Grippe-Impfung – gerade für Schwangere besonders wichtig

Marlen Greb

Winterzeit ist Grippezeit. Und wenn schon eine normale Erkältung Stress für Körper und Geist bedeutet, dann ist eine Grippe doppelt gemein – vor allem in der Schwangerschaft.

Und eine „richtige“ Grippe ist natürlich nicht nur gemein – sie kann durchaus auch gefährlich werden. Besonders immungeschwächte Menschen – zu denen eben auch Schwangere zählen – sind anfälliger.

Was sind die Symptome der „echten Grippe“?

Mit „echter Grippe“ ist die Influenza gemeint. Im Gegensatz zu einem grippalen Infekt, der relativ harmlos ist, ist die Influenza eine ernsthafte Erkrankung, bei der es zu schwerwiegenden Komplikationen wie zum Beispiel einer Muskel-, Herz- oder Gehirnentzündung kommen kann.

Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Schwäche, Abgeschlagenheit treten in der Regel vom einen auf den anderen Tag auf. Man fühlt sich „ganz plötzlich“ sehr, sehr schlecht. Zudem kann es mehrere Wochen dauern bis man sich wieder vollständig erholt hat. Zusätzlich besteht das Risiko einer bakteriellen Infektion, da der Körper durch den Grippevirus geschwächt ist. Wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt es nicht. Man kann den Körper nur unterstützen – letztlich muss er jedoch allein mit den Erregern fertig werden.

Grippe-Impfung in der Schwangerschaft also ein Muss?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit 2010 allen gesunden Schwangeren, sich ab der 13. Schwangerschaftswoche gegen die Influenza impfen zu lassen.

Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für den 3-fach-Wirkstoff. Möchte man die 4-fach-Impfung, so muss man möglicherweise zuzahlen.

Als besonders positiv ist auch anzumerken, dass die Grippeimpfung zusätzlich auch das Kind nach der Geburt schützt. Denn während der Schwangerschaft werden durch die Plazenta Abwehrstoffe auf das Baby übertragen, die in den ersten Lebensmonaten einen gewissen Schutz vor der Influenza bieten.

Welche Risiken gibt es beim Impfen?

Wie bei anderen Impfungen auch, kann es zu einer Rötung der Einstichstelle und leichten „Krankheitsgefühlen“ in den ersten Tagen nach der Impfung kommen. Ganz wichtig zu wissen: Dein Baby ist nicht gefährdet, da es sich bei der Impfung um einen Totimpfstoff handelt.

Ob Du die Impfung als ein Muss betrachtest, musst Du für Dich abwägen. Sie wird wie gesagt empfohlen. Du allein entscheidest jedoch, ob Du schlussendlich drauf verzichten kannst.