Atemnot in der Schwangerschaft: Die Wehwehchen am Ende

Katharina Grammel

Rückenschmerzen, Bauchziehen, Atemnot in der Schwangerschaft. Die Liste der Beschwerden gegen Ende der Schwangerschaft kann lang werden. Muss ich mich wirklich damit quälen? Sieh es positiv und genieße Deine letzten Wochen ohne Baby.

„Ich will nicht mehr!“ Welche Frau sagt diesen Satz nicht zum Ende der Schwangerschaft?Auch wenn Deine Schwangerschaft die meiste Zeit wie in einem Bilderbuch lief, die Wehwehchen gegen Ende lassen Dich wünschen, das Baby sei schon da: Rückenschmerzen, schmerzende Übungswehen oder die wiederkehrende Atemnot in der Schwangerschaft.

Anstrengend…

Du fühlst Dich wie ein rollendes Walross, das kaum mehr einen Fuß vor den anderen setzen kann. Deine Füße sind geschwollen und schmerzen. Du schnaufst wie eine Dampflok, wenn Du nur wenige Treppenstufen steigen musst, kannst kaum noch schlafen. Puuuuh! Wann kommt das Baby endlich?

Gerade erst hast Du die schlimme Übelkeit am Anfang Deiner Schwangerschaft überstanden, schon geht es weiter mit Rückenschmerzen oder Bauchziehen. Kommt es Dir auch manchmal so vor, als wärst Du schon uralt? Wann kommt denn nun das Baby endlich?

Und dann noch der Schlafmangel. Das sollte doch erst losgehen, wenn das Baby da ist … aber das Liegen ist einfach nur noch unbequem.

Beschwerden-Kopf unter Kissen

Was kannst Du tun?

Dein Körper leistet Schwerstarbeit, deshalb solltest Du es langsam angehen lassen. Lege Dich so oft wie möglich hin, wenn Dich Rückenschmerzen plagen. Auch ein warmes Bad kann Entspannung bringen. Aber Achtung: zu heißes Wasser kann Wehen auslösen! Hinlegen ist natürlich auch eine gute Lösung bei Schlafmangel: Den Bauch mit einem großen Stillkissen abstützen, um es halbwegs erträglich zu machen, Augen zu und ausruhen. Noch kannst Du Dich ausruhen.

Die Schwangerschaftshormone lassen Dein Gewebe erschlaffen, auch innerlich werden Deine Gefäße schlaffer und weiten sich. Zusätzlich lagert Dein Körper mehr Wasser ein. Wenn es nun heiß ist und Du lange stehst oder sitzt, staut sich das Wasser in den Beinen und lässt diese anschwellen. Das kann sehr schmerzen. Und wieder der ultimative Tipp: Hinlegen und Beine hochlagern.

Atemnot ist in der Schwangerschaft eigentlich vorprogrammiert. Je größer Dein Baby wird, umso mehr werden Deine Organe verdrängt, unter anderem auch Deine Lunge. Bei der kleinsten Anstrengung kommt es schon zu Atembeschwerden. Mach mal Pause! Setz Dich und atme ruhig.

Folgen die geburtsvorbereitenden und teilweise schmerzhaften Senk- oder Übungswehen, kann die Atemnot in der Schwangerschaft vom einen auf den anderen Tag verschwinden. Warum? Ganz einfach: Dein Baby rutscht tiefer ins Becken und macht wieder Platz für Deine Organe. Wenn Du Dich bis hierher schon völlig fertig gefühlt hast, kann es nun sein, dass Du wieder neue Kraft hast und denkst, die restlichen 2–3 Wochen noch locker zu schaffen. Und das wirst Du auch!

Schlafend auf Kissen

Die Seele streicheln

Die letzten Wochen Deiner Schwangerschaft bewegst Du Dich vermutlich in Zeitlupe und wirst Dich viel ausruhen und schlafen. Nutze das doch aus! Wie wäre es mit einem Wellness-Tag mit Deiner Freundin? Oder lass Dich beim Frisör verwöhnen. Geh shoppen und kaufe Dir die Umstandshose, die Dich so lange schon anlacht. Nach der Geburt wirst Du sie noch mehrere Wochen gebrauchen können.

Genieße einfach die letzten Wochen, auch wenn sie wirklich anstrengend sind. Denk an Dich und tanke Kraft, denn diese wirst Du nach der Geburt brauchen.