Hallo Baby! Die 5 nervigsten Besuchs-Typen

Nora

Dein Kind ist endlich da und anstatt Ruhe bekommst Du die volle Dröhnung Verwandtschaft. Wir sagen Dir, was Dir beim ersten Babybesuch bevorsteht.

Nach einer stressigen Geburt und einer mehrtägigen Tortur im Krankenhaus, dem ersten Stillen und der Premiere beim Windeln wechseln schließt Du erschöpft die Wohnungstür hinter Dir und Deiner „neuen Familie“. Stunden voller Ruhe und bedingungsloser Liebe zu Deinem Schatz sind das, wonach Du Dich als frischgebackene Mutter sehnst. Doch Freunde und Verwandte wollen kurz nach der Geburt nur eines: „Hallo Baby“ sagen. Damit Du weißt, worauf Du Dich vorbereiten musst, haben wir für Dich mit einem kleinen Augenzwinkern die Typen zusammengestellt, die demnächst zum ersten Babybesuch bei Dir vor der Tür stehen könnten.

1. Der Wenn-ich-Stress-hab-räume-ich-meine-ganz-Wohnung-auf-Typ: Du – völlig erschöpft – öffnest Deinem ersten Babybesuch die Tür und bittest Deine Familie etwas widerwillig und mit einer angestrengten Fröhlichkeit herein. Du merkst es schon, der Blick Deiner Mutter schweift und schweift und schweift durch die Räume Deiner Wohnung. „Verkneif’ es Dir! Verkneif’ es Dir!“, denkst Du angestrengt und reißt Deine Augen auf. „Mann, hier könnte auch mal wieder geputzt werden oder ist Euer Staubsauger kaputt? Also wenn bei mir mal wieder alles drunter und drüber geht, dann kann ich beim Putzen richtig abschalten“, platzt es aus ihr heraus. Auch wenn es Deine Mutter ist, die diesen Satz ausgesprochen hat, Du kannst jetzt gerne den Staubsauger aus der Kammer holen, ihr in die Hand drücken und sagen: „Na dann, los!“

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2. Der Ich-hab-immer-einen-selbstgebackenen-Kuchen-im-Haus-wer-weiß-wer-heute-zu-Besuch-kommt-Typ: Mit Mühe und Not hast Du es geschafft, eine Kanne Kaffee aufzusetzen, ehe der Babybesuch Eure Wohnung stürmt. „Puh, war das anstrengend“, wirst Du jetzt denken und lässt Dich wieder wie ein Stein auch die Couch fallen. Gerade nachdem Dir die Augen zugefallen sind – also so circa nach drei Sekunden – klingelt es an der Tür. Du atmest tief durch und gibst Dir einen Ruck. Die Schwiegermutter ist die Erste, die ihre Nase zur Tür hereinsteckt. „Hmm…frischgebrühter Kaffee. Und Du hast doch auch bestimmt Deinen selbstgebackenen Apfelstrudel mit Vanillesoße gemacht, da freue ich mich schon seit Wochen drauf“, verkündet sie ein wenig aufgeregt und mit einem gierigen Blick. Aber der Blick in den Ofen lässt es erahnen, es gibt nichts. Etwas enttäuscht lässt sie die Schultern fallen und die Mundwinkel gehen Richtung Küchenboden. Du merkst, wie die Wut in Dir hochsteigt. Gerade willst Du loslegen, damit, dass Du gerade Dein Kind entbunden hast und noch total erschöpft bist und … Da lächelt sie fröhlich und sagt: „Na, da könnt Ihr von Glück sprechen, dass wir gerade noch bei der Bäckerei vorbeigefahren sind. Eigentlich brauche ich das ja für morgen, da kommen meine Freundinnen zum Kaffeeklatsch, aber dann kaufe ich halt morgen neuen Kuchen.“ Schwiegermütter eben!

3. Der Ich-hab-immer-egal-in-welcher-Situation-einen-flotten-Spruch-auf-den-Lippen-Typ: Sind wir mal ehrlich, meist ist es doch der Onkel, der immer mit seinen unlustigen Späßchen um die Ecke kommt. Endlich steht also die ganze Familie um das Bettchen Deines süßen Schatzes und Du ahnst nichts Böses, da fängt er an: „Moment mal, der sieht doch aus wie …“. „Ganz der Papa!“, unterbricht Dein Mann die Grübeleien und verhindert wahrscheinlich nicht absichtlich weitere Spekulationen um Aussehen und Ähnlichkeiten. Da gibt es nur eins: Überleg Dir schon jetzt eine Gemeinheit, mit der Du Deinen Onkel bei der nächsten Familienfeier ärgerst.

4. Der Also-meine-Kinder-waren-ja-ganz-anders-aber-ich-war-sowieso-die-beste-Mami-überhaupt-Typ: Es dauert nicht lange und Dein Baby tut das, was es am besten kann – nämlich schreien! Du legst es zum Stillen an Deine Brust und ahnst nicht, dass auch da jemand meckert. Die selbsternannte Übermama im Raum schaut sich das nur kurz an und stänkert: „Willst Du das jetzt immer machen, wenn es schreit? Dann bist Du ja nur noch am Stillen. Unseren Thomas haben wir damals einfach schreien lassen und heute sieht man, dass es ihm auch nicht geschadet hat.“ Puh, da hilft nur eins, kontern: „Naja, ob es ihm geschadet hat oder nicht, möchte ich nicht beurteilen, aber normal ist es nicht, dass man mit 43 Jahren noch zuhause wohnt.“ Ha, Treffer und versenkt! Wenn man doch immer so einen flotten Spruch auf den Lippen hätte.

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5. Der Ich-lasse-mich-nicht-hängen-und-bin-zwei-Tage-nach-der-Geburt-schon-wieder-im-Fitnessstudio-Typ: Okay, wenn Du bis hier hin gedacht hast, dass das doch alles nicht so schlimm ist. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Du bist mittlerweile genervt vom Besuch und von den Sprücheklopfern und Besserwissern und verlässt kurz den Tisch, um nur ein paar Minuten Ruhe zu genießen. Doch da hast Du die Rechnung ohne Deine Tante gemacht. „Ach, Du passt schon wieder in Deine alten Hosen?“, ruft sie Dir hinterher. Sie meint es vermutlich nur lieb, aber welche Frau passt drei Tage nach der Geburt bereits in ihre alten Hosen? Am besten bist Du in diesem Fall einfach ehrlich: „Nein, natürlich nicht! Vielleicht liegt es daran, dass ich meinen Körper erst seit drei Tagen wieder für mich alleine habe. Ich passe schon seit Monaten nicht mehr in meine alten Hosen, aber ich habe mir jetzt einfach neue gekauft. Am bequemsten sind sowieso Jogginghosen und deswegen wirst Du mich demnächst nur noch darin sehen.“ Niemand muss einige Wochen nach der Geburt schon wieder in Topform sein. Der Körper macht vor und nach einer Geburt so einiges mit, der darf auch mal für einige Zeit aus der Form gehen.

Vielleicht erkennst Du Dich oder Deine Verwandten wieder. Vielleicht war es bei Euch aber auch viel schlimmer. Wichtig ist, dass Du Dir Ruhe gönnst und Dich nicht von nervigen Verwandten aus der Fassung bringen lässt.