Babyfläschchen aus Glas oder Kunststoff? – Wer die Wahl hat, hat die Qual

Katharina

Fläschchen ist nicht gleich Fläschchen. Du kannst zwischen Glas und Plastik wählen. Aber wofür sollst Du Dich entscheiden? Weil die Wahl manchmal gar nicht so leicht fällt, haben wir ein paar nützliche Tipps und Infos zu beiden Möglichkeiten gesammelt.

Egal ob Du Fläschchen als Alternative oder Ergänzung zum Stillen brauchst: Sobald man  einmal mit der riesigen Produktvielfalt konfrontiert ist, kann das schnell zu einer recht verwirrenden Erfahrung werden.  Welches Fläschchen ist denn nun das richtige für mein Baby? Welche Rolle spielt hierbei das Material? Welche sind besser – Babyfläschchen aus Glas oder die aus Kunststoff? Wir haben uns einmal ausgiebig mit den Vor- und Nachteilen von beiden Fläschchenarten beschäftigt und sie für Dich verglichen.

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Babyfläschchen aus Glas

Die Vorteile

Glas ist einer der ältesten künstlich hergestellten Werkstoffe der Menschheitsgeschichte und die Vorzüge dieses Materials liegen klar auf der Hand: In Sachen Haltbarkeit und Hygiene sind Babyfläschchen aus Glas klar im Vorteil. Sie lassen sich nahezu unendlich oft in der Spülmaschine reinigen ohne dadurch beschädigt zu werden. Daher sind sie bei der Pflege recht unkompliziert. Außerdem entstehen durch die Härte des Materials keine Risse, in denen sich Bakterien sammeln könnten. Sie verfärben auch nach langem Gebrauch nicht und sind zudem geschmacksneutral. Dies ist ein klarer Vorteil, wenn man im selben Fläschchen zwischen Tee und Babymilch wechselt. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Umweltfreundlichkeit. Einfach ab in den Glascontainer mit den alten Fläschchen und schon steht dem Recycling nichts mehr im Wege. Wenn Du gerne sichergehen willst, dass du wirklich alles Notwendige beisammen hast, ist das Nuk Glas-Fläschen Starterset „First Choice“ eine tolle Wahl. Es enthält vier Fläschchen und die passenden Latexsauger.

Die Nachteile

Der grundsätzlich langen Haltbarkeit steht natürlich die Zerbrechlichkeit der Glasfläschchen gegenüber. Wenn sie herunterfallen, ist die Gefahr groß, dass Kinder in Berührung mit den Scherben kommen. Daher sollte man sein Baby keinesfalls unbeaufsichtigt an einem Babyfläschchen aus Glas nuckeln lassen. Dafür sind sie ohnehin meist zu schwer. Bei Glasfläschchen gibt es außerdem eine eingeschränkte Formenvielfalt, weshalb sie nicht immer eine maximale Handlichkeit aufweisen können. Die Philips Avent Glas-Flasche „Naturnah“ zeigt jedoch, dass es auch Glasfläschchen mit einem durchaus schönen und modernen Design gibt.

Auf einen Blick:

Glasfläschen Tabelle

Babyfläschchen aus Kunststoff

Die Vorteile

Der Vorteil bei diesen Fläschchen ist, dass Kunststoff ein sehr leichtes Material ist, und dadurch eine große Formenvielfalt angeboten wird. Deshalb sind sie besser dazu geeignet, dass Babys sie bei Bedarf auch selbst halten können. Sie sind nicht zu schwer, manche sind zudem tailliert, mit Gummiflanken oder Griffen versehen. So liegen sie bei Mama oder Papa ebenfalls bequemer in der Hand. Das ist natürlich sehr angenehm, wenn die Zeit des Fütterns sich einmal länger hinzieht. Das Philips Avent Babyfläschchen „PP-Flasche Naturnah“  ist ein gutes Beispiel für ein ergonomisch geformtes Fläschen, das sehr bequem in der Handhabung ist. Das Verletzungsrisiko ist außerdem gering, da Plastikfläschchen nicht zerbrechlich sind. Schließlich passiert es im Alltag mit Baby doch schon recht häufig, dass eine Flasche mal herunterfällt.

Die Nachteile

In Sachen Hygiene muss genauestens auf eine gewissenhafte Reinigung geachtet werden. Denn die Oberfläche von Fläschchen aus Plastik ist weich genug, um relativ schnell zu verkratzen. Besonders im Inneren können sich so innerhalb der Risse Bakterien ansiedeln. Hier ist eine regelmäßige Überprüfung und gegebenenfalls der sofortige Austausch  notwendig. Das macht Plastikfläschchen nicht unbedingt besonders langlebig. Du solltest trotzdem auf eine gründliche Reinigung achten und die Fläschchen sofort nach dem Gebrauch mit einer Fläschchenbürste reinigen, damit die Milchreste nicht eintrocknen. Das Besondere an der Nuk Flaschenbürste „2 in 1“ ist, dass du hiermit sowohl Fläschchen als auch Sauger schnell und einfach reinigen kannst. Mit dem Frosch Spülreiniger geht das besonders gut, da er sich rückstandslos ausspülen lässt und für Babys unbedenklich ist. Trocknen lassen sich anschließend bis zu sechs Flaschen schnell und hygienisch im Nuk Trockenständer „Multi Dry“ im schicken Blütendesign.

Viele Eltern haben außerdem Sorge davor, dass sich beim Erhitzen giftige Stoffe aus dem Kunststoff lösen und so ihrem Kind schaden könnten. Die heute verwendeten Kunststoffe sind allerdings in der Regel unbedenklich. Weichmacher wie BPA zum Beispiel sind sogar gesetzlich verboten. Das Philips Avent Babyfläschchen „Anti-Kolik“ ist z. B. nicht nur BPA-frei, sondern vermindert zusätzlich noch nachweislich Koliken und Unwohlsein. Da Plastikfläschchen jedoch nicht allzu temperaturbeständig sind, gehören sie auch nicht in die Mikrowelle. Leider besteht beim Kunststoff auch keine Geschmacks- und Geruchsneutralität. Der Wechsel von Babymilch und Tees innerhalb eines Fläschchens empfiehlt sich daher nicht. Nach längerem Gebrauch verfärbt sich das Material außerdem bald.

Auf einen Blick:

Tabelle Plastik

Unser abschließender Vergleich

Ob man sich letztlich für Babyfläschchen aus Glas oder Plastik entscheidet, kann manchmal zu einer echten Glaubensfrage werden. Die meisten Eltern wählen zum Schluss jedoch die Kunststoffvariante. Wir haben für Dich eine Übersicht der beliebtesten Fläschchen der miBaby-Mamis erstellt. Kunststofffläschchen können Babys auch problemlos selbst zum Trinken überlassen werden. Sie sind leichter und handlicher und es gibt kein Verletzungsrisiko, da das Material sehr stabil ist. Trotzdem sollten Eltern darauf achten, dass Ihr Baby nicht zu lange am Fläschchen nuckelt. Es sollte nur zu den Mahlzeiten gereicht werden und nicht zur Beruhigung mit in den Kinderwagen oder ins Bettchen gegeben werden. Denn durch das Dauernuckeln an der Flasche sind Babys einem besonders hohen Kariesrisiko ausgesetzt. Zudem ist es wichtig, auf eine gute Reinigung der Fläschchen zu achten und rissige oder zerkratzte Fläschchen regelmäßig durch neue zu ersetzen.

Glasfläschchen garantieren ein hohes Maß an Hygiene, Haltbarkeit und Umweltfreundlichkeit. Sie sind gut für Euch geeignet, wenn Du Dir eine unkomplizierte Reinigung wünschst, und neben den Saugern nicht auch noch die Fläschchen regelmäßig durch neue ersetzen willst. Natürlich vorausgesetzt, sie zerbrechen nicht vorher. Dann kannst Du mit demselben Fläschchen sogar problemlos zwischen Babymilch und Tee wechseln. Allerdings solltest Du im Hinterkopf behalten, dass Du Dein Baby nicht alleine aus einem Babyfläschchen aus Glas trinken lassen darfst. Positiv ist dabei jedoch, dass schädliches Dauernuckeln dadurch von vornherein ausgeschlossen ist.

Die meisten Fläschchenwärmer sind übrigens sowohl für die Glas- als auch für die Kunststoffvariante geeignet. Um sicherzugehen, solltest Du jedoch vor dem Gebrauch die Empfehlungen des Herstellers beachten. Mit dem Philips Avent Flaschenwärmer „Express“ geht es besonders schnell und zimmerwarme Milch ist innerhalb von vier Minuten trinkfertig. Für die Reinigung gilt dasselbe wie für Wärmer auch für Sterilisatoren und Vaporisatoren.  Meist wird bei Babyfläschchen aus Glas jedoch aus Sicherheitsgründen die Sterilisation in der Mikrowelle nicht empfohlen. Eine Ausnahme stellt unter anderem der Babymoov Mikrowellen-Sterilisator dar. Mit ihm lassen sich alle gängigen Fläschchenarten sterilisieren, auch die aus Glas. Wir haben Dir zur Hilfe eine Übersicht der beliebtesten Sterilisatoren und Co. zusammengestellt.

Baby in Windeln spielt mit Trinkflasche_XXL klein

Letzendlich haben sowohl Babyfläschchen aus Glas als auch die aus Kunststoff ihre Vor- und Nachteile. Je nachdem, worauf Ihr als Eltern besonderen Wert legt, könnt Ihr also ruhigen Gewissens Eure Entscheidung treffen. Denn schlecht für Euren kleinen Liebling ist keine der beiden Alternativen, wenn gewissenhaft auf Hygiene und die Vermeidung von schädlichem Dauernuckeln geachtet wird.

Wenn Du Dir darüber hinaus noch ergänzende Informationen zur Wahl des richtigen Saugers für Euer Fläschchen wünschst, dann empfehlen wir Dir gerne noch den Artikel ,,Welcher Sauger ist für Dein Babyfläschchen am besten geeignet?“.