Die Kliniktasche packen in 5 Schritten

Katharina Grammel

Gegen Ende der Schwangerschaft wird es Zeit, Deine Kliniktasche zu packen. Doch was muss überhaupt alles mit und was ist in der Klinik vorhanden? Wir haben Dir hier eine kleine Checkliste erstellt, was alles in Deine Kliniktasche gehört.

Die Schwangerschaft neigt sich dem Ende zu und Du hast Deine Wunschklinik schon ausgesucht? Prima! Dann wird es Zeit, Deine Kliniktasche zu packen und allzeit bereit zu sein. Spätestens in der 34. Schwangerschaftswoche sollte Deine Kliniktasche bereitstehen, um jeglichem Stress aus dem Weg zu gehen, wenn doch in der Nacht urplötzlich die Wehen einsetzen.

Doch was muss eigentlich alles rein? Wir haben Dir eine kurze Übersicht erstellt, an der Du Dich orientieren und Deine Kliniktasche packen kannst.

1. Vor der Geburt – Die Anmeldung

Viele Krankenhäuser wünschen eine Anmeldung einige Wochen vor der Geburt. Dies hat für Dich und Deinen Partner den Vorteil, dass Du Dich ganz auf die Geburt konzentrieren kannst, und Ihr nicht erst noch sämtliche Anträge und Formulare ausfüllen müsst. Aber selbstverständlich könnt Ihr auch ohne Anmeldung in die Klinik fahren. Niemand wird Dich vor der Tür stehen lassen!

Zur Anmeldung brauchst Du Deinen Mutterpass, Deine Krankenkassenkarte, einen Allergieausweis (wenn vorhanden) und ggf. die Überweisung Deines Frauenarztes.

Nach der Anmeldung solltest Du diese Dokumente nicht weit weg legen, denn zur Geburt musst Du sie erneut mitbringen. Zusätzlich solltest Du das Familienstammbuch oder die Heiratsurkunde in die Kliniktasche packen. Bist Du nicht verheiratet, benötigst Du die eigene Geburtsurkunde. Nicht zu vergessen: Deinen Personalausweis.

Da Du viele Dokumente ständig brauchst, kannst Du sie noch nicht in die Kliniktasche packen. Hierzu empfehlen wir Dir den Lässig Mum’s Organizer Casual. Viele tolle Designs verschönern Deinen Mutterpass. Dort kannst Du auch Versichertenkarte, den Allergieausweis und Deinen Pesonalausweis aufbewahren und gesammelt bei Dir tragen. Geht es endlich los, brauchst Du nur noch den Organizer in Deine Kliniktasche packen und brauchst keine Angst haben, wichtige Dokumente vergessen zu haben.

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2. Während der Geburt – Entspannung

Du glaubst, das ist ein Widerspruch in sich? Logisch, es wird kein Spaziergang, aber mit ein paar Dingen kannst Du versuchen, die Geburt so angenehm wie möglich zu machen.

Für Frauen die wichtigste Frage: Was ziehe ich an? Die Antwort ist ganz einfach: Es sollte so bequem wie möglich sein. Ein weites T-Shirt, vielleicht eins von Deinem Mann, oder ein Nachthemd geben Dir Sicherheit, wenn Du völlig entblößt ständige Positionswechsel während der Geburt vornimmst. Geht es doch nicht so schnell voran, empfiehlt sich eine Jogginghose und ein paar Pantoffeln/Schlappen, mit denen Du durchs Krankenhaus stiefeln kannst, um die Wehen weiter anzuregen. Ist es kälter, solltest Du Dir noch dicke Socken und eine Fleece-/Strickjacke einpacken. Alternativ tut es natürlich auch der gute alte Bademantel.

Vielleicht magst Du aber gar nicht laufen. Dann kannst Du es Dir im Bett bequem machen, während Dir Dein Partner mit einer sanften Massage den Rücken lockert. Dazu kannst Du Dir vorab Dein Lieblingsmassageöl in die Kliniktasche packen. Das Hipp Mamasanft Massage-Öl kannst Du bereits in der Schwangerschaft nutzen, um Deinen Bauch zu pflegen und Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.

Alternativ kannst Du Dich auch in der Badewanne entspannen. Viele Kliniken haben Badezusätze im Kreißsaal, aber vielleicht hast Du während der Schwangerschaft immer im gleichen Pflegebad gebadet und auch hier einen Lieblingsduft. Pack ihn ein! Der bekannte Duft hilft Dir, tiefer in die Entspannung zu kommen. Er verleiht einen Hauch von Zuhause. Ansonsten ist Lavendel sehr entspannend und wehenanregend, probier mal das Weleda Entspannungsbad Lavendel.

Du liegst in der Badewanne oder Dein Partner massiert Dich – wie wäre es mit ein bisschen entspannender Musik? Auch schnell in Deine Kliniktasche packen! Mit Deiner Lieblingsmusik kannst Du Dich gut an einen anderen Ort träumen. Es muss aber nicht immer sanft sein. Manche Mamas mögen auch Metal-Musik und singen laut mit. Das kann auch eine (andere) Art der Entspannung sein.

Und wo bleibt der Papa? Nach stundenlangen Wehen ist Dir als Papa vielleicht eher übel, als dass Du Hunger verspürst. Trotzdem solltest Du bei Kräften bleiben, denn mit einem kollabierenden Papa ist niemandem geholfen. In Deine Kliniktasche gehören daher auch noch ein paar Müsliriegel, etwas Schokolade und Traubenzucker. Ganz nach Deinem bzw. seinem Geschmack.

Wehen Koffer

3. Nach der Geburt – Das Wochenbett

Es ist Dir vielleicht noch recht fern, während Du Deine Kliniktasche packst, aber nach der Geburt wirst Du noch einige Tage in der Klinik bleiben. Auch dafür benötigst Du einige Utensilien.

Für die Zeit im Krankenhaus benötigst Du einen Jogginganzug oder eine bequeme Hose. 5–6 T-Shirts (Achtung: Hitzewallungen nach der Geburt!), 6–8 Baumwoll-Unterhosen, die Du nachher im Kochwaschprogramm waschen kannst und einen Schlafanzug, wenn Du Dich zur Nacht umziehst.

Nach der Geburt wird Deine Brust nochmal stark anschwellen, wenn der Milcheinschuss erfolgt. Dazu ist es ratsam, vorab 2–3 bequeme Still-BHs und ein Paket Einmalstilleinlagen, wie die Medela Einwegstilleinlagen, zu besorgen. Welche Still-BHs sich besonders gut eignen, haben wir Dir in unserem Artikel Still-BHs – Wieso, weshalb, warum? zusammengefasst.

Das Stillen will erstmal gelernt sein und da kann es auch mal schnell zu wunden Brustwarzen kommen. Damit Du bestens darauf vorbereitet bist und Deine Brustwarzen gleich pflegen kannst, solltest Du Dir die Lansinoh Brustwarzensalbe in die Kliniktasche packen. Die Brustwarzensalbe pflegt, schützt und beruhigt wunde Brustwarzen und muss vor dem Stillen nicht abgewaschen werden.

Selbstverständlich gehören in Deine Kliniktasche noch sämtliche Utensilien zur täglichen Körperpflege wie Zahnbürste und Zahnpasta, Deodorant, Duschgel und Shampoo, Haarbürste, evtl. Haargummis, aber auch Handtücher und Duschtücher.

In der Regel stellen Dir die Krankenhäuser Netzhöschen und Binden für den Wochenfluss zur Verfügung. Wenn Du Dich mit den übergroßen Binden nicht wohlfühlen solltest, kannst Du Dir noch ein Paket Binden einpacken, am besten mit dem Zusatz „super“ und/oder „für die Nacht“. Empfehlenswert sind die Always Ultra Night mit oder ohne Flügel.

Informiere Dich vorab, ob Du Kleidung für Dein Baby brauchst. Die meisten Krankenhäuser bieten Dir für die Zeit in der Klinik eine komplette Babyausstattung an, sodass Du Bodys, Strampler und Hemdchen zuhause lassen kannst.

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4. Die Tage im Krankenhaus – Wohlfühlen

Es ist nicht so einfach, sich in einem Krankenhaus wohlzufühlen. Mache es Dir so schön wie möglich. Packe dazu ein Buch oder Deinen eBook-Reader ein, stelle Dir ein Foto von Deinen Lieben auf den Nachttisch oder schließe die Augen und höre Musik mit Deinem mp3-Player.

Du solltest auch etwas Geld in Deine Kliniktasche packen. Manchmal überkommt Dich der Heißhunger oder Du möchtest Deinen Besuch in die Cafeteria begleiten. Dem Heißhunger kannst Du aber auch entgegenwirken – pack Dir einfach ein bisschen Schokolade mit in die Kliniktasche. Eine bunte Mischung gibt es in der Box Hussel Nervennahrung, bei der der Name Programm ist.

Dein kleines Wunder könntest Du stundenlang beobachten. Egal, ob es schläft, weint oder gestillt wird. Jeder Moment soll für die Ewigkeit festgehalten werden. Pack dazu Deine Digitalkamera ein oder nutze Dein Smartphone. Aber nicht die entsprechenden Ladegeräte vergessen!

Neben den privaten Fotos bieten Dir die meisten Kliniken auch ein professionelles Neugeborenen-Shooting an. Dieses solltest Du unbedingt nutzen und den Zauber der ersten Lebenstage einfangen. Hierfür gibt es niedliche Fotoshooting-Sets, wie zum Beispiel das EMMMMA Set Schildkröte für nur knapp 5,- €.

Baby in Koffer

 5. Ab nach Hause

Wahrscheinlich kannst Du es jetzt kaum erwarten, dass Dein kleiner Schatz sich auf den Weg macht. Ist er oder sie erst einmal da, kannst Du es kaum erwarten, nach Hause zu kommen. Das wird Euer Tag, deshalb solltest Du Dir und Deinem Baby ein paar hübsche Kleidungsstücke in die Kliniktasche packen.

Eine Hose oder ein Shirt, welche Dir im 6. Monat gepasst haben, werden Dir auch auf dem Nachhauseweg passen (Nein, Dein Bauch wird noch nicht wieder ganz weg sein). Ansonsten kannst Du alles tragen, was Du magst. Ebenso Dein Baby. Body, Langarmshirt und Strampler kommen mit in Deine Kliniktasche.

Für Dein Baby solltest Du, je nach Jahreszeit, eine Jacke und eine Decke für den Heimweg dabeihaben. Eine Mütze ist ebenfalls ein Muss, im Sommer eine leichte Baumwollmütze, wie die LeoZ Erstlingsmütze, im Winter dementsprechend dicker oder die Baumwollmütze in Verbindung mit der dicken Kapuze der Jacke. Im Winter sollten trotz Decke die dicken Socken nicht fehlen.

Gehst Du zu Fuß nach Hause, sollte der Kinderwagen bereitstehen oder Du solltest schon das Binden Deines Tragetuchs beherrschen. Mit dem Auto brauchst Du eine Babyschale oder einen ab Geburt geeigneten Reboarder mit Neugeborenen-Einsatz.


Tipp:
Verstaue Dein Heimweg-Outfit und das Outfit Deines Babys in Kinderwagen oder Babyschale und lass es Dir erst am letzten Tag mitbringen. So hast Du einiges an Platz in Deiner Kliniktasche gespart.


 Alles noch einmal im Überblick

Falls Du den Überblick verloren hast – Keine Panik, wir haben Dir hier noch einmal alles zusammengefasst, was Du in Deine Kliniktasche packen musst.