6 Anzeichen an denen Du erkennst, dass Dein Mann sich zu wenig um Euer Baby kümmert

Marlen Greb

Das Baby kommt! Wie schön! „Gemeinsam werden wir es großziehen, gemeinsam werden wir die fiesen Nächte durchstehen, abwechseln werden wir uns beim Windeln wechseln.“ Soweit der Plan. Doch was, wenn der nicht aufgeht und Papa auf einmal lieber sein eigenes Ding durchzieht und nicht hilft?

„Schahaaatz, kannst Du mal bitte wickeln?“

oder

„Och… *augenverdrehen* Du siehst doch, dass ich gerade beschäftigt bin …“

Fast jede Mama kennt solche Situationen. Mehr oder weniger. Und jedes Mal sorgen sie wieder für Zündstoff in der Familie. Mama fühlt sich benachteiligt und durch die Dauermüdigkeit ist sie vielleicht etwas gereizter als normal und schon hat man eine handfeste Ehekrise heraufbeschworen.

Aber: Auch wenn die Hormone Mama manchmal Gespenster sehen und Dinge dramatisieren lassen – in vielen Familien ist es leider wirklich so, dass der Mann deutlich weniger Verantwortung übernimmt als die Frau.

Wir haben das Ganze mal für Dich zusammengefasst:

6 Anzeichen an denen Du erkennst, dass Dein Mann sich zu wenig kümmert – und was ich Dir als Mama raten würde zu tun:

1. Dein Mann hat immer „zufällig“ etwas zu tun

Natürlich gerade in dem Moment, in dem Baby gewickelt/gefüttert/gebadet/wasauchimmer werden muss. Er kann einfach gerade leider, leider nicht. Rein zufällig …

Was ich Dir rate: Hallo? Wer A sagt, muss auch B sagen! Die Entscheidung für das Kind war ja schließlich auch eine gemeinsame, oder? Also: Arbeitsteilung! Ohne Wenn und Aber!

2. „Er hat schließlich einen sehr anstrengenden Job.“

Verdammt viele Väter nehmen diesen Satz so gerne als Argument. Sie arbeiten ja schließlich Vollzeit, sie haben ja so viel zu tun. Frechheit, ehrlich! Als ob du nicht arbeitest. Als ob so ein Kind Urlaub pur ist. Als ob die Versorgung eines Babys/Kleinkindes nicht der anstrengendste Job der Welt ist! Denn schließlich hast Du nie Feierabend!

Was ich Dir rate: Rollentausch! Ganz klar! Sobald Dein Männlein das nächste Mal ein paar Tage am Stück frei hat – lass ihn Deinen Job übernehmen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er den „locker-lässigen Job als Mutter und Hausfrau“ sehr schnell mit ganz anderen Augen sehen wird.

3. „Was, wenn ich was falsch mache?“

Auch solche Aussagen sind sehr beliebt. A lá „nachher mache ich was kaputt – dann lasse ich’s doch lieber gleich ganz“. Liebe Männer: Babys sind robust, glaubt mir. Also, keine faulen Ausreden! Auf geht’s!

Was ich Dir rate: Wenn ein Satz wie „Ich lasse es gleich ganz!“ und die Angst eher vorgeschoben ist und es scheint mehr Faulheit als alles andere zu sein: Siehe Punkt 1. Klarer Fall!

4. „Ich mach es Dir ja eh nicht recht.“

Zugegeben, es gibt durchaus Mütter, denen kann man es einfach nicht recht machen. Da kann man als Mann nur verlieren. Aber im Ernst Männer: Ihr seid doch schon groß! Legt los und helft! Und zeigt Eurer Frau, dass Ihr das Baby genauso gut wuppen könnt wie sie selbst.

Was ich Dir rate: Sei gelassener mit Deinem Mann. Klar, Du denkst Du als Mutter kannst es bestimmt am besten. Aber: Schieß Dir kein Eigentor – gib Verantwortung ab. Es wird Euch allen gut tun.

5. Baby – das unbekannte Wesen

9 (eher 10) Monate trägst Du als Mama Dein Baby im Bauch. Viele Väter haben daher große Probleme mit der neuen Situation nach der Geburt zurechtzukommen. Oft ist die Folge, dass sie sich oft nur zu wenig im Umgang mit dem Baby zutrauen.

Was ich Dir rate: Die Situation ist für den Kindsvater wirklich schwierig. Baby und Du – Ihr seid Euch schon seit so vielen Monaten der Schwangerschaft so nah. Der Vater ist da irgendwie „ausgeschlossen“.  Gebt Euch als Familie ein bisschen Zeit.

6. „Babypflege? Da ist die Frau für zuständig!“

Dazu mag ich fast gar nichts schreiben, denn bei solchen Aussage platzt mir gerne mal der Kragen. Eine solche Einstellung ist einfach unmöglich. Unverzeihlich. Ätzend. Und total antiquiert.

Was ich Dir rate: „Schieß den Kerl in den Wind ist keine Option – vermute ich?!“ Nein, Spaß – aber diese Einstellung muss Dein Mann ganz, ganz schnell vergessen. Ganz schnell! Willkommen im 21. Jahrhundert, liebe Männer!