„Doulas“ – Ein neuer Trend schwappt über den großen Teich! Vielleicht auch etwas für Dich?!

Natalie Bolte

Vielleicht hast Du schon von den sog. „Doulas“ (Dienerin der Frau) gehört. Die Geburtsbegleitung durch eine erfahrene Mutter ist gerade total „in“ in den USA. Mehr über die „Dienerin der Frau“ und den Unterschied zwischen ihr und einer Hebamme erfährst Du hier.

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Was ist eine Doula?

Der Begriff leitet sich von dem altgriechischen Wort „doulalei“ ab und bedeutet Magd oder Dienerin der Frau. Eine Doula ist selbst Mutter und hat sich in einer entsprechenden Ausbildung, die neun Monate dauert, ausbilden lassen, um werdende Mütter unter der Geburt zu begleiten und zu unterstützen. Wie eine Art beste Freundin, steht sie Dir bei, redet Dir gut zu und lässt Dich mit Deinen Sorgen und Ängsten nicht allein. Bereits Monate vor der Geburt, baust Du eine Beziehung zu ihr auf, so dass ihr im Kreißsaal gut harmoniert. Auch nach der Geburt steht sie Dir mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zur Verfügung.

Diese Idee der Geburtsbegleitung wurde bereits in den 70er Jahren, aus der Not heraus, geboren. Zu diesem Zeitpunkt gab es in den USA viel zu wenig Hebammen, die sich um die Schwangeren hätten kümmern können. Da eine Geburt eine Ausnahmesituation ist, ist es wichtig, dass jemand an der Seite der werdenden Mutter ist, der den Überblick behält und der Schwangeren beisteht.

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In diesem Buch schildert eine Mutter und erfahrene Doula ihre Erfahrungen und bringt werdenden Eltern dieses Thema einfühlsam und informativ näher und wartet mit jeder Menge Tipps auf.

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Was unterscheidet eine Doula von einer Hebamme?

Ganz klar muss man sagen, dass eine Doula KEINE Hebamme ist und sie auch nicht ersetzen kann. Sie verfügt nicht über entsprechendes medizinisches Wissen und sie darf  die Kernbereiche des medizinischen Personals nicht tangieren. Eine Doula steht der Schwangeren bei und kümmert sich um ihre persönlichen Bedürfnisse und versucht Ängste zu nehmen und beruhigend auf sie einzuwirken.

Was sind die Vorteile einer Doula?

Zusammengefasst kann man sagen, dass eine Frau, die ebenfalls Mutter ist, einer anderen Frau unter der Geburt beisteht. Da sie bereits selbst die Erfahrung gemacht, kann sie sich in die Sorgen und Nöte einer werdenden Mutter anders einfühlen, als zum Beispiel der Partner. Der Partner ist oft zur Ohnmacht verdammt, nicht nur in dem wie er handeln soll, sondern in manchen Fällen, auch im wortwörtlichen Sinn.

Da es in der heutigen Zeit schon fast normal ist, dass eine Hebamme mehrere Schwangere gleichzeitig betreut, ist die Möglichkeit nicht gegegeben, dass die Hebamme die ganze Zeit bei der Schwangeren verweilt. Eine Doula kann dies jedoch leisten und weicht nicht von der Seite der werdenden Mutter.

Studien belegen, dass es zu deutlich weniger Kaiserschnitten und zu einem viel geringeren Einsatz von Schmerzmitteln kommt, wenn Doulas ihre Arbeit an der Seite der baldigen Mutter aufnehmen.

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Für wen ist eine Doula sinnvoll?

Grundsätzlich ist eine Doula für jede Frau sinnvoll. In Uruguay wird eine Doula so hoch geschätzt, dass es 2007 sogar zu einem Gesetzt kam, dass jeder Frau die Unterstützung durch eine Doula zusicherte.

Je nach Lebenssituation, in der sich die Schwangere befindet, kann die Unterstützung durch eine Doula besonders wertvoll sein.

  • Frauen, die vor der Geburt ihres ersten Kindes stehen.
  • Frauen, die von ihrem Partner während der Schwangerschaft verlassen wurden.
  • Frauen, die sehr jung sind.
  • Frauen, deren Partner nicht sicher ist, ob er bei der Geburt dabei sein möchte.
  • Frauen, für die eine vorangegangene Geburt sehr dramatisch und auch traumatisch war.

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Bilder sagen mehr als 1000 Worte!

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Dieses Fotobuch der besonderen Art gewährt einen wunderbaren Einblick in die Tätigkeitsfelder einer Doula.Durch die, auch emotionalen, Bilder gewinnt man einen realistischen Eindruck über die Arbeit einer Doula. Der Clou an diesem Buch ist, dass sämtliche Informationen in 6 Sprachen bereitgestellt werden.

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Alles im Leben hat seinen Preis!

Natürlich kann eine solche umfassende Betreuung niemand kostenlos leisten. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist nicht möglich, so dass die Dienste einer Doula, dem Selbstzahler vorbehalten sind. Eine Geburt schlägt mit ca. 200,- € zu Buche, die sich je Rufbereitschaft, um den Geburtstermin herum, um 10,- € erhöhen.

Da man sich im Vorfeld ja auch kennenlernen und beschnuppern muss, kommen noch Kosten für die Zeit vor der Geburt dazu, so dass man in jedem Fall mit einem Betrag ab 500,- € rechnen sollte.

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Ist diese Idee gänzlich neu?

Als ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe und ich gebe zu, bis dato hatte ich von Doulas noch nichts gehört, fiel mir sofort das Stichwort „Beleghebamme“ ein. Eine Hebamme, die mich bereits in der Schwangerschaft betreut und welche ich zu der Geburt meines Kindes mitnehme und die dann nur für mich da ist, bis der kleine Sonnenschein das Licht der Welt erblickt. Letzlich muss man, je nach Krankenkasse, die Kosten selbst übernehmen, aber man hat eine Person an seiner Seite, die nicht nur die emotionale Betreuung übernimmt, sondern auch über die entsprechenden medizinischen Kenntnisse verfügt, um mit den Ärzten auf Augenhöhe kommunizieren können.

Jede Frau kann nur für sich selbst entscheiden, welche Art der Betreuung sie während der Geburt braucht und die Idee, die hinter den Doulas steht, ist eine sehr schöne. Die Geburt eines Kindes ist das einschneidenste Erlebnis im Leben einer Frau und wenn dann eine Betreuung von Frau zu Frau stattfindet, dann stiftet dies eine beruhigende Athmosphäre.

Trotzdem sollte man einen Punkt nicht außer acht lassen. Während einer Geburt treten häufig auch medizinische Aspekte in den Vordergrund, die eine Gebärende nicht nur verunsichern, sondern auch sehr ängstigen können. Oft müssen Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit getroffen werden, womit man sich, während man in den Wehen liegt, durchaus überfordert fühlen kann. Da es kann wiederum auch sehr beruhigend sein, wenn man eine versierte (Beleg)Hebamme an seiner Seite weiß, die nicht nur die medizinische Seite transparent machen kann, sondern auch mal Ärzten die Stirn bietet, wenn es sein muss.

Wie heißt es so schön „Wer die Wahl hat, hat die Qual“.

Wenn Dir während des Lesens die Satzteile „weniger Kaiserschnitte“ und „weniger Schmerzmittel“ haften geblieben sind, dann könnte unser Artikel über das „Hypnobirthing®“ genau das Richtige für Dich sein.

Autorin: Natalie Bolte