Buggy nach vorne – nicht mit uns!

Ricarda Grusemann

Dreht Eure Kinder um! So lautet die Aussage einer schottischen Studie zum Thema Kinderwagen. Im Auftrag der britischen Stiftung für Lesen wurde ein Film im Kinderwagen gedreht. Die Ergebnisse findest Du hier!

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Kinder vorwärts – eine Horrorfahrt?

Ein normaler Einkaufstrip, aufgenommen von einer Kamera, die im Buggy vorwärts platziert ist. Ohne Ausweg wird das Baby im Sitz hin und her geschoben, hat vorwärts fahrend keinen Fixpunkt. Aus dem Nichts tauchen wildfremde Menschen, Hunde, Lastwagen, Ecken, Mülltonnen auf. Willenlos der fremden, unbekannten Welt ausgeliefert. So zumindest beschreibt „Die Welt“ eine Fahrt im Buggy, den Blick nach vorne gerichtet. Und genau das vermittelt auch der Film zum Thema Kinderwagen und Buggy, unterstützt von der britischen Stiftung für Lesen und durchgeführt von der schottischen Universität Dundee. Das Ergebnis: das Kind leidet vorwärts gerichtet und fahrend unter Stress und vermisst die Interaktion mit seiner Bezugsperson. Dies zeigt sich in einem leicht erhöhten Puls der Kleinen. Besonders verheerend: das Kind befindet sich in der Zeit, in der es im Buggy gefahren wird, in einer sehr wichtigen Phase der kindlichen Entwicklung.

Was meinen andere Studien dazu?

In Deutschland wird das Thema auch ernst genommen und aufgegriffen. Die Wolfgang Bergmann Stiftung und die Initiative „Für Kinder“ fordern im Rahmen der Aktion „Ich seh Dich und das macht mir Mut“ eine Aufklärung der Mütter und eine Ausweitung des Angebots an Kinderwagen und Buggys, die es dem Kind erlauben sowohl vorwärts als auch rückwärts zu fahren. Unterstützt werden sie dabei von rund 50 bekannten Medizinern, Pädagogen, Psychologen, Journalisten, Kinder- und Familientherapeuten, Buch-Autoren und Schauspielern.

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Baby hinter Beinen KopieWas wären die Folgen von diesem Stress?

Stress im Kleinkindalter hat leider schon negative Auswirkungen. Studien zeigen, dass sich unter Stress leidende Kinder in der Schule schwerer tun, sich oft nicht so gut konzentrieren können und erst nach einer längeren Zeit Vertrauen zu anderen Personen aufbauen.

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Wie ernst sollte ich diese Studien nehmen?

Wie alle Studien sollte auch diese kritisch hinterfragt werden. Viele Mütter erkennen sofort, wenn ihre Kinder gestresst sind und handeln dementsprechend. Allerdings ist dieses Problem im Gegensatz zu anderen sehr leicht zu lösen: durch die Kaufentscheidung. Möchtest Du das Risiko von Stress im Buggy völlig ausschließen, dann entscheide Dich einfach für einen Buggy oder Kinderwagen, der sich schwenken lässt. Ein Problem weniger mit dem Du Dich beschäftigen musst.

Und hier ein paar Vorschläge: 

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Teutonia Mistral S

Teutonia Mistral S: von Geburt an umwandelbar
Der Kombikinderwagen Teutonia Mistral S schneidet bei Stiftung Warentest ordentlich ab. Der Schwenkschieber ermöglicht eine Montage sowohl gegen als auch in Fahrtrichtung. Auch die miBaby-Leser sind überzeugt und vergeben bei 23 Bewertungen 4,5 von 5 Sternen.

 

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Easywalker June

Easywalker June

Der Easywalker June ist besonders leicht und wie der Name schon sagt easy zu handeln. Dank der super gepolsterten Lufträder ist er sehr geländetauglich. Mit circa 550 Euro ist dieser Buggy aber eher im oberen Preissegment anzusiedeln.

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Peg-Pérego Pliko

Peg-Pérego Pliko Switch Easy Drive

Der Peg-Pérego Pliko Switch Easy Drive ist sehr wendig und leicht zu bedienen. Die Rückenlehne kann völlig waagrecht eingestellt werden. miBaby Leserin Peggy ist begeistert von dem Wagen und vergibt 5 Sterne. Mit circa 390 Euro liegt der Wagen im mittleren Preissegment.

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Quinny Zapp

Quinny Zapp

Mit nur rund 140 Euro ist der Quinny Zapp unser absoluter Preis-Leistungssieger. So kompakt und modern wie kein anderer. Einkaufen in der Stadt wird mit dem extrem wendigen und flexiblen Buggy sehr einfach. Rezensionen kannst du wie immer auf der Produktseite lesen. In Verbindung mit einem Maxi Cosi kann der Buggy sowohl vorwärts als auch rückwärts genutzt werden.

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Und das denkt unsere Mami und Redakteurin Natalie

Wie bei allen Dingen im Leben gibt es nicht nur schwarz oder weiß! Kinder im Buggy immer nur in eine Richtung durch die Welt zu kutschieren ist auch nicht das Wahre. Die meisten Kinder sind neugierig und wollen sehen, was in der Welt geschieht und sie werden eher quengelig, wenn sie immer rückwärts fahren und damit nur Sicht auf Mami habe, die sie ja schon kennen.

Buggys mit einer drehbaren Sitzeinheit sind daher des Buggy’s Lösung. So haben die Eltern die Option zwischen den Fahrtrichtungen zu wählen. Bei einem Spaziergang in der Natur ist die Fahrtrichtung nach vorne besonders schön, da das Kind tolle Eindrücke sammeln kann. Ist man jedoch am Samstag in der überfüllten City unterwegs, sollte man sein Kind nicht dieser irren Reizüberflutung aussetzen. Und sind wir mal ehrlich, möchten wir durch eine Masse von Beinen und Popos durchgeschoben werden? Wohl eher nicht!

Daumen also hoch für die rollenden Heilsbringer, die nicht nur das Leben der Eltern erleichtern, sondern perfekt auf die Bedürfnisse des Kindes zugeschnitten sind.

Autor: Ricarda Grusemann