Der Sommer kann kommen – Unsere Empfehlungen für Sonnencremes, UV-Kleidung und Mützen

Julia Eickhoff

Endlich raus, die Sonne genießen! Doch worauf muss ich achten, wenn es darum geht, meinem Baby den bestmöglichsten Schutz zu bieten? In diesem Ratgeber sagen wir Dir, welche Sonnencreme und welche Kleidung sich für die warmen Tage eignen.

 

Warum besonders Kinder vor der Sonne geschützt werden müssen

Der Großteil von UV-bedingten Hautschäden geht laut Hautärzten auf eine überhöhte Sonnenbelastung in den ersten zehn Lebensjahren zurück. Ein Sonnenbrand oder auch ein toller Sommerurlaub im Süden ohne jeglichen Sonnenschutz erhöht das Hautkrebsrisiko stark. Die Eigenschutzfunktion der Haut bei den Kleinen ist noch nicht so ausgeprägt wie bei uns Großen.

Welche Arten von Sonnenschutz gibt es?

Die einfachste Art des Sonnenschutzes ist der Schatten. Leg Dich beim Baden am See mit Deinem Baby unter einen schattigen Baum, der ist sogar gratis. Nicht nur Dein Kind wird es Dir danken – aufgrund der immer dünner werdenden Ozonschicht ist auch die direkte Sonne für alle Großen nicht gut. Wenn die Natur keinen Schatten zur Verfügung stellen kann, tut es auch der gute, alte Sonnenschirm.

Worauf muss ich beim Sonnenschirmkauf achten?

IKEA Hängesonnenschirm "Baggön"

IKEA Hängesonnenschirm „Baggön“

Allem voran solltest Du darauf achten, dass der Schirm einen UV-Schutz hat. Schatten heißt eben nicht gleich Schutz! Suchst Du einen Schirm für die Zeit mit Deinem Baby im Garten, gibt es hierfür mehrere gute Produkte, die durch die Hohensteiner Institute, ein internationales Textilforschungszentrum,  unter die Lupe genommen worden sind. Einen hervorragenden Schutz bietet zum Beispiel der IKEA Hängesonnenschirm „Baggön“ für knapp 67,00 €.

 

Die kleinere Variante für unterwegs im Kinderwagen oder Buggy ist zum Beispiel der Sonnenschirm von Hauck  oder das Sunnybaby Sonnensegel. Die Handhabung eines Segels ist vielleicht nicht ganz einfach, und einige Eltern beklagen, dass die Seiten nicht ausreichend geschützt seien. In manchen Situationen könnte es allerdings praktischer sein als der Schirm, da dieser sich auch gerne schon einmal aus der Befestigung löst. Hier ist einfach Dein Geschmack entscheidend!

Warum sollte mein Kind UV-Kleidung tragen?

Gerade in der freien Natur und bei Super-Sonnen-Wetter gibt es für Dein Kind viel zu entdecken – und  das ist in erster Linie auch gut und wichtig. Doch geht Dein Liebling auf große Forschungsreise, verlässt es den Schutz des Schirmes. Daher ist es notwendig, spezielle UV-Kleidung zu tragen. Die normale Alltagskleidung, auch wenn sie langärmelig sein sollte, kann hier in keinem Fall mithalten. UV-Kleidung ist viel dichter verarbeitet und besteht aus speziellen Materialien, die das Sonnenlicht reflektieren.

 

Woran erkenne ich gute UV-Kleidung?

Zwei Dinge machen empfehlenswerte UV-Kleidung aus. Zum einen sollten die Anziehsachen mit einem UPF von 30 ausgezeichnet sein (UPF = UV-Protektions-Filter). Ein Kind sollte sich im Normalfall ohne Schutz nicht länger als 15 Minuten in der Sonne aufhalten. Trägt es Kleidung mit einem UPF von 30, so könnte es theoretisch 30 Mal solange in der Sonne bleiben. Es handelt sich hier aber nur um einen Richtwert. Jeder Mensch ist vom Hauttyp her unterschiedlich und reagiert dementsprechend auch unterschiedlich auf Sonneneinwirkung. Außerdem würde niemand von uns über sieben Stunden in der Sonne bleiben.

 

Noch besser ist allerdings Kleidung mit einem UPF über 60.

Der zweite Aspekt ist  der UV-Standard 801. Dieser sagt aus, dass der UPF der Kleidung auch im nassen Zustand getestet worden ist. Gerade beim Kauf von Badesachen solltest Du da ein genaues Auge drauf werfen.


Unbenannt

 

UV-Schutz 50+ liefert der supersüße Einteiler mit verschiedenen Motiven von Snaperrock. Sehr praktisch ist der Reißverschluss auf der Vorderseite zum Ein- und Ausziehen und dank des Materials trocknet er schnell – Dein Schatz soll sich ja nicht erkälten!

 

Kappe oder Hut? Nackenschutz ja oder nein?

Sterntaler Baby Kinder Sonnenhut mit Nackenschutz
Sterntaler Baby/Kinder Sonnenhut mit Nackenschutz

Besonders der Kopf und der Nacken sind eine Angriffsfläche für die Sonne. Speziell im Gesicht sind es die Augenlider, Nasenrücken und Lippen Deines Babys, die  auf hohe Strahlung sehr sensibel reagieren. Kleine Schirmchen vorne am Hut sowie ein Nackenschutz sehen nicht nur stylisch aus, sie sind einfach unumgänglich. Natürlich sollte auch die Kopfbedeckung mit UV-Schutz sein.

Der  babywalz Sonnenhut mit UV-Schutz in neutralem Weiß passt in unseren Augen zu Jungs und Mädels.


Das Gleiche gilt für den beigefarbenen Sterntaler Baby/Kinder Sonnenhut mit Nackenschutz. Vorteilhaft bei beiden sind auch die Bändchen. Du kennst das bestimmt, kleine Fingerchen sind schnell damit, sich etwas vom Kopf zu reißen, und auch für den Urlaub an der stürmischen Nordsee bist Du so gewappnet.

Und immer schön Cremen…

Um den Sonnenschutz für Dein Baby so komplett wie möglich zu machen, solltest Du es mit einer entsprechenden Lotion eincremen. Denn nur die Kleidung oder auch der Schirm allein schützen nicht ausreichend.



Worauf muss ich beim Kauf von Sonnenmilch achten?

Zunächst einmal solltest Du Dein Kind erst ab dem zweiten Lebensjahr eincremen. In der Zeit davor mit dünner, UV-Schutz Kleidung anziehen und natürlich weitestgehend im Schatten bleiben. Schau beim Kauf von Sonnenmilch auf den Lichtschutzfaktor (LSF). Dieser gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der Haut durch die Creme erhöht. Wer zum Beispiel nach 10 Minuten in der Sonne üblicherweise rot wird, hat bei LSF 30, 30 Mal länger Schutz, also 5 Stunden (10 x 30 = 300 Min).

Welche Cremes sind empfehlenswert?

Das Nivea Sun Kinder Sonnenspray 200 ml  ist wasserfest und lässt sich leicht auftragen – sehr praktisch, wenn Du einen Zappelphilipp Zuhause hast. Viele Babys vertragen diese Creme sehr gut.

Wenn Du ganz, ganz sicher gehen möchtest, oder Dein Baby besonders empfindliche Haut hat, bietet sich die Avène Mineralische Sonnenmilch an. Kaufen kannst Du sie in jeder gut geführten Apotheke.

 

Natürlich geht es auch etwas preiswerter: Die Hipp Sonnenmilch „Babysanft“ ist sehr gut hautverträglich und bewährt sich stets aufs Neuste. Ein Klassiker!:)

Lies doch auch mal unseren Ratgeber: Kühlen Kopf bewahren – auch bei 35 Grad. Hier findest Du ebenfalls Informationen zu den richtigen Mützen im Sommer sowie viele andere Tipps, die für Dich und Dein Baby an heißen Tagen wichtig sein können.

 

Kurz für Dich zusammengefasst:

Was packe ich nun zum Baden gehen für mein Kleines ein?

  • Sonnenschirm
  • UV-Kleidung (Pulli oder T-Shirt und Hose)
  • Sonnenhut (mit Schirm und Nackenschutz)
  • Badebekleidung (mit UV-Schutz)
  • Sonnencreme
  • Getränke (viel trinken ist bei dem warmen Wetter extrem wichtig!)