Dein Bauch und Du – alles Wissenswerte zum Thema Babybauch

Natalie Bolte

Dein sich langsam rundender Bauch ist das wohl offensichtlichste Zeichen Deiner Schwangerschaft. Ob Aussehen, Rückenschmerzen oder Schlafen mit Bauch, hier erfährst du alles Wissenswerte über über Deine natürlichen Rundungen – Deinen einmaligen Babybauch.

Dein sich langsam rundender Bauch ist das wohl offensichtlichste Zeichen Deiner Schwangerschaft. Dabei stehen Frauen ganz verschieden zu den neuen Rundungen: manche lieben ihn, zeigen ihn stolz her und lassen ihn von jedem Interessierten mal anfassen. Andere möchten ihren Bauch vor allem am Anfang am liebsten verstecken oder kaschieren. Erfahre hier alles Wissenswerte über Deine natürlichen Rundungen – Deinen einmaligen Babybauch.

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So sieht Dein Babybauch aus

Ein Babybauch ist so individuell wie jede Frau selbst:  So zeigt sich z. B. bei kleinen, zierlichen Frauen früher ein Bauchansatz als bei großen Frauen. Ein Hohlkreuz macht den Bauch optisch größer und bei sportlichen Frauen mit starken Bauchmuskeln wölbt sich der Bauch weniger vor als bei Untrainierten.  Auch die Größe des Kindes und die Menge an Fruchtwasser (welche zwischen 300 und 1500 Milliliter betragen kann) beeinflussen Deine Bauchform. Dagegen sagt die Bauchform (leider) nichts über das Geschlecht Deines Kindes aus. Im 2. Schwangerschaftsdrittel zeigt sich an Deinem Bauch zwischen Bauchnabel und Schambein häufig eine dunkle Linie. Bei dunkelhaarigen Frauen ist dieser, auch als Linea Nigra bezeichnetete Pigmentstreifen besonders intensiv ausgeprägt. Nach der Geburt bildet sich die Verfärbung in der Regel vollständig zurück.

Mit dem Bauchumfang können die Rückenschmerzen wachsen

Mit wachsendem Babybauch nehmen bei vielen Schwangeren auch die Rückenschmerzen zu. Das ist kein Wunder, denn durch den Bauch wird die Wirbelsäule nach vorn und unten gezogen. Zur Entlastung wird eine Hohlkreuzposition eingenommen, welche für den Rücken sehr anstrengend ist. Insgesamt muss der Rücken bis zum Ende der Schwangerschaft im Durchschnitt 14 Kilo mehr tragen. Aufgrund der Schwangerschaftshormone sind auch die Bänder und Muskulatur gelockert, was den Zug auf den Rücken noch verstärkt. Mit einigen Maßnahmen kannst Du Deinen Rücken aber stärken und Rückenschmerzen mildern:

  • Bewegung hilft! Besonders Rückenschwimmen trägt zur Entlastung Deiner Bänder und Gelenke bei
  • Gezielte Rückenübungen und Yoga für Schwangere
  • Ein Schwangerschafts-Stützgürtel verteilt das Gewicht Deines Bauches
  • Verzichte auf Schuhe mit Absätzen-wähle stattdessen bequeme Schuhe und laufe so oft wie möglich barfuß
  • Schweres Heben und Tragen ist tabu
  • Eine harte Matratze oder ein härter eingestellter Lattenrost

Eine Bauchstütze entlastet Deinen Rücken


  • Zur Unterstützung der Rückenmuskulatur
  • Entlastet den Rücken, verteilt das Gewicht besser
  • Dein Bauch wackelt nicht während dem Gehen
  • Hält außerdem angenehm warm

 

Schlafen mit Babybauch

Ab einer gewissen Größe des Babybauchs ist das Schlafen in der geliebten Bauchposition leider nicht mehr möglich. Auch die Rückenlage ist dann keine Alternative mehr, da mit der zunehmenden Größe der Gebärmutter das Risiko steigt, eine versorgungswichtige Vene (Vena Cava) abzudrücken. Am besten machst Du es Dir in der Seitenlage bequem. Mithilfe eines länglichen Kissens (ideal ist ein Stillkissen) zwischen Deinen Beinen entlastet Du Deinen Bauch und Rücken. Wenn Du keine Beschwerden beim Atmen hast (Luftnot oder Kurzatmigkeit), liegst du am besten auf der linken Seite. Einerseits wird dabei die Vena Cava weiter entlastet und andererseits Deine Plazenta besser durchblutet.

Lästige Begleiterscheinung: Schwangerschaftsstreifen

Die gute Nachricht: Das Risiko von Schwangerschaftsstreifen ist Veranlagungssache.

Die schlechte Nachricht: Das Risiko von Schwangerschaftsstreifen ist Veranlagungssache. Das heißt, schau Dir einfach Deine Mama an und du weißt, ob du zu den Glücklichen gehörst, die von den lästigen Schwangerschafts- oder Dehnungsstreifen verschont werden. Die Streifen entstehen durch die starke Belastung Deiner Haut in der Schwangerschaft; so muss sie nicht nur am Bauch, sondern an der Brust, am Gesäß, den Oberschenkeln und der Hüfte mitwachsen.  Dasselbe Problem ergibt sich auch bei einer starken Gewichtszunahme. Ab einem gewissen Dehnungsgrad kann es dann bei genetischer Veranlagung zum Einreißen des Bindegewebes kommen. Die Folge: Die Blutgefäße schimmern als zarte lila Streifen durch die Haut hindurch. Nach der Geburt verblassen diese Linien zwar wieder, sie werden Dich als feine Silberstreifen jedoch ein Leben lang begleiten. Du bist zum Glück aber nicht völlig machtlos gegen diese lästige Schwangerschaftsbegleitung. Mit intensiver Hautpflege kannst Du Dein Bindegewebe stärken und ausgeprägter Streifenbildung vorbeugen. Und noch ein kleiner Trost zum Schluss: Du bist nicht allein. Schau Dir einmal Deine Freundinnen genauer an oder die Frauen in der Umkleide beim Sport oder im Schwimmbad. Du wirst sehen, dass Dich die Streifen von einigen Körperstellen anlachen.

Bauchpflege

Um die Elastizität und Dehnbarkeit Deiner Haut zu unterstützen, sollten Cremen, Zupfen und Massieren spätestens ab dem dritten Monat zum täglichen Ritual werden. Ob Du dabei Produkte aus der Apotheke oder der Drogerie verwendest, ist ganz Deine Entscheidung; wissenschaftlich konnten keine Unterschiede in der Wirksamkeit festgestellt werden. Bewährt haben sich jedoch Pflanzenöle mit Linol- und Linolen-Säure (z.B. Kukuinuss-, Jojoba- oder Weizenkeimöl). Gut geeignet ist auch Silicea-Salbe.

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen mit den richtigen Produkten 


  • Zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen
  • Für weiche und elastische Haut
  • Super ist eine begleitende Zupfmassage
  • Bio-Nachtkerzenöl und Bio-Jojobaöl fördern die Elastizität der Haut

Beim Massieren solltest Du darauf achten, Dich immer zum Herzen hin vorzuarbeiten; beim Zupfen ist die Pflege im Uhrzeigersinn richtig. Dabei nimmst du einfach kleine Hautpartien zwischen Deine Finger, ziehst sie sanft hoch und lässt wieder los. Beziehe in Deine Pflege neben dem Bauch und Deiner Brust auch die Oberschenkel und Deinen Po mit ein. Für eine gute Durchblutung der Haut sorgen  auch Massagen mit einem weichen Hauthandschuh, einer zarten Bürste oder einem Schwamm und ein regelmäßiges Peeling. Dein Baby wird sich in jedem Fall über Deine Pflege freuen, denn die bessere Durchblutung Deiner Haut führt zu einem höheren Sauerstoffgehalt in der Nabelschnur. Spätestens drei Wochen vor dem Geburtstermin solltest Du das Massagen und Zupfen allerdings einstellen und Dich nur noch sanft eincremen. Bei Schwierigkeiten in der Schwangerschaft (Risikoschwangerschaft, vorzeitige Wehen), besprich die Massagen mit Deinem Arzt. 

Dein Bauch nach der Geburt

Keine Angst, die Wackelpuddingkonsistenz Deines Bauches nach der Geburt hält nicht lange an. Dafür sorgen zunächst natürliche Mechanismen:

  • Durch Nachwehen ziehen sich Deine Gebärmutter und die Muskulatur zusammen, Dein Bauch wird flacher
  • Wassereinlagerungen werden ausgeschieden, Du wirst öfter auf die Toilette gehen müssen
  • Stillen verbrennt Kalorien

Je nach Deiner Verfassung kannst du bereits einige Wochen nach der Geburt mit Rückbildungsgymnastik beginnen. Besprich dies am besten mit Deiner Hebamme. Vielleicht bietet sie hierfür auch Kurse an. Eine gesunde Ernährung ist nicht nur für Dich und Dein Baby wichtig, sie trägt auch dazu bei, dass du bald wieder in Deine alten Hosen passt.