Freundschaft nach einem Baby: 5 Tipps, um Deine kinderlosen Freundinnen nicht zu verlieren

Katharina

Eine gute Freundschaft will gepflegt werden. Doch Dir fällt genau das schwer, seitdem Du Mama geworden bist? Wir haben Tipps für Dich, wie die Beziehung weiterhin bestehen bleibt. Besonders zu Freundinnen, die selbst noch keine Kinder haben.

Freunde begleiten Dich hautnah durchs Leben. Da wird gemeinsam gelacht, geweint, sich gestritten, versöhnt und bedingungslos unterstützt. Kaum einer möchte seine Freunde mehr missen. Doch ist Dir schonmal aufgefallen, wie Freundschaften sich fast wie von selbst verändern, wenn die eigenen Lebensumstände sich in eine neue Richtung entwickeln? Vielleicht erinnerst Du Dich noch daran, wie es zum Beispiel war als Du mit Deinem Partner zusammengekommen bist. Im Gegensatz zur Single-Phase blieb auf einmal viel weniger Zeit für die besten Freundinnen. Auch die Gesprächsthemen änderten sich. Kommt später sogar ein Baby dazu, wird die Freundschaft auf eine noch härtere Probe gestellt. Wir verraten Dir, wie die Frauenfreundschaft trotzdem bestehen bleibt. Selbst wenn Du gerade Mama geworden bist, Deine Freundin hingegen noch kinderlos ist.

Den Kontakt halten

Kaum ein Lebensabschnitt ist so intensiv wie das Wochenbett. Wie schön diese Kennenlernzeit auch ist, sie hat es auch stresstechnisch ganz schön in sich. An lange Telefonate oder ausgedehnte Café-Besuche ist da erstmal gar nicht zu denken. Aber selbst für eine kurze WhatsApp-Nachricht fehlt frischgebackenen Mamas in dem ganzen Trubel oft die Gelegenheit. Oder die Stilldemenz tut ihr übriges und man vergisst immer wieder aufs Neue, sich bei seinen Freundinnen zu melden. Leider bleibt mit kleinen Kindern auch im Anschluss die Freizeit oftmals knapp.

Wenn Deine Freundin selbst noch kein Kind hat, wird es ihr vermutlich schwer fallen, dies richtig einzuordnen. Das Risiko ist groß, dass sie die Funkstille darauf bezieht, dass sie Dir nicht mehr so wichtig ist wie früher. Nun geht es darum, ihr das Gegenteil zu beweisen. Erkläre Deiner Freundin ganz offen und ehrlich, wieso Du so selten von Dir hören lässt. Zeige Ihr dann aber trotzdem, wie wichtig Dir Eure Freundschaft ist, indem Du dennoch versuchst Dich in regelmäßigen Abständen bei ihr zu melden. Selbst wenn es mal nur ein kurzes Lebenszeichen ist.

Bewusste Wahl der Gesprächsthemen

Ist das Baby erstmal da, dreht sich alles nur um das kleine neue Familienmitglied. Baby hier, Baby da: Als Mama kann man kaum mehr an etwas anderes denken. Vielleicht wird Deine kinderlose Freundin das am Anfang auch noch ganz unterhaltsam finden. Doch mit der Zeit kann es sehr gut sein, dass der ganze Baby-Talk ihr langsam, aber sicher auf die Nerven geht. Gerne würde sie sich auch einfach mal über all die Themen unterhalten, die Euch beiden früher wichtig waren. Außerdem fühlt sie sich schnell mal außen vor, weil sie beim Thema Baby einfach noch nicht richtig mitreden kann. Das macht aus ihr noch lange keine schlechte Zuhörerin oder Freundin.
Stattdessen ist Dein Feingefühl bei der Wahl der Gesprächsthemen gefragt. Versuche doch auch mal ganz bewusst das Thema Kinder komplett wegzulassen. Du wirst sehen, dass das nicht nur Deiner Freundschaft, sondern auch Dir selbst gut tut, weil Du so mal auf andere Gedanken kommst. Auf gar keinen Fall solltest Du jedoch Gesprächsthemen domieren lassen, die Deiner Freundin auf Dauer unangenehm sind. Als Zeichen Deines guten Willens ist es besser, sich auch wieder mal nach den Geschichten und Problemen Deiner Freundin zu erkundigen. Zeige aufrichtiges Interesse. Selbst wenn Dir Dinge wie „Stress auf der Arbeit“ oder auch „Langeweile“ gerade im Vergleich zu Deinem eigenen schlauchenden Alltag klein oder nichtig vorkommen.

Kinderfreie Verabredungen

Was ist eigentlich, wenn ein Teil Deiner Freunde nichts mit Kindern anfangen kann bzw. eher darauf bedacht ist, Zeit mit Dir alleine zu verbringen? Auch das muss kein Grund dafür sein, den Kontakt vollkommen abzubrechen. Versetze Dich doch auch mal in ihre Lage. Plötzlich ist alles anders, man kann nicht mehr einfach so spontan etwas mit Dir unternehmen, Deine Interessen haben sich zum Teil geändert. All das sind Dinge, an die sich Deine Freunde erst einmal gewöhnen müssen. Und für sie ist das auch nicht immer leicht. Wenn Du Deine kinderlose Freundin trotzdem nicht verlieren willst, ist es wohl das Beste ihr eine innige Beziehung zu Deinem Baby nicht aufzuzwingen. Das kommt mit der Zeit eventuell von ganz alleine. Vielmehr ist es dann ein Beweis Deiner Freundschaft, wenn Du Dich solidarisch zeigst, indem Du immer, wenn es möglich ist und Dir danach ist, einen Babysitter suchst und ihr einfach mal alleine das unternehmt, was Deine Freundin sich gerne wünscht.

Integration in die Familie

Wenn Deine Freundin Dein Kind sehr mag und auch gerne Zeit mit ihm verbringt, dann ist es oftmals einfacher. Da kann man die Freundschaft pflegen, indem man oft zu dritt Dinge unternimmt oder sie einfach zu sich nach Hause einlädt. Dann stört das Baby nicht, sondern ist ein willkommenes neues Mitglied der Freundschaft. Besonders schön ist es, wenn Du Deine kinderlose Freundin richtig in die neue Familie mit einbeziehst. Mache ihr klar, dass sie als ,,Tante“ wichtig für Dein Baby ist. Und wenn Du ihr dann auch mal Verantwortung überträgst, d.h. sie babysitten, Windeln wechseln, das Fläschchen geben lässt, zeigst Du Deiner Freundin, dass Du ihr so sehr vertraust, dass Du ihr sogar Dein Baby anvertraust. Selbst wenn sie noch gar nicht allzu viele Erfahrungen mit Kindern hat. Findest Du zusätzlich noch Zeit für entspannte Gespräche, dann kann Eure Freundschaft mit der Zeit sogar noch schöner und intensiver werden als vor der Geburt Deines Kindes.

Gegenseitiges Verständnis

Der Freundschaftstipp schlechthin ist jedoch: Egal was Du tust, versuche Dich immer so gut wie es geht, in die Lage des anderen hineinzuversetzen. Eure Welten unterscheiden sich von einen Tag auf den anderen sehr stark voneinander. Denn ein Baby verändert so einiges. Dir kommt es vor, dass der normale Alltag ohne Kind Ewigkeiten zurückliegt. Deine kinderlose Freundin hingegen weiß nur vom Hörensagen, wie es mit einem Baby zuhause so ist. Da hilft es, bewusst inne zu halten und darüber nachzudenken, wie der andere sich gerade fühlen mag. Noch besser: Offen und ehrlich nachfragen oder auch mal von selbst liebevoll darauf hinweisen, wenn etwas gerade schief läuft. So ist die Beziehung zu Deiner kinderlosen Freundin auch nach Deinem eigenen Nachwuchs nicht zum Scheitern verurteilt!