Geburtserlebnisse – die schönsten Geschichten unserer miBaby-Mamis

Nora

Unsere miBaby-Mamis haben uns ihre schönsten Geburtserlebnisse geschickt. Hier sind unsere Favoriten.

Geburtserlebnisse – die schönsten Geschichten unserer miBaby-Mamis

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Birgit: Quietschende Reifen statt Kliniktasche

My captured pictureEs ist zwar schon etwas her, aber noch heute muss ich schmunzeln, wenn ich daran denke, wie 1978 unsere Tochter geboren wurde. Ich wachte morgens auf und bemerkte, dass meine Fruchtblase geplatzt war. Es war schon vorher ausgemacht, dass mein Vater mich in die Klinik fährt. Aber obwohl er es schon vorher wusste, war er an dem Tag dann trotzdem total fertig und hatte große Panik, dass das Baby schon im Auto zur Welt kommt. Er war so hektisch und konnte mich vor der Klinik gar nicht schnell genug aus dem Auto bekommen. Gerade aus dem Auto ausgestiegen, hörte ich schon die quietschenden Reifen und ich winkte meinem Vater nur noch etwas verstört nach. Er ist sofort wieder durchgestartet – unglücklicherweise mit meiner vollgepackten Kliniktasche im Kofferraum. Unsere Tochter hat davon natürlich nichts mitbekommen, sie kam dann nach anderthalb Stunden ohne Probleme auf die Welt.

Natascha: Heißhunger statt Wehen

Natascha MaciejewskiIch war zu Hause, als die Wehen plötzlich einsetzten. Mein Partner fuhr mich sofort in das nächstgelegene Krankenhaus. Dort angekommen, versicherten mir die Krankenschwestern, dass alles in Ordnung sei und ich ruhigen Gewissens wieder nach Hause fahren könne. Also machten wir uns etwas erleichtert auf den Weg, doch als ich gerade einen Schritt aus dem Krankenhaus gemacht hatte, begann ich zu bluten. Mein Partner rief geistesgegenwärtig ein Taxi und ließ uns in ein anderes Krankenhaus fahren.

Ich wurde von einer Hebamme empfangen, die mich sofort untersuchte. Es stellte sich heraus, dass der Kopf meines Sohnes schon im Geburtskanal steckte, mein Muttermund weit aufgerissen war und die Fruchtblase viel zu groß war. Also brachte die Hebamme meine Fruchtblase zum Platzen. Alles, was ich danach verspürte, war ein Druckgefühl. Keine Schmerzen, keine Wehen! Die Hebamme war sehr verwundert, da Frauen in solchen Situationen meist vor Schmerzen kaum sitzen können. Bei mir war das irgendwie anders! Das einzige, was mir fehlte, war etwas Essbares. Ich hatte so großen Hunger, dass ich es immer wieder sagte und die Hebammen sich mittlerweile vor Lachen kugelten.

Um 8.04 Uhr erblickte mein kleiner Raphi ohne Tränen und Schmerzen das Licht der Welt. Zudem hatte er mit 2300 g Gewicht und 47 cm Größe exakt die gleichen Körpermaße wie ich damals als Baby. Heute ist mein Sohn drei Jahre alt und hasst Süßes, was ich super finde, weil ich den Verdacht hatte, dass er – genau wie seine Mutter – Süßigkeiten über alles lieben würde.

Dominik: Polizeieskorte statt Knöllchen

Dominik MüllerDamals gingen bei meiner Partnerin die Wehen los. Ich fuhr mit dem Auto vor, ließ sie einsteigen und drückte vor lauter Aufregung auf das Gaspedal. Vielleicht ein bisschen zu fest, denn plötzlich sah ich nur noch einen hellen Blitz und dann einen Polizisten, der er mich aus dem Verkehr zog.

Ich dachte nur: „Das kann doch jetzt nicht wahr sein!“, kurbelte die Fensterscheibe herunter und erklärte etwas hektisch, dass bei meiner hochschwangeren Frau die Wehen eingesetzt hatten. Der Polizist zeigte auf seinen Kollegen im Dienstwagen gegenüber und forderte mich auf, ich solle ihm folgen. Und dann war alles wie im Film: Ich bekam eine richtige Polizeieskorte mit Blaulicht bis zum Krankenhaus. Letztlich war ich 20 Stundenkilometer zu schnell, aber ich musste die Strafe bis heute nicht bezahlen.

Nina: Prinzessinnen-Zimmer adé!

Nina ZiemeIch erinnere mich noch ganz genau an die Babyparty – ein Mädchentraum ganz in Pink und Rosa. Nur eine Woche später war es dann soweit, meine Fruchtblase platzte und ich machte mich schnell auf den Weg ins Krankenhaus, denn unsere Lina wollte endlich zu uns auf die Welt. Es war eine mehrstündige Geburt, die mir alles abverlangte. Schließlich entschieden sich die Ärzte für den Einsatz der Saugglocke. Schwupps, da war ER! Ja, wir konnten unseren Augen kaum glauben – es war ein kleiner Junge, den ich da zur Welt gebracht hatte. Mit Entsetzen dachte ich an unser liebevoll eingerichtetes Prinzessinnen-Kinderzimmer und die vielen Bodys und Kleidungsstücke in Pink und Rosa. Armer Ben! So hieß nämlich jetzt unser kleiner Schatz, der ursprünglich eine Lina werden sollte. Drei Ärzte hatten bei den zahlreichen Untersuchungen tatsächlich etwas übersehen. Nicht nur das, unser Ben hatte auch eine Lippenspalte und trotzdem waren und sind wir noch immer überglücklich über unseren süßen Ben.

Eva: Geplanter Kaiserschnitt? Nicht mit Fabian! 

Eva_groß„Dann nehmen wir doch den 25. Oktober“, sagte meine Frauenarzt und notierte die Geburt unseres Sohnes im Terminkalender. Mein Mann und ich nickten enttäuscht. Der kleine Schatz in meinem Bauch hatte sich vor Wochen entschlossen, lieber mit dem Kopf nach oben zu liegen und sich auch gegen eine Wende von außen hin gewehrt. Also: Kaiserschnitt. Und da der Fruchtwasser-Stand auch nicht mehr optimal war, empfahl mein Frauenarzt, den jungen Mann bald zu holen. Dieses feste Datum für einen Kaiserschnitt machte uns irgendwie Bauchschmerzen. Zwar hatten wir uns bewusst für die Geburtsbegleitung durch dieses erfahrenen Frauenarzt entschieden, aber so ein geplanter Kaiserschnitt hat doch etwas sehr technisches. Dachte auch unser kleiner Junge: Denn drei Tage vor dem geplanten Termin platzte abends plötzlich meine Fruchtblase. Und mit Beckenendlage heißt es dann: sofort hinlegen, Krankenwagen rufen. Wir hatten den gesamten Tag damit verbracht, die letzten Vorbereitungen im Kinderzimmer zu treffen – nur eins hatte ich auf später verschoben: das Packen der Kliniktasche. Also fuhren wir ziemlich unvorbereitet ins Krankenhaus, wo ich zwei Stunden nach Platzen der Fruchtblase bereits Fabian im Arm halten konnte. Wir waren überglücklich, dass sich unser Süßer doch noch sein eigenes Geburtsdatum ausgesucht hatte. Außer unseren Eltern konnten wir jedoch niemanden über die „Spontan“-Geburt informieren. Denn bei unseren beiden Handys war der Akku komplett leer!

Julia: Bruchlandung mit Happy End

Julia HermannJede Frau empfindet die Geburt ihres ersten Kindes als etwas ganz Besonderes – auch für mich war es das schönste Erlebnis meines Lebens.
Ich würde mich als junge und verrückte Frau beschreiben und da war es nicht verwunderlich, dass auch die Geburt und alles drum herum irgendwie chaotisch verliefen. Für mich war es das erste Mal, also wusste ich nicht, wie es sich anfühlt, wenn die Wehen beginnen oder die Fruchtblase platzt. Und so – wie sollte es anders kommen – habe ich nicht gemerkt, dass meine Fruchtblase mittags längst gesprungen war. Ich entschied mich, völlig nichtsahnend, für ein kleines Nickerchen. Auch als ich wieder wach wurde, hatte ich nicht das Gefühl, dass mein kleiner Schatz endlich auf die Welt kommen wollte. Ganz im Gegenteil: Ich verspürte mittlerweile, dank des Schläfchens gut ausgeruht, den Drang, unsere komplette Wohnung zu saugen. Gut, ich habe einen kleinen Putzfimmel! Währenddessen spürte ich jedoch endlich erste Wehen, also rief ich meinen Bruder an. Da er quasi auf Abruf war, dauerte es nicht lange, ehe er vor der Tür stand und mich einsammelte. Völlig gestresst und unter Druck fuhr mein Bruder prompt in eine Baustelle. Es ging durch Schlaglöcher und ich habe jeden einzelnen Stein gespürt, über den wir gefahren sind. Ich dachte wirklich, ich müsste meinen kleinen Fratz direkt dort mitten in einer Baustelle auf einer gesperrten Straße zur Welt bringen. Eine Horrorvorstellung für mich als Erstgebärende, eine super lustige Aktion hingegen für alle Mitfahrer im Auto, die sofort ihre Handys zückten und gespannt alles festhielten. Mittlerweile kann ich drüber lachen, aber damals völlig erledigt und mit Schmerzen, fand ich es gar nicht witzig. Als wir endlich im Krankenhaus waren, ging es ganz schnell, nach nur 40 Minuten war der kleine Liam da!