinen eines Babys.

Eine Mutter in Texas traf es besonders schlimm. Ihr steckten Restaurantgäste sogar einen Zettel mit folgender Botschaft zu: „Danke, dass du unser Essen ruiniert hast!“ Zum Glück ergriff der Manager jedoch unerwartet Partei für die junge Mutter und nicht für die verständnislosen Zettelschreiber.

Wir finden: Gäste und Besitzer sollten mehr Verständnis zeigen. Ein Baby weint nunmal. Und es wird damit in der Regel auch bald wieder aufhören. Völlig natürlich. Kein Grund zur Panik. Und sich weiter zu unterhalten ist meist trotzdem noch möglich. Daher gönnt den Mamis ihr Auswärtsessen und zieht doch lieber die ein oder andere lustige Grimasse, um ihr Baby wieder zum Lachen zu bringen.

Du willst Dein Baby stillen

Halbnackte Frauen, die uns bei einem Großteil der Werbung und in nahezu jedem Film entgegenspringen. Den Anblick sollten die meisten also eigentlich gewohnt sein, oder? Doch paradoxerweise entwickeln viele eine Nackte-Haut-Phobie, wenn es um stillende Mütter geht, bei denen die Brust (teilweise) herausschaut.

Stillen an sich sei ja das natürlichste auf der Welt. Deshalb sollten das auch unbedingt alle Mütter tun. Aber doch bitte nicht in der Öffentlichkeit! Manchmal fragt man sich, ob Menschen mit so einer Meinung wissen, wie oft so ein Baby Hunger hat. (Die Antwort: SEHR OFT!) Sollen sich junge Mütter nun während der gesamten Stillzeit zuhause einsperren? Regelmäßig hört man jedoch von Mamas, die wegen des Stillens rausgeschmissen wurden. Beispielsweise so geschehen in einem Café in Rostock oder sogar im Bordrestaurant eines ICEs nach Rostock.

Wir finden: Mütter sollten mit ihren Babys nicht zum Stillen auf die Toilette gehen müssen. Denn welcher nörgelnde Gast würde sich gerne mit seinem Essen dorthin begeben? Auch Babys dürfen dort essen, wo es die Erwachsenen tun. Und der Anblick einer stillenden Mutter ist garantiert nicht anzüglich und verdirbt einem auch ganz bestimmt nicht den Appetit. Kompromisse sind jedoch möglich. Stilltücher ermöglichen sehr diskretes Stillen. Und unzufriedene Gäste können besser einen Blick auf ihr Gegenüber werfen anstatt eine Mutter beim Stillen zu beobachten.

Du musst beim Wickeln improvisieren

Wer achtet beispielsweise bei einem Eisdielenbesuch zuerst darauf, dass es dort auch einen Wickeltisch gibt? Eigentlich niemand. Dennoch kann es passieren, dass während des Besuchs ungeplant, aber dringend eine neue Windel nötig wird. Tatsächlich gibt es Mütter und Babys, die aufgrund dieser Situation herausgeschmissen wurden. Denn anstatt alles stehen und liegen zu lassen, freuten sie sich nur darüber, dass sie ja eine Wickelunterlage mit dabei hatten. Warum also nicht das Baby kurz auf einer Bank oder zwei aneinander gerückten Stühlen wickeln?

Wir finden: Natürlich möchte kein Gast während des Essens den Geruch einer vollen Windel bemerken. Doch Fakt ist: Voll ist sie so oder so. Also warum nicht schnell wechseln und entsorgen? Bestimmt findet sich hierfür auch ohne regulären Wickeltisch ein Plätzchen, das etwas abgelegener liegt.

Du befindest Dich in einer Kinder-verboten-Zone

Da Du ja gerade nicht mit einem Hund, sondern mit Deinem Baby unterwegs bist, ist es nicht besonders verwunderlich, wenn Du die Verbotsschilder am Eingang übersiehst. Tatsächlich ist es jedoch so, dass in zahlreichen Restaurants der Kinderwagen aus „Platzmangel“ draußen gelassen werden muss. (Und was ist, wenn mein Baby gerade darin schläft, oder es draußen in Strömen regnet?!) Aber es kommt noch besser: Auch in Deutschland sind in immer mehr Restaurants Kinder bis zu einem gewissen Alter ausdrücklich unerwünscht.

Wir finden:  Natürlich fühlt man sich als Familie benachteiligt, wenn man mit Kind weniger Auswahl für mögliche Restaurantbesuche hat. Nachvollziehen können wir es auch nicht wirklich. Aber wir Eltern sind auch kompromissbereit. Sei Euch doch Eure kinderfreie Zone gegönnt. Irgendwann werdet auch Ihr Eltern sein und uns besser verstehen können. Bis dahin besorgen wir uns ab und an einen Babysitter und weichen ansonsten gerne auf kinderfreundliche Restaurants und Cafés aus. Hier haben wir sowieso mehr Spaß.