Erfahrungsberichte Schlafrituale der miBaby-Redaktion

Marlen Greb

Schlafrituale gibt es viele. Jede Familie hat ihre ganz eigenen Methoden, ihren kleinen Schatz aufs Bettchen vorzubereiten. Ich habe mich bei uns in der miBaby Redaktion umgehört und bei den Kolleginnen nachgefragt. Hier könnt ihr unsere Erfahrungsberichte Schlafrituale lesen.

Als ich bei uns in der Redaktion um Erfahrungsberichte Schlafrituale bat, bekam ich einige Rückmeldungen, wie z.B.:

„Schlafritual? Wir machen glaub ich das ganz normale Programm: Singen, Zähne putzen und Schlafi an, noch ein Buch ansehen und fertig ist der Abend… Ist nicht sehr exotisch, wirkt aber optimal! ☺“

Ein sehr schönes Ritual wie ich finde! Jedoch leider noch lange nicht in allen Haushalten das „normale Programm“…

Wie wichtig sind Schlafrituale?

Babys brauchen Stabilität und die Sicherheit, dass jeder Abend auf die gleiche Weise zu Ende geht. Was bietet sich da mehr an, als das Einführen schöner Schlafrituale?

Erwiesenermaßen kommen Kinder, bei denen beim Einschlafen die immer gleichen Rituale zur Anwendung kommen, deutlich besser zur Ruhe.

Dies fängt damit an, dass Du Dein Baby (wenn möglich) immer zur gleichen Zeit ins Bett bringst. Auch Dinge wie „Waschen, Zähne putzen, Buch lesen, Schlaflied singen“ o.Ä. sollte immer möglichst im gleichen Ablauf geschehen. Dies schafft Routine und erleichtern Deinem Kind das „runterkommen“ ganz erheblich.

Sorge dafür, dass auch Du entspannt bist. Denn Deine Anspannung, Dein Stress oder vielleicht auch mal Dein „Genervtsein“ überträgt sich auf Dein Baby und lässt es schlechter Einschlafen.

baby

Nachgefragt: Wie bringen die miBaby-Redakteurinnen ihre Babys ins Bett?

Erfahrungsbericht von miBaby Redakteurin Julia:

„Mein Sohn Mats ist neun Monate alt. Mats ist ein ziemlich neugieriger Junge, der am liebsten alles um sich herum in Augenschein nimmt. Deswegen haben sich bei uns folgende „Rituale“ eingebürgert:

– die Jalousie muss immer schon kurz vorm Schlafanzuganziehen heruntergezogen werden, damit er schon einmal ruhiger wird

– anschließend machen wir das „große Licht“ auch schon aus (an der Zimmertür hängt eine kleine, selbstgebastelte Lichterkette, die dann etwas Helligkeit spendet)

– beim Wickeln und Umziehen sprechen wir bereits etwas leiser mit ihm, damit er nicht noch einmal so richtig aufdreht

Mats schläft seit er ca. 6 Monate alt ist in seinem eigenen Zimmer. Wir haben uns dafür entschieden, weil es für ihn dort mehr Ruhe bedeutete und er ab dem Zeitpunkt auch eher durchgeschlafen hat. Damit die Umgewöhnung einfacher war, habe ich ihm zum Kuscheln ein getragenes T-Shirt von mir gegeben. Dieses nutzt er auch heute noch. Sobald er im Bettchen liegt, schmiegt er sich dort hinein. Dies ist auch sehr praktisch, wenn er mal woanders schlafen soll. Ist mein Shirt dabei, ist das Einschlafen kein Problem mehr.

Zum Schluss bete ich noch mit dem kleinen Mann, streichel ihm meist noch einmal über den Kopf und gehe dann relativ schnell aus dem Raum, bevor seine Neugierde wieder siegt…“

Erfahrungsbericht von miBaby-Redakteurin Nadine:

„Ich habe 2 Kinder. Der Große ist 4 und der Kleine 2. Bei uns läuft es eigentlich jeden Abend wie folgt ab:

– 18.30 Uhr: Abendessen mit Papa

– anschließend wird das Wohnzimmer oder der sonstige „Saustall“ aufgeräumt (als sie ganz klein waren natürlich noch nicht).

– 19.15 Uhr: Nach oben gehen, ausziehen, frische Windel anziehen/Toilette gehen, Schlafanzug anziehen, Zähneputzen waschen, dann sehen wir immer noch gemeinsam zum Fenster raus und schauen wer von den Nachbarskindern alles schon schläft und zählen sämtliche Namen auf. ♥

Anschließend geht es ab ins Bett. Im Bett beten wir dann immer gemeinsam und früher hab ich immer noch ein Schlaflied gesungen oder eine Geschichte vor gelesen. Heute möchten beide ein Hörspiel anhören. Besonders gern hören meine Kleinen die Geschichten von Conni, Yakari und Chuggington.

Ich verlasse dann das Zimmer und die zwei schlafen im Normalfall rasch ein – es kommt selten vor, dass noch was ist. Sie schlafen beide in ihren eigenen Zimmern, allerdings muss ich dazu sagen, dass jeder bis über 1 Jahr anfangs bei uns geschlafen hat und ich mich in der Zeit, besonders am Anfang als sie noch wirklich klitzeklein waren, nach dem Schlaflied noch kurz dazu gelegt habe und dann konnte ich auch gehen (nach max. 5 Minuten).“

Erfahrungsbericht von miBaby-Redakteurin Katharina:

„In den ersten zwei Wochen dachten wir: Mensch, was haben wir ein liebes Kind! Abends ein bisschen stillen, hinlegen, schlafen. Doch danach kam es anders! Die berühmten Schreiphasen am Abend änderten alles und zerstörten unsere Blümchenvorstellung.

Als ich mit meiner Hebamme sprach, gab sie mir den Tipp, Maja abends zu baden – das mache müde. Super, ca. eine Woche hat das auch geholfen, dann ging das Geschrei wieder los. Daraufhin fing ich schon an zu googlen, was für Tipps und Einschlafrituale andere Eltern wohl für ihre kleinsten Mäuse haben und stieß dabei auf das Buch „Das glücklichste Baby der Welt“ von Dr. Harvey Karp. Dieses Buch ist ein Segen und wenn ich den Autor mal irgendwann treffe, knutsche ich ihn ab. 😉 Das Buch handelt von diesen Schreiphasen am Abend, die meistens als Drei-Monats-Koliken betitelt werden. Dr. Harvey Karp beschreibt sie aber nicht als Bauchschmerzen oder Blähungen, sondern als das fehlende vierte Trimester. Eigentlich sollten die Babys von Natur aus noch weitere drei Monate in Mamas Bauch bleiben bis sie vollständig „reif“ sind. Da das aber körperlich gar nicht möglich ist, empfiehlt er, den Zustand aus Mamas Bauch den Neugeborenen auch auf der Welt wieder zu ermöglichen. Gesagt, getan, denn Schreienlassen kam für mich absolut nicht in Frage! Enges Einwickeln, schaukeln und laute Geräusche beruhigen Babys, weil sie es aus dem Bauch nicht anders kennen, die Stille hier auf der Welt beunruhigt sie eher. Von da an lief unser Einschlafritual wie folgt ab:

Wenn auch nicht nötig, haben wir das abendliche Baden beibehalten. Es war für uns eine zusätzlich schöne Zeit des Kuschelns und Maja hat die Zeit im warmen Wasser mehr als genossen. Anschließend abtrocken, eincremen und dabei noch ein wenig massieren und dann ab in den Schlafanzug. Da ging es dann schon wieder los mit der Unzufriedenheit – „Alles so kalt hier“. Im Schlafzimmer dann in den Pucksack SwaddleMe schön fest eingepuckt. Das allein reicht aber noch nicht! Das „Programm“ von Dr. Harvey Karp umfasst insgesamt fünf Punkte, die ein Baby erst zur Beruhigung bringen – Strammes Einwickeln (Pucken), Seiten-/Bauchlage des Babys, „Ssssshhhhh“, Schaukeln und Saugen (die magischen fünf „S“). Es ist wirklich zu sagen, dass es fast wie Zauberei ist. Ich habe mein gepucktes Baby vor dem Schlafen noch einmal gestillt, was in den härtesten Zeiten aber auch nicht zum (Einschlaf-)Erfolg führte. Danach legte ich sie mir also seitlich auf die Oberschenkel, wippte mit den Beinen hin und her, sagte laut „Sssssssshhhhhhh“ in ihr Ohr und steckte ihr einen Schnuller in den Mund (ein kleiner Finger zum Saugen tut es aber auch). 20 Sekunden – Ruhe!!!! Und das hat garantiert JEDEN Abend funktioniert. Wir hatten nicht nur das glücklichste Baby der Welt, wir wurden auch wieder zu den glücklichsten Eltern der Welt und freuten uns über unser Sonnenschein-Baby ohne abendliches Geschrei. ♥“

Erfahrungsbericht von miBaby-Redakteurin Marlen:

Da ich seit Juli 2012 selbst überglückliche Mama einer kleinen Tochter bin, möchte auch ich gern berichten, wie das Einschlafen bei uns aussieht:

Seit unsere Kleine ca. 1 Jahr alt ist, haben wir ein absolutes „Einschlaf-Traumkind“. Jeden Abend nach dem Essen, Waschen, Umziehen und Zähneputzen kuscheln wir uns gemeinsam auf die Couch und schauen uns das Sandmännchen an. Anschließend sagen wir allen unseren Meerschweinchen „Gute Nacht“, lesen manchmal noch ein Buch (sehr zu empfehlen ist hier „Wie kleine Tiere schlafen gehen“), kuscheln nochmal im Kinderzimmer auf dem Arm, singen unsere 2 Schlaflieder und dann möchte unsere Kleine „in Bett!“. Wir sollen (!) dann direkt rausgehen, verabschieden uns lieb und gehen. Sie singt dann immer noch ein paar Minuten und schläft dann ein. Wahrlich ein Traum. Aber das war nicht immer so: 😉

Als unsere Maus noch sehr jung war, kam sie abends immer sehr schlecht zur Ruhe. Ich habe gestillt und musste sie die ersten Monate jeden Abend 2-3 Stunden „einschlafstillen“, bevor ich sie ablegen durfte. Zeitweise half bei uns auch Pucken sehr gut. Anschließend folgte einige Monate die Phase, in der das Ablegen kein Problem war, wir jedoch „Gesicht-an-Gesicht“ neben ihr liegen mussten bis sie eingeschlafen war. Wir haben ihr immer gegeben was sie brauchte, niemals sollte sie weinend in den Schlaf finden. Im Alter von ca. 1 Jahr dann begann die Zeit, wo sie mehr und mehr alleine in den Schlaf finden konnte. Heute fordert sie genau dieses „alleine einschlafen“ sogar ein. Sie kommt dann wesentlich besser zur Ruhe und weiß und kommuniziert das auch.

Schlaf

Fazit

Ja… Welches Fazit kann man nun aus unseren Erfahrungsberichte Schlafrituale ziehen?

Zunächst ist es wirklich sehr sehr wichtig, dass Du Deinem Kleinen immer gibst was es braucht. Gib ihm all Deine Nähe und Liebe, lass es nicht schreien (auch wenn Du manchmal mit Sicherheit selber gerne mal „schreien“ würdest 😉 ) und vertraue Deinem Gefühl.

Mach Dir immer wieder klar, wie hilflos und schutzlos Dein Kind ist und das es nicht weint, weil es Dich „ärgern“ oder „nerven“ will. Gib Deinem Kind die Möglichkeit, sich in dieser großen Welt zurechtzufinden, indem Du es immer unterstützt.

Habe keine Angst es zu verwöhnen – denn wie wir wissen ist dies nicht möglich. Körperliche Nähe schafft eine sichere Bindung und genau das braucht Dein Kind für seine spätere Entwicklung.

Gemeinsame, angenehme Schlafrituale an denen alle Spaß haben werden Dir dabei helfen. ☺


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