Erste Schritte, Lauflernhilfe und Co. – Womit kannst Du Dein Baby beim Laufenlernen unterstützen?

Marlen Greb

Dein Baby lernt laufen – ein Meilenstein in seiner Entwicklung. Es gibt viele Hilfen auf dem Weg zum selbstständigen Laufen. Einige sind sinnvoll und sehr zu empfehlen, wieder andere schaden leider fast mehr, als dass sie einen Nutzen bringen. Wir wollen Dir helfen, die richtigen Produkte für Dein Kleines zu finden.

Die ersten Schritte Deines Babys – wie aufregend! Es ist so wunderschön Dein kleines, hilfloses Menschlein auf dem Weg zur unabhängigen Persönlichkeit zu begleiten.

Auf dem deutschen Markt gibt es wahnsinnig viele Produkte, die Du angeblich uuunbedingt kaufen musst, damit Dein Kleines NOCH schneller und besser laufen lernt. Jede Lauflernhilfe behauptet, mehr zu „können“ als die andere.

Doch eins vorweg: Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus und keine Lauflernhilfe der Welt wird dafür sorgen, dass es mit Produkt X im Nullkommanichts laufen lernt.

Jedoch gibt es tatsächlich eine ganze Reihe an Produkten, die das kindgerechte Laufenlernen fördern können. Von anderen Produkten solltest Du lieber ganz die Finger lassen. Wir haben Dir im Folgenden unsere beliebtesten Dos & Don’ts in puncto Laufenlernen zusammengestellt:

Diese Produkte helfen Deinem Baby beim Laufenlernen und unterstützen es kindgerecht

Stoppersocken

Die erste Frage, die Du Dir stellen solltest, ist die: Worauf soll mein kleiner Schatz eigentlich das Laufen lernen. In den meisten Fällen wird das z. B. ein glatter Parkettboden sein.
Daher mag es einfach und banal klingen, aber vernünftige Anti-Rutsch-Socken wie die Falke Babysocken sind das A und O beim Laufenlernen. Dein Kleines erhält dadurch einen sicheren Stand, kann sich viel einfacher auf die eigenen Füße ziehen und rutscht bei den ersten Schrittchen nicht so leicht weg.

Schiebe- und Ziehtiere

Schiebe- und Ziehtiere sind klasse. Wenn Dein Kleines schon fleißig krabbelt und auch schon ein bisschen laufen kann, fühlt es sich durch die bunten Tierchen sicher animiert.

Denn die ersten Gehversuche machen doch deutlich mehr Spaß, wenn man einem lustigen Begleiter wie der Schiebespielzeug „Rattata“ folgen kann! Dein Kleines wird das bunte Spielzeug sicher quietschvergnügt vor sich herschieben wollen.
Die robuste Verarbeitung macht auch mal den einen oder anderen unfreiwilligen Ausflug gegen die nächste Zimmerwand mit, ohne sich gleich in alle Einzelteile aufzulösen.

Aber schieben ist selbstverständlich nur eine von zwei Möglichkeiten. Denn auch ziehen kann eine richtig tolle Beschäftigung für kleine Entdecker sein. Und ist das Hunde-Ziehtier von Franck & Fischer nicht auch noch total drollig?
Flitzt Dein Kleinkind voran, flitzt diese lustige Schnecke einfach hinterher. Dabei dreht sich die Spirale auf dem roten Schneckenhaus und sorgt für einen Effekt, der gerade bei kleinen Kindern für große Augen sorgt. Die wackelnden Fühler tun ihr Übriges.

Baby Pushing Cart With Building Blocks

Lauflernwagen

Zunächst: Das Wort Lauflernwagen ist auf keinen Fall falsch zu verstehen! Diese Wagen sind super, wenn Dein Kleines bereits ein bisschen laufen kann. Auf keinen Fall jedoch sollten sie früher benutzt werden – denn dann besteht Unfallgefahr!

Kann Dein Kind schon ein paar Schritte laufen, so sind Wagen wie der Haba Lauflernwagen aber ziemlich klasse. Die meisten können mittels einer eingebauten Bremse in der Fahrgeschwindigkeit angepasst werden (je nachdem wie flink Dein Kind schon ist). Das Festhalten am Wagen gibt Deinem Kleinen Sicherheit und es kommt stolz voran.

Laufrad

Läuft Dein Kind schon sicher, kannst Du anfangen, ihm ein Laufrad anzubieten. Hier kann Dein Kleines seine Koordination und seinen Gleichgewichtssinn trainieren. Laufräder gibt es zunächst mit vier Rädern, wie das My first Puky Laufrad, und wenn Dein Kind ganz sicher auf den Beinchen ist kann man auf ein Laufrad mit zwei Rädern wechseln.

Von diesen Produkten rund ums Laufenlernen solltest Du lieber die Finger lassen

Gehfrei

Sogenannte Gehfreis sind leider noch immer sehr weit verbreitet. Es handelt sich hierbei um ein Gerät, welches es einem – ggf. noch sehr jungen Kind – ermöglicht mobil zu sein. Das Kleine wird hierbei in eine Art Gurt gesetzt, die Füße – oftmals nur die Zehenspitzen – berühren den Boden und das Baby kann sich fortbewegen.

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Gehfrei

Oft haben die Kleinen den „Bogen schnell raus“ und können mit der Lauflernhilfe leicht größere Geschwindigkeiten erreichen, dabei tragischerweise aber auch vollständig die Kontrolle über das Gerät verlieren. Jedes Jahr kommt es zu teils schweren Unfällen in Zusammenhang mit diesen Lauflerngeräten. In einigen Ländern sind sie daher bereits verboten.

Das Problem beim Gehfrei ist Folgendes: Das oftmals noch sehr junge Kind wird viel zu früh – bevor es auch nur ansatzweise Laufen kann – in das Gehfrei gesetzt. Dadurch wird dem Kind vorgegaukelt, dass es laufen kann und die „Kontrolle“ hat. Ein gefährlicher Trugschluss! Denn die Kleinen sind mit dem Gehfrei mobil, ohne über die geistige Reife zu verfügen, mit dieser Mobilität auch umzugehen.

Türhopser

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Türhopser

Für Türhopser gilt im Grunde das Gleiche wie für Gehfrei’s auch – sie sorgen für mehr „Schäden“ am Kind, als dass sie der Beweglichkeit Deines Kleinen dienen.

Türhopser werden am Türrahmen befestigt. Auch hier wird das Kleinkind in eine Art Gurtsystem gesetzt und soll an einer elastischen Aufhängung im Türbereich hopsen. Wieder bewegt das Kind sich meist auf Zehenspitzen und wippt relativ bewegungseingeschränkt hin und her. Dadurch werden falsche Bewegungsmuster trainiert, die Wirbelsäule wird gestaucht – es drohen Rücken- und Hüftfehlstellungen. Zudem ist auch bei Türhopsern eine hohe Unfallgefahr gegeben. Das kleine Kind kann vornüber kippen oder beim schwungvollen Hüpfen gegen den Türrahmen knallen.

Also: Augen auf beim Kauf der Lauflernhilfe!

Du sieht: Der Markt ist wirklich riesig. Ich möchte aber nochmal ganz dringend darauf aufmerksam machen, sich vorm Kauf wirklich gründlich zu informieren, ob die Lauflernhilfe wirklich Sinn macht und nicht eher schädlich ist. Denn auf den Markt gebracht werden Gehfrei, Türhopser und Co. tragischerweise ja auch weiterhin fleißig…

1 Kommentar – Jetzt lesen
  1. Hallo, ich habe so eben euren Bericht gelesen.Hm, also ich bin Zwillingsmama und meine Zwerge sind 1 Jahr alt geworden.
    mein Sohn macht bereits erste Schritte an den Händen und meine Tochter steht wie eine eins aber laufen tut sie maximal 3 Schritte, dann geht es mehr ins springen und spielen über
    beide Kinder stehen und bewegen sich aber auf der gesamten Fußsohle
    ich habe letzte Woche zwei Geräte der Sorte Gehfrei geholt
    die Kinder haben Spaß daran, bewegen sich sehr langsam fort und ich nutze sie eigentlich mehr als alternative zum LaufGitter.also sie sind nur mehrere Minuten täglich in den Geräten
    ich denk jede Mutti sollte für sich und ihr Babe selbst abwiegen können und müssen was richtig ist.
    Ich kann bislang nur positiv über die Geräte der Sorte Gehfrei berichten
    Danke und alles liebe