Durchschlafen lernen – Tipps für gestresste Mamas

Marlen Greb

Welche Mama kennt das nicht? Ständig diese Fragen: „Na? Schläft Deins schon durch?“ Was für ein Stress für alle Beteiligten! Wir wollen mit dem Mythos rund um „Das Baby muss Durchschlafen“ aufräumen und Euch Tipps zum Durchschlafen lernen geben.

 

„Das Baby muss durchschlafen..“

Liebe Mama,

immer wieder hörst Du den Satz: „Na, schläft es denn schon durch?“

Innerlich verdrehst Du die Augen und kochst vor Wut („Nein es schläft noch nicht durch und ja, es ist schon über 1 Jahr alt..“).

Doch warum in aller Welt wird in unserem Kulturkreis noch immer die Erwartungshaltung an unsere kleinen, „unfertigen“ Traglinge gestellt, dass sie (am besten direkt nach der Geburt schon) durchzuschlafen haben? Und: Welchen Stress verursacht dieser Druck auch Dir als Mama?

Vorab gesagt: Lass Dich bitte nicht verunsichern. Es ist nicht unnormal, wenn Dein Baby nicht direkt durchschläft. Es ist auch nicht unnormal (wenn auch natürlich kräftezehrend), wenn es dies auch nach einem Jahr noch nicht tut.

Doch gibt es nicht vielleicht Anregungen und Tipps, das Schlafverhalten Deines Schatzes zu unterstützen?

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Unterstützung des Babys beim „Durchschlafen lernen“

Erwiesenermaßen kommen Babys, bei denen Rituale rund ums Zubettgehen praktiziert werden besser und schneller zu Ruhe. Mit Ritualen ist gemeint, dass der „Ablauf“ jeden Abend der gleiche sein sollte (z.B. Waschen, Zähne putzen, Geschichte vorlesen, Lied singen etc.) und auch die „Bettgehzeit“ nach Möglichkeit immer die Gleiche sein sollte. Wichtig ist auch, dass Du Dich mit dem Einschlafritual identifizieren kannst, für welches Du Dich entscheidest.

In unserem miBaby Ratgeber „Baby, bitte schlaf endlich ein“… Die miBaby Checkliste Babyschlaf findest Du alles rund um das Thema „Entspanntes Einschlafen“. Hier findest Du auch konkrete Produktempfehlungen rund um das Thema „Einschlafen“ und „Rituale“.

Empfehlenswerte Bücher zum Thema?

 

Sehr empfehlen können wir das Buch „Das glücklichste Baby der Welt“ von Dr. Harvey Karp. In diesem lesenswerten Buch wird sehr detailliert auf „Schlafprobleme“ eingegangen und darauf, wie man ein schreiendes Baby beruhigen kann.

 

 

Für ebenfalls sehr gut halten wir das Buch „Schlaf, Kindlein, schlaf – Schlafstörungen bei Kindern“ von Dr. Claudia Berger. Es behandelt die Ein- und Durchschlafstörungen von Babys umfassend und ausführlich. Auch auf die (möglichen) körperlichen Ursachen von Schlafstörungen wird umfassend eingegangen.

 

 

Das Schlaf-Lernbuch „Besucherritze“ von Eva Solmaz macht sich zunächst erstmal dafür stark, dass Du als Mama im Grunde keine „Schlaflernratgeber“ brauchst, sondern Dich auf Deinen Instikt verlassen solltest. Es lässt sich durch seine unterhaltsame Schreibweise sehr gut lesen.

 

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„Do’s and Dont’s“ in puncto Durchschlafen lernen

Da in der Kürze ja bekanntlich die Würze liegt, wollen haben wir Dir hier noch einige „Do’s and Dont’s“ in puncto Durchschlafen lernen zusammengestellt:

Do’s:

  • Sorge für gleichbleibende Abendrituale vorm Zubettgehen
  • Gebe Deinem Baby liebevoll zu verstehen, dass nachts nicht gespielt wird (dieser Prozess dauert jedoch viel Zeit)
  • Manchen Kindern hilft ein Bad vor dem Zubettgehen um „runterzukommen“ – probier es aus!
  • Gebe Deinem Kind körperliche Nähe und damit Sicherheit wann immer es sie braucht – Keine Sorge: Du kannst Dein Kind nicht verwöhnen!
  • Bleibe geduldig, auch wenns manchmal schwer ist (versuche Kraft zu tanken, indem Du Dir selbst auch Auszeiten schaffst)

Dont’s:

  • Versuche auf keinen Fall, Dein Baby durch eine riesige Abendflasche zum Durchschlafen zu bringen (das ist sehr ungesund und funktioniert in den meisten Fällen sowieso nicht)
  • Keine allzuwilden Spiele oder aufregenden Unternehmungen mehr kurz vorm Schlafengehen
  • Wenn das Baby nachts wach wird und spielen will – nicht mitmachen! Begleite es lieber wieder liebevoll in den Schlaf. Nur so lernt es den Tag-Nacht-Rhythmus kennen
  • Lasse Dein Baby nicht schreien – Niemals (bedenke immer, dass Dein Kleines nichts „mit Absicht“ tut)