Bring Dein kleines Baby in Bewegung – mit den richtigen Anreizen

Katharina Grammel

Große Entwicklungsschritte erwarten Dein Baby in seinen ersten Wochen und Monaten auf dieser Welt. Nicht nur Sitzen, Krabbeln und Laufen sind wichtige Meilensteine, auch die kleinen Fortschritte in den ersten Wochen sind wichtig. Wir zeigen Dir, wie Du die richtigen Anreize setzt, um die Entwicklung zu fördern.

Manche Babys lieben Bewegung, sie sind praktisch unermüdlich und strampeln, greifen und bewegen sich den ganzen Tag. An manchen Tagen muss man sie schon mal bremsen und sie zu einer kleinen Schlafpause überreden.

In diesem Ratgeber möchten wir Dir zeigen, wie Du mit den richtigen Anreizen auch ein gemütlicheres Baby in Bewegung bringst. Es gibt viele Dinge, die Du schon mit Deinem kleinen Säugling machen kannst, um seinen Bewegungsdrang zu fördern.

Entwicklungsschritte im ersten halben Jahr

Das gesamte erste Jahr steckt voller Entwicklungsschritte, dennoch verläuft die größte Entwicklung im ersten Halbjahr. Kaum vorstellbar, dass aus Deinem hilflosen Neugeborenen in sechs Monaten ein Baby wird, welches vielleicht schon eigenständig sitzen kann.

Die ersten drei Monate entwickelt Dein Baby hauptsächlich seine Wahrnehmung. Es wird wacher, aufmerksamer und hat Dir wahrscheinlich auch schon sein erstes Lächeln geschenkt. Nach dieser Zeit kann sich Dein Kind vermutlich schon auf die Seite rollen und beginnt, gezielt nach Spielzeug oder Deinen Händen zu greifen.

Mit etwa fünf Monaten beginnt Dein Kleines, seine eigenen Hände und Füße zu erkunden und mit ihnen zu spielen. Alles wird in den Mund geschoben und beherzt daran genuckelt. Manche Babys können sich bis zum Ende des ersten Lebenshalbjahres drehen oder vielleicht sogar schon sitzen. In unserem ausführlichem Ratgeber erfährst Du mehr zu Babys Entwicklung in den ersten sechs Monaten.

Wie kann ich Babys Bewegungsdrang wecken?

Aber auch wenn sich Dein Kind mit sechs Monaten beispielsweise noch nicht drehen kann, ist das überhaupt kein Problem. Unterstütze es weiter mit ein paar leichten Hilfestellungen, die wir Dir im Ratgeber Greifen, Krabbeln, Laufen – So lässt sich beim Baby Motorik fördern zusammengestellt haben.

Hauptsächlich kannst Du Babys Bewegungsdrang wecken, indem Du ihm Interesse signalisierst. Dazu musst Du Dich nicht stundenlang Deinem Baby auf der Krabbeldecke widmen, integriere es einfach in Deinen Alltag. Auf der Wickelkommode beim Wickeln lässt sich dies etwa sehr gut umsetzen, da Dein Baby und Du den richtigen Abstand zueinander haben. Ca. 20–30 Zentimeter Abstand sollten zwischen Dir und Deinem Baby sein, damit es Dich jederzeit gut erkennen kann. Du kannst so Deinen Rücken schonen und hast die Hände frei, um mit Deinem Baby zu spielen.

Worüber freut sich Dein Baby am meisten? Klar, über Deine Stimme, denn sie ist ihm nach 9 Monaten in Deinem Bauch von Geburt an sehr vertraut. Sprich so oft es geht mit Deinem Baby oder singe ihm etwas vor. Erzähle ihm beispielsweise beim Kochen, was Du gerade machst, während Dein Schatz neben Dir in der Wippe sitzt. Du wirst sehen, wie Dein Baby mit einem Lächeln und wildem Strampeln antwortet.

Baby-spielt-mit-Bauklötzen

Je mehr Bewegungsfreiheit sie haben, desto besser können die Kleinen strampeln! Ohne störende Kleidung oder kneifende Windel, beispielsweise auf einer Wickelunterlage im beheizten Bade- oder Kinderzimmer, kann Dein Baby seinen Bewegungsdrang voll ausleben. Auch aus diesem Grund eignet sich die heimische Wickelkommode für spielerische Animation.

Wenn Dein Baby zuhause ein kleiner Faulpelz ist, kannst Du auch einen Kurs nutzen, um Baby in Bewegung zu bringen. Darüber kannst Du alles im Ratgeber Babyschwimmen, Pekip, Babymassage – Baby fördern, aber wie?  nachlesen.

Nichts überstürzen

Jedes Kind ist anders in seiner Motorik und jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Ob in der Entwicklung alles nach Plan verläuft, kontrolliert Dein Kinderarzt regelmäßig in den U-Untersuchungen. Mach Dir also keine Sorgen, wenn Dein Schatz eher zu den gemütlichen Babys gehört.

Willst Du wissen, was in den U-Untersuchungen auf Dich und Dein Baby zukommt, dann schau Dir unseren Ratgeber zum Thema an: Die Vorsorgeuntersuchungen U1–U6: Alles was Du wissen solltest.