Einfach keimfrei: Fläschchen sterilisieren leicht gemacht

Anne Purschwitz

In den ersten vier Monaten solltest Du Fläschchen und Sauger sterilisieren, damit Dein Baby vor Keimen geschützt ist. Wie das am einfachsten geht und mit welchen Geräten miBaby-Mamis gute Erfahrungen gemacht haben, erfährst Du in unserem Beitrag.

Fläschchen, Nuckel sowie alle weiteren Utensilien, die Du beim Abpumpen oder Füttern nutzt und die in Kontakt mit dem Mund Deines Babys kommen, sollten in den ersten vier Monaten nach jeder Benutzung nicht nur gereinigt sondern auch sterilisiert werden. Sterilisieren bedeutet, die Dinge keimfrei zu machen. Es gibt verschiedene Arten diese Keimfreiheit zu erreichen. Wir erklären Dir, wie sie funktionieren und sagen Dir, worauf Du achten musst.

Sterilisieren – was ist das?

Willst Du Schnuller und Fläschchen sterilisieren, heißt das, sie sollen danach frei von Keimen sein. Bakterien, die sich an Schnuller, in Fläschchen oder Fläschchenaufsatz und anderen Utensilien gesammelt haben, werden abgetötet. Wie Du die Fläschchen letztlich sterilisierst, ist Dir überlassen. Es gelingt auf verschiedene Weise, das Prinzip ist jedoch immer dasselbe: Heißes Wasser oder Wasserdampf tötet die Keime ab.

Welche Wege zur Keimfreiheit gibt es?

Wie immer gibt es auch hier verschiedene Arten, den Mikroorganismen den Garaus zu machen. Die Sachen für Dein Baby können in einem Topf ganz simpel abgekocht werden. Die zuvor mit etwas Spülmittel gereinigten Utensilien zehn Minuten in sprudelndem Wasser auskochen. Dafür empfiehlt sich ein Extra-Topf, der nur zum Auskochen benutzt wird. Aber beim Herausnehmen darauf achten, dass Du dich nicht verbrühst. Der Nachteil: Das Auskochen ist aufwendig, häufig lagern sich in den Dingen Kalkreste ab.
Du kannst die Sachen auch automatisiert sterilisieren. Das funktioniert mit elektrischen Geräten, sogenannten Vaporisatoren oder elektrischen Dampfsterilisatoren verschiedener Anbieter. Steril werden Schnuller und Co. auch in speziellen Boxen für die Mikrowelle. Außerdem gibt es für unterwegs kleine Sterilisiertüten, mit denen Deine Utensilien in der Mikrowelle fix keimfrei gemacht werden können. Eine weitere Alternative ist die Kaltwasser-Sterilisation mit entsprechenden Sterilisiertabletten.

Wie funktionieren elektrische Dampfsterilisatoren?

Elektrische Vaporisatoren können bis zu sechs Fläschchen und manchmal auch noch die Nuckel fassen. Sie funktionieren ganz einfach mit Stromanschluss. Nachdem Du eine vorgegebene Menge Wasser eingefüllt hast, erhitzt sich die Flüssigkeit. Dies dauert nur wenige Minuten. Im Dampf werden die Baby-Utensilien dann in sechs bis zehn Minuten gereinigt. Es gibt Geräte, die sich nach einer bestimmten Zeit automatisch abschalten, wie beispielsweise den Nuk Vaporisator 2-in-1. Andere müssen händisch ausgeschaltet werden. Bei einigen informiert sogar eine digitale Anzeige über den Sterilisierstatus während des Vorgangs.

Die Preisspanne für diese elektrischen Geräte reicht von 35 bis 100 Euro. Manche der Sterilisatoren lassen sich später noch zum Dämpfen von Babynahrung verwenden. Ein Beispiel dafür ist das Babymoov Kochgerät Bébédélice.
Vorteile von elektrischen Sterilisiergeräten: Sie sind schnell angeschlossen, ihre Handhabung ist denkbar einfach. Fläschchen und Schnuller rein, Wasser eingefüllt, Knöpfchen gedrückt und das Gerät arbeiten lassen. Man benötigt also eine Steckdose und auch etwas mehr Platz in der Küche, denn die Geräte erreichen wegen ihres Fassungsvermögens manchmal eine etwas ausladende Größe.

Was musst Du bei der elektrischen Dampfsterilisation beachten?

Es muss immer genügend Wasser in das Gerät gefüllt werden. Auskunft über die korrekte Füllmenge gibt die Bedienungsanleitung. Ist zu wenig drin, stehen Deine Baby-Utensilien nicht lange genug im Dampf und die Keime können überleben. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Gerät oder die zu reinigenden Dinge beschädigt werden. Öffnet man das Gerät kurz nach dem Ende des Vorgangs, sollte man sich vor dem Wasserdampf in Acht nehmen. Außerdem wird die Fläche, auf der das Wasser in den Geräten erhitzt wird, sehr heiß. Auch hier ist kurz nach dem Sterilisiervorgang noch Vorsicht geboten. Kleiner Tipp: Das eingefüllte Wasser sollte entkalkt sein. Dies beugt Kalkresten in Schnullern & Co. vor und schont das Gerät.

Sehr schnell und praktisch: Sterilisieren in der Mikrowelle

Die Keimfreiheit in der Mikrowelle kann, je nach Mikrowellen-Sterilisator, schon nach zwei Minuten garantiert sein. Auch hier gibt es die Ausrüstung von verschiedenen Anbietern. Viele miBaby-Mamis schwören beispielsweise auf den Nuk-Mikrowellen-Vaporisator. Das Prinzip ist hier ähnlich wie bei der elektrischen Sterilisation. Die Mikrowellen-Vaporisatoren, die wie normales Mikrowellen-Geschirr aussehen und aus Kunststoff bestehen, werden einfach mit Wasser sowie den zu reinigenden Gegenständen gefüllt und in die Mikrowelle gestellt. Sie sind häufig günstiger als die Geräte, die außerhalb der Mikrowelle mit Strom arbeiten.

Jedoch solltest Du darauf achten, dass der Sterilisator in die Mikrowelle passt. Die Größe des Gerätes kann nämlich variieren und mit ihm die Anzahl der Utensilien, die in den Mikrowellen-Sterilisator hineinpassen. Praktisch ist der Sterilisator auf Reisen, jedoch muss eine Mikrowelle in der Nähe sein. Mikrowellen-Vaporisatoren bestechen durch ihren niedrigen Preis. Brauchst Du die Sterilisatoren nur für Schnuller, weil Du beispielsweise voll stillst, empfehlen sich Geräte, die ausschließlich dafür hergestellt wurden, wie etwa der Clevamama Mikrowellen-Sterilisator „Schnullerbaum“.

Sterilisieren unterwegs

Diese Varianten bieten sich an, wenn Du mit Deinem Schatz unterwegs bist: Wer Platz sparen möchte, für den hat beispielsweise Oasis Sterilisierbeutel zum Wegwerfen erfunden. Die Tütchen mit  Wasser befüllen, Utensilien nach dem Waschen hinein und nach kurzer Zeit hast Du keimfreies Equipment.  Zu der mobilen Sterilisier-Variante gehört auch das Sterilisieren mit Tabletten. Hierfür benötigst Du eine ausreichend große Schüssel mit Deckel und kaltes, abgekochtes Wasser. Die entsprechenden Tabletten gibt es beispielsweise von Suavinex im 36er-Pack. Sie müssen komplett im Wasser aufgelöst sein, dann können die Utensilien hineingelegt werden. Es ist darauf zu achten, dass sich keine Luftblasen in Fläschchen, Schnuller & Co. befinden. Nachdem die Schüssel mit dem Deckel bedeckt ist, das Equipment 30 Minuten “ziehen” lassen. Danach alles mit abgekochtem Wasser oder Trinkwasser ausspülen und Du hast wieder eine keimfreie Ausrüstung. Das Wasser aus der Schüssel kann bedenkenlos in den Ausguss gekippt werden.

Fazit

Es gibt jede Menge Möglichkeiten, Dein Baby-Equipment keimfrei zu halten und so Deinen Schatz vor Keimen zu schützen. Sei es elektrische Sterilisierung mit einem Gerät oder in der Mikrowelle oder die mobile Variante für unterwegs, Du hast die Wahl. Du solltest vor der Anschaffung überlegen, wieviel Equipment Du wirklich sterilisieren musst und wieviel Arbeit Du Dir machen möchest. Wir hoffen, wir konnten Dir mit diesem Beitrag einen guten Überblick verschaffen. Falls Du noch mehr über das Sterilisieren wissen möchtest, empfehlen wir Dir den miBaby-Artikel Nur rein oder auch keimfrei – alles Wichtige zum Thema Sterilisiergeräte.