Ernährung in der Schwangerschaft – worauf solltest Du besser verzichten?

Katharina

Du bist schwanger, doch plötzlich wirst Du beim Blick in Kühlschrank oder Speisekarte unsicher? Haben denn all die Essensmythen rund um die Schwangerschaft überhaupt ihre Berechtigung? Wir verraten Dir, was tabu ist und wo Du guten Gewissens zugreifen kannst.

Bei vielen Frauen geht die Schwangerschaft ganz automatisch mit einem größeren Appetit einher. Kein Wunder! Schließlich ist es nun besonders wichtig, das ungeborene Kind mit allem zu versorgen, was für seine Entwicklung notwendig ist. Dabei kommt es jedoch in erster Linie nicht auf die Quantität, sondern die Qualität der Mahlzeiten an. Schwangere sollten also vor allem auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten!

Guter Ratschlag oder Humbug?

Trotzdem kann es gut sein, dass Du bei der ein oder anderen Heißhungerattacke ins Schleudern kommst. Sollte ich das wirklich essen? Gibt es denn überhaupt Lebensmittel, mit denen ich meinem Baby schaden könnte? Schließlich hat man bereits das ein oder andere über die Ernährung in der Schwangerschaft aufgeschnappt und fragt sich, was davon nun wirklich stimmt. Zunächst einmal die gute Nachricht: Nicht alle kursierenden Essensregeln für Schwangere müssen auch wirklich in die Tat umgesetzt werden. Selbst wenn sie sich oftmals trotzdem sehr hartnäckig halten. Daher haben wir für Dich zunächst ein paar Lebensmittel gesammelt, bei denen wir Dir Entwarnung geben können.

Kaffee, Fastfood, Bohnen und Co.

Der heiß geliebte Kaffee ist während der Schwangerschaft absolut tabu? Zum Glück nicht. Denn hier kommt es vor allem auf die Menge an. Den Kaffee am Morgen oder beim Treffen mit Freundinnen kannst Du Dir also ruhig gönnen. Experten zufolge sind ein bis zwei Tassen Kaffee am Tag nämlich völlig in Ordnung.
Und auch das verpönte Fastfood sollte nicht übermäßig verteufelt werden. Tatsächlich solltest Du Dich überwiegend von frischen Lebensmitteln ernähren. Doch es schadet auch nicht, wenn Dein Liebster für Dich auf die Schnelle den Burger besorgt, auf den Du gerade so großen Hunger hast. Ein Tipp: Achte auf das richtige Maß.
Hast Du schon davon gehört, dass vielen Schwangeren von Hülsenfrüchten wie Bohnen und Linsen oder Lauchgewächsen wie Zwiebeln abgeraten wird? Hier gilt jedoch: Wenn Du sie gut verträgst und sie keine Blähungen oder Übelkeit bei Dir auslösen, spricht nichts gegen den Verzehr.

Abgepackt, roh oder alkoholhaltig?

Trotzdem gibt es durchaus einige Lebensmittel, bei denen während der Schwangerschaft unbedingte Vorsicht geboten ist. Keine Frage: Obst und Gemüse tun Mutter und Kind gut! Verzichten sollte man jedoch lieber auf abgepackte Fertigsalate und vorgeschnittene Früchte. Diese können mit Keimen belastet sein, die dem Baby schaden.
Auch Fleisch und Fisch im Allgemeinen liefern wertvolle Proteine, Jod und Eisen. Tatsächlich sollten Schwangere aber unbedingt die Finger von rohen oder nur kaltgeräuchertem Fleisch und Fisch lassen. Rotes Fleisch, Tatar, Sushi, Räucherlachs, Salami und Co. sollten also noch eine Weile nicht zu Deinem Speiseplan gehören. Denn auch hier ist das Risiko für gefährliche Keime einfach zu groß. Das gleiche gilt übrigens für unpasteurisierte Milchprodukte wie rohe oder halbgare Eier, Rohmilchcamembert oder Tiramisu. Beim Fisch sollte man außerdem besser ohne quecksilberbelastete Fischsorten wie Schwertfisch oder Merlin auskommen.
Absolutes Tabu während der Schwangerschaft: Alkohol. Auch wenn sich die Geister an dem einen Gläschen zum Anstoßen scheiden, raten Experten eindeutig vom Konsum von Alkohol während der Schwangerschaft ab. Denn Alkohol kann der Zellentwicklung von Babys schaden oder Komplikationen wie eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen. Aus Sicherheitsgründen empfehlen Ärzte in Deutschland Schwangeren daher einen absoluten „Nullkonsum“. Mehr dazu erfährst Du in unserem Ratgeber „Alkohol in der Schwangerschaft – wie gefährlich ist er wirklich?“

Auf einen Blick:

Checkliste Ernährung

Ernährung in der Schwangerschaft: Gar nicht so heikel wie gedacht!

Du siehst: Die Liste an wirklich bedenklichen Lebensmitteln fällt in Wahrheit doch ziemlich kurz aus. Daher kannst Du Deine Ernährung in der Schwangerschaft ruhig stressfrei angehen. Mit den wenigen No-Go’s im Hinterkopf und einer ausgewogenen Ernährung als Ziel wirst Du die Schwangerschaft auch essenstechnisch ganz bestimmt genießen können!