Frühgeburt Besonderheiten – Fakten, Tipps und Expertenwissen

Anja Lazar

Manchmal geht es schneller als erwartet- und ein Baby kommt nicht nach 40 Wochen sondern viel früher zur Welt. Was bedeutet das für das Frühchen und seine Eltern? miBaby hat sich informiert und alles Wissenswerte für Dich zusammen zu tragen.

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Wann ist ein Baby „zu früh“ und warum birgt das Risiken?

Frühchen Winteroverall, Nursery Time

Nursery Time, Frühchen Winteroverall

Normalerweise dauert eine Schwangerschaft 40 Wochen- kommt ein Baby vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt, spricht man von Frühgeburt. 9,2% der in Deutschland geborenen Kinder sind Frühchen oder Frühgeborene, das sind 60.000 pro Jahr.

Dabei ist jede Woche, die das Ungeborenen im Bauch seiner Mutter bleibt, wichtig für seine Überlebenschancen. Babys, die in der 24. Schwangerschaftswoche geboren werden wiegen etwa 600 Gramm und sind 30 cm groß. Ihre Chance liegt bei 67%- in der 27. Schwangerschaftswoche schon bei 95%!

Foto 2Soweit die Theorie. Doch wie ist es, eben noch schwanger und dann plötzlich Mama eines Frühchens zu sein?

miBaby hat mit Dr. Michael Ehlen, Neonatologe und Intensivmediziner, zum Gespräch getroffen. Nachlesen kannst Du das im Frühchen Interview: „Hightechmedizin statt Bauch- was bedeutet das für Dein Frühchen und Dich als Mama?„. Er informiert aus seiner Berufserfahrung zu Frühgeburt Besonderheiten.

Ursachen für eine Frühgeburt

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Careplan VPH Testhandschuh

Zu vorzeitigen Wehen mit oder ohne Blasensprung kann es aufgrund verschiedener Ursachen kommen. Mit etwa 50% sind Infektionen, die über die Scheide aufsteigen, ein Grund. Infektionen können Wehen auslösen und dadurch eine Gebärmutterhals-Schwäche verursachen. Gibt es eine Infektion am Muttermund, kann diese mit Antibiotika behandelt werden.

Damit das aber erst gar nicht nötig ist, macht Dein Gynäkologe oder die Vorsorgehebamme regelmäßig zwischen der 12. und 32. Schwangerschftswoche Abstriche, bei dem der pH-Wert  ermittelt wird. Dieser gibt schnell und einfach an, ob alles in Ordnung ist: da der ph-Wert der Scheide  normalerweise zwischen 4,0 und 4,4 liegt, deutet ein höherer Wert auf eine Störung des Scheidenmilieus hin, wodurch es leichter zu bakteriellen Infektionen kommen kann. Wenn Dir die Kontrollen bei den Vorsorgeuntersuchungen nicht ausreichen, gibt es auch Testsets für daheim.

Sagella med, Waschlotion

Sagella med, Waschlotion

Vorbeugen kannst Du

einer Infektion- in Absprache mit Deinem Gynäkologen oder Deiner Vorsorgehebamme- mit Waschlotionen, die Milchsäure enthalten oder Produkten mit Milchsäurebakterien. Präparate mit Milchsäure sind sinnvoll, wenn in der Scheide noch ausreichend Milchsäurebakterien vorhanden sind, und die noch vorhandene Scheidenflora durch Ansäuerung unterstützt werden soll. Die Anwendung von Milchsäurebakterien ist sinnvoll, wenn die Scheidenflora nachhaltig gestört ist und wieder hergestellt werden soll.

Weitere Ursachen vorzeitiger Wehen können Stress, Rauchen, Fehlanlage der Plazenta oder zu starke Dehnung der Gebärmutter sein, wie eine Mehrlingsschwangerschaft, zu viel Fruchtwasser oder Myome in der Gebärmutter sie verursachen können.

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mibabyWarnhinweise auf eine drohende Frühgeburt nach E. Saling

Wenn Du eine oder mehrere der folgenden Besonderheiten feststellst, solltest Du Dich so bald wie möglich mit Deiner frauenärztlichen Praxis in Verbindung setzen: wiederholte Messung mit Testhandschuh eines Scheiden-pH-Wertes von 4,7 oder höher, Schmierblutungen, übelriechender oder stark vermehrter Ausfluss, auffallend häufiges Wasserlassen oder Brennen beim Wasserlassen, Juckreiz oder Brennen in der Scheide oder im äußeren Intimbereich, Fieber oder Durchfall können Anzeichen für eine Frühgeburt sein. Egal in welchem Alter Du bist.

Vorzeitige Wehen können sich so zeigen:

  • stärkere menstruationsähnliche Beschwerden
  • Ziehen in den Leistenbeugen oder im unteren Rücken
  • vorübergehendes, wiederholtes Hartwerden des Unterbauches
  • die Beschwerden treten häufiger als 2 mal pro Stunde oder häufiger als 10 mal über den ganzen Tag verteilt auf