Geburtsvorbereitung und Checkliste für Deine Kliniktasche

Nathalie Ortner

Du kannst es kaum noch erwarten. Es sind nur mehr wenige Wochen bis zur Geburt und langsam wird die Schwangerschaft schon ziemlich beschwerlich und mühsam. Der Tag X rückt immer näher und Deine Sehnsucht wird immer größer, Dein Baby das erste Mal im Arm zu halten, um es zu herzen und zu küssen. Wir zeigen Dir, wie Du Dich gut auf die Geburt vorbereitest und womit Du die Tasche für Deinen Klinikaufenthalt bestücken solltest.

Bestimmt hast Du schon das Kinderzimmer liebevoll gestaltet, Babys Kleidung gewaschen, sorgfältig in seinen Kleiderschrank geräumt und alle Pflegeprodukte in die Wickelkommode gestellt. Ungefähr sechs Wochen vor der Geburt solltest Du auch die Kliniktasche fertig gepackt haben, damit sie bereit steht, wenn es losgeht. Falls Du sie noch nicht gepackt hast, findest Du am Ende dieses Artikels eine nützliche Checkliste.

Gerade in den letzten Wochen der Schwangerschaft kreisen die Gedanken fast ausschließlich um das Thema Geburt. Wann geht es endlich los? Sind die Wehen sehr schmerzhaft? Was kommt auf mich zu? Wie merke ich, dass es losgeht? Was kann ich effektiv dazu beitragen, damit die Geburt leichter wird?

Es gibt tatsächlich ein paar Dinge, die Du schon vorher machen kannst um Deinen Körper auf die Geburt vorzubereiten.

Akupunktur

Immer mehr Frauen schwören auf Akupunktur zur Geburtsvorbereitung. Schließlich soll sich dadurch die Geburtsdauer beachtlich verkürzen. Außerdem sorgt die geburtsvorbereitende Akupunktur dafür, dass die Geburtswehen weniger schmerzhaft empfunden werden und die Austreibungsphase zielgerichteter ist. Mit der Akupunktur sollte vier Wochen vor Geburtstermin begonnen werden. Sie wird in manchen Krankenhäusern angeboten. Sollte sie in Deiner Wunschklinik nicht angeboten werden, weiß Dein Frauenarzt gewiss ein paar Stellen, wohin Du Dich wenden kannst.

Dammmassage

Damit das Gewebe zwischen Scheide und After geschmeidig gemacht wird, empfiehlt es sich regelmäßige Dammmassagen in den letzten Wochen vor der Geburt durchzuführen. Durch diese Massagen ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass der Damm durch den Dehnungsvorgang bei der Geburt reißt. Außerdem erleichtert es dem Kind den Weg durch den Geburtskanal. Für die Dammmassage ist das „Happy Mum“ Dammöl von Martina Gebhardt sehr empfehlenswert. Regelmäßig 4–5 Wochen vor der Geburt damit eingerieben, sorgt es für mehr Elastizität des Gewebes.

 

Himbeerblättertee

Der Himbeerblättertee von Sonnentor ist ein wahrer Geheimtipp. Er lockert die Beckenmuskulatur und entschlackt den Körper. Außerdem wirkt Himbeerblättertee wehenfördernd und kann insgesamt den Geburtsvorgang erleichtern. Der Tee sollte jedoch nicht vor der 34. SSW getrunken werden, da sich der Muttermund sonst frühzeitig öffnen kann. Auch im Wochenbett kann man von diesem Tee profitieren, da er den Darm anregt und dadurch den Körper entgiftet und entschlackt.

 

Wann geht es los?

Gehörst Du zu den Frauen, die einen Blasensprung haben, darfst Du keinesfalls selber in die Klinik fahren. In dieser Situation ist es wichtig Ruhe zu bewahren, die Rettung anzurufen und Dich bis zu ihrem Eintreffen bequem hinzulegen. Allerdings kündigt sich die Geburt nicht bei jeder Frau durch einen Blasensprung an. Oftmals muss die Fruchtblase erst im Krankenhaus geöffnet werden. Wenn Deine Wehen jedoch regelmäßiger werden und cirka alle 5 – 10 Minuten auftreten, solltest Du Deine Kliniktasche schnappen und Dich auf den Weg ins Krankenhaus machen.

Was passiert im Kreißsaal?

Falls es Dein erstes Kind ist, machst Du Dir sicher Gedanken, wie eine Geburt im Krankenhaus abläuft. Angst davor musst Du aber keine haben. Nach Deiner Ankunft im Krankenhaus wird ein kurzes Aufnahmegespräch und eine CTG-Kontrolle durchgeführt, Dein Urin untersucht und der Blutdruck kontrolliert. Falls Du mit Wehen im Krankenhaus eintriffst, wird mittels einer gynäkologischen Untersuchung festgestellt, ob Dein Muttermund schon geöffnet ist und im Zuge eines Ultraschalls kontrolliert, ob das Köpfchen des Babys schon richtig liegt. Meistens wird auch ein Zugang in die Hand gesetzt, falls Du später Medikamente benötigst oder Schmerzmittel möchtest. Es kann auch sein, dass Dir ein Einlauf gegeben wird um den Enddarm zu entleeren. Das fördert die Wehentätigkeit und schafft mehr Platz für das kleine Köpfchen Deines Babys.

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Wichtig: Beim Aufnahmegespräch solltest Du der Hebamme unbedingt mitteilen, ob Du eine PDA (Periduralanästhesie) ins Auge gefasst hast. In diesem Fall wirst Du vorher über den Verlauf und eventuelle Risiken aufgeklärt und musst ein Formular ausfüllen und unterzeichnen. In manchen Krankenhäusern ist es möglich, das Formular schon vorher auszufüllen, damit Du Dich während der Wehen ausschließlich auf die Geburt konzentrieren kannst. Außerdem muss für das Setzen der PDA auch immer ein Anästhesist anwesend sein. Solltest Du keine PDA wünschen und dennoch nicht auf Schmerzmittel verzichten wollen, gibt es auch homöopathische Medikamente und entkrampfende Zäpfchen. Am besten Du informierst Dich bei Deinem Krankenhaus, was dort alternativ zur PDA angeboten wird.

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Packing travel bagFalls Du Deine Kliniktasche noch nicht gepackt hast, haben wir hier eine Checkliste für Dich vorbereitet.

Das gehört in die Kliniktasche:

  • Jogginganzug
  • Hausschuhe
  • Bademantel
  • 1-2 Still-BH’s + Stilleinlagen
  • 2 weite Nachthemden
  • 2-3 weite Oberteile, vorzugsweise mit Stilleingriff oder Knopfleiste
  • 3 Paar Kuschelsocken
  • Pflegeartikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgel, Shampoo, Hautcreme, Lippenpflegestift, Haargummis und Haarbürste)
  • Make-Up + Wattepads und Reinigungsmilch (falls Du Dich für den Besuch ein bisschen hübsch machen möchtest)
  • Handy + Ladegerät
  • 1 gutes Buch oder Zeitschrift
  • Müsliriegel und Traubenzucker (die Geburt kann lange dauern)
  • 1 Wasserflasche
  • Kleingeld

In den meisten Krankenhäusern bekommen Babys während des gesamten Klinikaufenthalts Kleidung, Windeln und Feuchttücher kostenlos zur Verfügung gestellt. Du benötigst also nur ein paar Dinge für den Heimweg.

  • 1 Body (langarm)
  • 1 Strampelanzug
  • 1 Strumpfhose (Winter)
  • 1 warme Mütze (Winter) oder 1 leichte Kopfbedeckung (Sommer)
  • 1 Spuckwindel
  • 1 Paar Söckchen
  • 1 Jäckchen (Sommer) oder 1 Schneeanzug (Winter)
  • 1 kuschelige Babydecke
  • 1 Windel
  • 1 Spieluhr für die Heimreise
  • 1 Schnuller (wer Schnuller geben mag)
  • 1 Babyschale für das Auto oder Kinderwagen bzw. Tragetuch für den Fußweg

 

Wichtig: Wenn die Babyschale auf dem Beifahrersitz transportiert wird, muss der Airbag ausgeschaltet werden!

Jetzt kann Dein Baby bald kommen, oder? Wir wünschen Dir noch ein paar angenehme und hoffentlich nicht allzu beschwerliche Wochen bis zur Geburt und gratulieren ganz herzlich, wenn es dann losgeht!

Autor: Nathalie Ortner

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