Du kannst nicht stillen? Es geht auch ohne

Katharina Grammel

Du kannst oder willst nicht stillen? Dafür kann es viel gute Gründe geben: Medikamente, keine Hilfe bei (Still-)Problemen oder der Wiedereinstieg in den Beruf. Keine Sorge, es gibt auch andere Möglichkeiten, Dein Baby gesund zu ernähren. Wir helfen Dir mit Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt das ausschließliche Stillen in den ersten sechs Monaten nach der Geburt. Fast alle werdenden Mamas peilen dieses Ziel an. Doch was ist, wenn es nicht klappt? Oder Du stellst fest, dass es doch nicht das Richtige für Dich ist? Vielleicht ist Dein Baby auch viel zu früh geboren und körperlich gar nicht in der Lage bei Dir zu trinken? All das können Gründe sein, weshalb das Stillen nicht in Frage kommt oder Du einfach nicht stillen möchtest.

Stillen im Wandel der Zeit

Stillen ist das Beste für Dein Baby, das ist längst bekannt. Doch war das Stillen nicht immer so angesagt. Vielleicht ist Dir schon aufgefallen, dass es zu einem Streitthema kommen kann, wenn Du mit Deiner Mama oder Schwiegermama über das Thema Stillen sprichst. Aber warum? Ganz einfach: Bis zu den 80er Jahren glaubte man, Flaschennahrung sei gesünder als Muttermilch. Nur wenige Mütter haben gestillt. Wie war es bei Dir? Gab es die Flasche oder die Brust?

Heute ist es umgekehrt, wobei man sagen muss, dass die Flaschennahrung von damals nicht mit der heutigen Flaschennahrung verglichen werden kann. Es ist noch niemandem gelungen Muttermilch zu kopieren, aber die Qualität ist wirklich gut, sodass Du ohne schlechtes Gewissen zur Flasche greifen kannst, wenn Du von Beginn an nicht stillen kannst/möchtest oder Du nach der Stillzeit auf Fläschchen umsteigen möchtest.

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Stillen nur mit Hilfe

Du versuchst es und setzt alles daran, dass das Stillen funktioniert. Dein Baby möchte aber einfach nicht richtig saugen und an Gewicht zulegen. Durch Abpumpen kannst Du dennoch Deinem Baby die kostbare Muttermilch zukommen lassen. Mit der elektrischen Milchpumpe Medela Swing kannst Du entspannt die Milch abpumpen, anschließend schraubst Du nur noch den Sauger Medela Calma auf und kannst die Muttermilch direkt füttern. Eine Milchpumpe gibt Dir auch die Freiheit, die Du brauchst. Stillen und nicht Stillen lassen sich so flexibel kombinieren. Alles zur Medela Swing haben wir Dir in dem Ratgeber Die elektrische Milchpumpe „Swing“ von Medela – Mit Schwung und Spaß in den Stillalltag zusammengefasst.

Ein weiteres Hilfsmittel, wenn es nicht so recht klappen sollte, sind die Stillhütchen. Sie schützen nicht nur wunde Brustwarzen, sondern erleichtern dem Baby auch das Saugen. Die Philips Avent Brusthütchen gibt es für ca. 8,- €; Deine Hebamme kann Dir helfen, damit Du die richtige Größe wählst.

Nein danke, es geht auch ohne Stillen

Ja, es geht auch ohne Stillen. Leider wirst man manchmal schief angeschaut, wenn man nicht stillt. Nach den Gründen fragt aber kaum jemand. Dabei ist es ganz allein Deine Entscheidung und Du hast Deine Gründe! Deine Entscheidung ist genau richtig! Lass Dir nichts  einreden!

Ich persönlich habe meine drei Kinder gestillt, habe aber genügend Freundinnen, die ihre Kinder von Anfang an mit der Flasche ernährt haben. Mittlerweile sind alle Kinder groß und auch gesund, egal ob Still- oder Flaschenkind. Stillen soll Freude bereiten und keine Last werden. Wenn es sich nicht klappt, gibt es auch die oben beschriebenen Möglichkeiten. Solange Dein Baby und Du glücklich sind, ist die Frage der Ernährung zweitrangig.


Es kommt doch nicht auf die Art an, wie wir unsere Kinder ernähren,
sondern auf die Liebe, die wir ihnen geben.


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Wofür Du Dich auch entscheidest, lass Dich von niemandem kritisieren, warum Du nicht stillst. Du gehst den richtigen Weg – Deinen Weg.