Beikost – Gläschen oder Babynahrung selber kochen?

Nina Sohns

Du hast Dir immer vorgestellt, wie Du mit Bergen von Bio-Gemüse vom Wochenmarkt kommst, um für Deinen Schatz Brei zu kochen, sobald es Zeit für Beikost ist? Nun, da es soweit ist, merkst Du aber, dass so ein Gläschen auch mal total praktisch sein kann? Wir sagen Dir, warum Selbstgekochtes prima ist, Gläschen aber auch besser sind als ihr Ruf!

Grundsätzlich sei vorab gesagt, dass es hier kein Gut oder Böse gibt! Du kannst Dein Baby sowohl mit selbstgekochtem Brei als auch mit Fertignahrung gesund ernähren. Und Du musst Dich nicht dauerhaft festlegen! Denn es spricht nichts dagegen, immer mal ein Gläschen zu füttern − z. B. unterwegs, weil es praktisch ist und nicht gekühlt werden muss − auch wenn Du sonst eigentlich lieber die Babynahrung selber kochen möchtest.

Füttern

Gläschen heute besser als ihr Ruf

Die Vorteile von Fertignahrung:

Worauf solltest Du bei Babygläschen achten?

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Babynahrung selber kochen − aber wie?

Auch wenn Gläschen heute meist besser sind als ihr Ruf, möchtest Du selbst kontrollieren, was im Brei landet? Dann bleibt Dir nur, ihn selbst zu kochen! Dazu gehört natürlich auch – und vor allem – das Einkaufen. Denn bereitest Du das Essen für Deinen Schatz selbst zu, sind die Zutaten natürlich das Nonplusultra!

Du solltest nur ausgesuchte, frische Zutaten verwenden und schonend zubereiten − idealerweise dampfgaren. Gemüsesorten wie Karotten, Pastinaken und Kürbis eignen sich gut für Babys ersten Brei, da sie mild, süßlich und gut verträglich sind. Bringe anfangs pro Woche nur eine neue Zutat auf Babys Speiseplan, dann kannst Du am besten erkennen, ob es etwas verträgt oder nicht. Für die Versorgung mit Eisen ist mageres Fleisch wichtig, am besten Lamm oder Rind. Zur zusätzlichen Anreicherung des Breis wird z. B. Orangensaft zur Verbesserung der Eisenaufnahme und Rapsöl oder ein spezielles Beikost-Öl empfohlen.

Achtung bei Gemüse mit hohem Nitratgehalt wie z. B. Spinat und Roter Beete! Diese sind für Dein Baby an sich gesund und gut verträglich. Jedoch musst Du bei der Zubereitung beachten, dass diese direkt gefüttert werden müssen und nicht aufgewärmt werden dürfen.

Angst vor Allergien & Co.

Abwechslungsreiches Essen ist gut und wichtig. Je früher sich Kinder vielfältig ernähren, desto größer ist später die Akzeptanz von neuen Lebensmitteln. Und das Immunsystem profitiert sogar von einem abwechslungsreichen Speiseplan, denn alles was der Körper bereits kennt, macht dem Immunsystem später weniger zu schaffen. Dies gilt sogar für Babys mit erhöhtem Allergierisiko!

Baby kocht

Der Zeitfaktor − Vorkochen macht Dir das Leben leicht!

Die Zeitersparnis durch Gläschen ist und bleibt ein Argument für die Fertignahrung. Schnell hast Du Dir diverse Gemüse- und Obstbreie in den Einkaufswagen geladen. Doch wenn man ehrlich ist, kann man an einem Nachmittag, während Papa mit dem Kleinen den Sonntagsspaziergang macht, sehr einfach und schnell einen ganzen Haufen Gemüse und Obst zu Brei verarbeiten. Idealerweise hast Du dabei als Helfer eine Küchenmaschine und einen Dampfgarer oder gar die Kombination aus beidem. Ein solch geniales Kombigerät ist etwa der Philips Avent Dampfgarer & Mixer „SCF870/20“. Damit wird die schonende Zubereitung von Beikost zum Kinderspiel! Beim Dampfgaren gehen keine wichtigen Vitamine verloren und zum anschließenden Pürieren wird der Behälter einfach umgedreht, sodass nicht mal ein zusätzliches Teil gespült werden muss.

Dann wird portionsweise abgefüllt und eingefroren. Dafür eignen sich die praktischen Philips Avent Aufbewahrungsdosen im Set z. B. ganz hervorragend. Sie sind platzsparend, stapelbar und halten dank Schraubdeckel garantiert dicht. Darüber halten sie sowohl dem Gefrierschrank und der Mikrowelle als auch dem Heißwasserbad stand.

Dein selbstgekochter Brei lässt sich dann nach Bedarf auftauen und erwärmen. Schnell und einfach geht das mit dem NUK Babykostwärmer „Thermo Rapid“, der mit Wasserdampf die Mahlzeit schonend erhitzt.

Einmal vorgekocht und eingefroren hast Du über längere Zeit gesunde Kost für Deinen Liebling. Und das Schöne ist, dass Du genau weißt, was drin ist! Vom Kostenfaktor ganz zu schweigen: Wenn man davon ausgeht, dass ein (großes) Gläschen − sprich eine Mahlzeit − etwa zwischen 0,90 und 1,30 Euro kostet, hat sich das Selberkochen schnell gelohnt!

Tolle und abwechslungsreiche Breirezepte sowie viele Antworten zu Fragen rund um die Beikost, findest Du beispielsweise im GU Küchenratgeber „Kochen für Babys“.

Dein Baby braucht nun mehr Flüssigkeit!

Mit der Einführung der Beikost wird auch Trinken ein Thema! Dein Baby braucht bei Ersetzen der Milchmahlzeiten immer mehr zusätzliche Flüssigkeit. Als Getränke eignen sich stille Mineralwasser mit dem Zusatz „geeignet für Säuglinge“ sowie ungesüßte Kräutertees. Bitte verzichte auf gesüßte Getränke und am besten auch auf Saftschorlen! Ein beliebter Becher für Babys ab sechs Monaten ist der Nuby Trinklernbecher „Natural Touch“. Seine weiche Trinktülle ist auslaufsicher und erlaubt dem Kleinen eine individuelle Trinkgeschwindigkeit. Das Anti-Kolik-Ventil verhindert dabei Bauchweh.

Sollte Dein Kleines zunächst noch sehr wenig davon trinken, mach dir keine Sorgen! Es geht anfänglich mehr darum, es mit dem Trinken vertraut zu machen. Solange es noch zusätzlich gestillt wird oder Flaschenmilch erhält, bekommt es ausreichend Flüssigkeit.

Was Du sonst noch brauchst zum Beikoststart

  • Ein Schälchen, am besten rutschfest und bruchsicher. Die Sigikid Schüssel „Semmel Bunny“ ist nahezu unkaputtbar und wenn aufgegessen wurde grüßt das süße Häschen vom Schüsselboden!
  • Einen Löffel, wie die Beaba Babylöffel „Soft“, die mit ihrem weichen Silikonrand das Essen für den kleinen Schatz erleichtern.
  • Ein Lätzchen, am besten mit Ärmeln! Mit dem Playshoes Ärmellätzchen „Froschkönig“ kann ruhig gekleckert werden!
  • Einen Hochstuhl (sobald Dein Kleines alleine sitzen kann) − ein absoluter Klassiker seit nun 40 Jahren ist der mitwachsende Stokke „Tripp Trapp“.
  • Geduld!!! Oft klappt es nicht direkt und die Karotten kommen Dir in hohem Bogen wieder entgegen … Lass Deinem Schatz einfach etwas Zeit und sorge vor allem auch für eines: Freude am Essen!

Mit dem Beikoststart beginnt eine spannende neue Phase in Babys Leben! Gleichzeitig läutet er aber auch das allmähliche Ende einer anderen ein: Der Stillzeit. Erfahre hier, was Du beachten solltest, wenn es Zeit zum „Abdocken“ ist.

Irgendwann kommt dann auch schon die Zeit, wo Dein Kind sich selbst an Löffel & Co. versuchen möchte. Erfahre, wie Du es dabei unterstützen kannst, in unserem Ratgeber „Esslernbesteck & Co. − wie Dein Baby essen lernen kann“.

Ganz gleich, ob mit sorgfältig ausgewählten Gläschen, Selbstgekochtem oder einer Kombination aus beidem, Du kannst Dein Kind von Anfang an mit einer kulinarischen Vielfalt verwöhnen und ihm Freude am Essen vermitteln. Hier spielt natürlich auch wieder die Vorbildfunktion von Mama und Papa eine Rolle! Ernähren sich die Eltern gesund und ausgewogen, kann der kleine Schatz irgendwann ohne Weiteres einfach vom Familientisch mitessen.