Im Fahrradsitz oder Fahrradanhänger Baby mit auf Tour nehmen

Martina Schlegel

Mit dem Rad unterwegs und Dein Baby soll mit – aber wie transportierst Du Deinen kleinen Schatz am besten? Was sind die Vor- und Nachteile von Fahrradanhänger und Fahrradsitz? Braucht Dein Baby einen Helm?
Die Antworten findest Du hier.

Mit Fahrradsitz oder Fahrradanhänger Baby und Mami glücklich machen

Ein Fahrradanhänger für Dein Baby ist eine bequeme und zugleich sichere Methode, um kurze Strecken kostengünstig und schnell zurückzulegen oder um eine Radtour gemeinsam gestalten zu können. So könnt Ihr einen Ausflug ins Grüne machen und die Natur entdecken oder bei einem Picknick zusammen genießen. Natürlich kannst Du Dein Baby auch auf einem Fahrradsitz mitnehmen. Ob sich für Dich eher ein Fahrradanhänger oder ein Fahrradsitz eignet und auf was Du beim Kauf achten musst, erklären wir Dir hier.

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Welche Vorteile bringt ein Fahrradanhänger mit sich?

Ein Fahrradanhänger ist eine langfristige Anschaffung, da er bis zu einem Alter von etwa sieben Jahren genutzt werden kann. Er bietet Schutz vor Wind und Wetter, bei Regen oder zu viel Sonneneinstrahlung und außerdem vor Insekten und aufgewirbelten Steinchen. Der Fahrradanhänger ist kippsicher, auch beim Abstellen des Fahrrads. Er reduziert das Verletzungsrisiko bei Unfällen immens, da der Rahmen den Aufprall dämpft. Ein Fahrradanhänger bietet zusätzlich Stauraum für Spielsachen oder, solltest Du mal ohne Dein Kind unterwegs sein, für Deine Einkäufe. Übe das Fahren mit Anhänger zunächst ohne Kind, um Dich mit dem Wendekreis und Bremsverhalten sowie der Breite des Fahrradgespanns vertraut zu machen. Mit einem Rückspiegel am Lenker kannst Du auch mal einen Blick in den Anhänger werfen.

Auf was muss ich bei der Auswahl achten?

Unerlässlich ist eine gute Federung, da die Muskulatur Deines Babys noch schwach und nicht vollständig ausgeprägt ist. Die Federung dämpft so die Unebenheiten ab. Breite Reifen mit niedrigem Luftdruck dämpfen ebenfalls, erhöhen aber die Last, die Du mit Deinem Fahrrad ziehen musst. Manche Fahrradanhänger bieten die Möglichkeit, Dein Baby in der Babyschale zu transportieren, wenn es noch zu klein ist, um selber im Anhänger sitzen zu können. Etwa im Alter von einem Jahr, wenn das Sitzen schon sehr sicher klappt, ist Dein Schatz dazu bereit, im Anhänger transportiert zu werden. Bitte beachte, dass die getönten Fenster zwar Sonnenschutz bieten, aber dennoch nicht die Sonnenschutzcreme ersetzen. Die Fenster dienen auch der Belüftung. Eine Feststellbremse sorgt beim Abstellen für zusätzlichen Halt.

Welche Anhänger sind empfehlenswert?

Ein praktischer sowie sportlicher Einsitzer ist der Queridoo Fahrradanhänger Sportrex 1 – ein Allrounder! Ob zum Joggen oder für das Fahrrad: Dein Kind ist bequem und sicher aufgehoben und gegen rutschen gesichert. Außerdem kann es nicht zu stickig werden – dank einer extra Luftzufuhr hinten im Anhänger!

Der Croozer „Kid for 2“ für zwei „Fahrgäste“ zeichnet sich durch einen niedrigen Schwerpunkt, sicheren 5-Punkt-Gurt und robuste Stoßfänger aus Aluminium aus. Der Schiebegriff dient als „Überrollbügel“, was zusätzliche Sicherheit verleiht. Hinter dem Sitz findest Du reichlich Stauraum für Spielsachen, Kleidung oder was auch immer für die Tour benötigt wird. Durch die leichte Bauweise kannst Du diesen Allrounder auch zum Joggen oder als Buggy verwenden, da er sich mittels Schnellfaltsystem leicht platzsparend verpacken lässt.

Bist Du auch in Sachen Wintersport aktiv? Dann ist der Chariot Fahrradanhänger „Chinook 2“ wie für Dich geschaffen, da er sich mit optionalem Zubehör nicht nur beim Radeln und Joggen, sondern sogar beim Skilanglauf und Wandern einsetzen lässt. Neben einem gepolsterten Schultergurt erlaubt er auch die Sitzeinstellung in Liegeposition. Auch hier gibt es ein Schnellfaltsystem, das den „Chinook 2“ zum perfekten Begleiter in vielen Freizeitbereichen werden lässt.


Oder doch lieber ein Fahrradsitz?

Die Vorteile eines Fahrradsitzes gegenüber dem Anhänger liegen klar auf der Hand. Er nimmt Deinem Fahrrad nicht die Wendigkeit und ist extrem platzsparend, eignet sich sehr gut für Kurzstrecken und im Straßenverkehr. Allerdings birgt der Fahrradsitz eine hohe Verletzungsgefahr bei einem Sturz. Da sich das Fahrverhalten Deines Fahrrads durch den Sitz verändert, solltest Du besonders am Anfang sehr vorsichtig sein. Es bietet sich an, mal eine kurze Testfahrt statt mit Deinem Baby mit einer schweren Tüte im Sitz zu machen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Im Fahrradsitz ist Dein Baby nicht vor Wetter und Insekten geschützt. Auch beim Fahrradsitz ist es wichtig, dass Dein Baby schon sehr sicher sitzen kann.

Welcher Fahrradsitz passt zu mir?

Wenn Dein Fahrrad über gute Bremsen und einen tiefen Rahmen verfügt, ist es bereit für einen Fahrradsitz. Der tiefe Rahmen für leichtes Auf- und Absteigen ist sehr wichtig, denn bei einem Herrenrad mit oberer Querstange besteht die Gefahr, umzustürzen oder das Kind mit dem Fuß am Kopf zu treffen. Da die Fahrradsitze meist gefedert sind, ist eine zusätzliche Federung des Rads nicht nötig. Der  Britax Römer „Jockey Relax“ deckt die wichtigen Kriterien ab, auf die Du bei  der Auswahl des richtigen Sitzes achten solltest. Diese sind eine ergonomisch geformte Rückenschale, ein Höcker im Schritt, ein großes Sitzpolster  und ein einstellbarer Sitzwinkel, der beim Britax Römer „Jockey Relax“ mittels einer Handbewegung in Liegeposition gebracht werden kann. Das Sitzpolster ist abnehmbar und kann gewaschen werden. Verstellbare Fußstützen und ein anpassbarer Sicherheitsgurt erlauben auch eine Benutzung, wenn Dein Baby größer wird.

Ein Speichenschutz ist genauso wichtig wie eine Abdeckung der Sattelfedern, da die Gefahr besteht, dass sich Dein kleiner Schatz die Finger in den Federn einklemmt oder sich durch die Speichen am Fuß verletzt. Der Haltebügel der Sitzschale muss in der Sitzhalterung gesichert sein. Er kann unabhängig vom Gepäckträger am Fahrrad befestigt werden. Ebenfalls gut aufgehoben ist Dein Baby im Kettler Teddy, der mit mehrfach verstellbarer Kopfstütze, verstellbaren Fußstützen und Stauraum durch zwei Seitenfächer keine Wünsche offen lässt. Er wird mittels Rahmenbefestigung am Fahrrad verschraubt und bietet so einen guten Halt.

Helm hat immer höchste Priorität!

Das oberste Gebot bleibt immer die Sicherheit. Ob im Fahrradanhänger oder im Fahrradsitz, die „Goldene Regel“ lautet: Der Kopf Deines Babys muss durch einen gut passenden, richtig eingestellten Helm geschützt werden. Du solltest einen Helm nicht „reichlich“ sondern wirklich passend kaufen, sodass er beim Kopfschütteln nicht wackelt. Ein guter Helm schützt die Stirn, den Hinterkopf und die Schläfen Deines Babys und sollte einen kindersicheren Verschluss haben.  Der richtige Helm sollte nicht älter als ein Jahr sein, da das Helmmaterial altert und dann weniger dämpft. Nach einem Unfall oder Sturz muss der Helm ausgetauscht werden, auch wenn keine Schäden sichtbar sind. Besonders im Fahrradsitz bietet der Fahrradhelm „Meggy“ von KED Helmsysteme zusätzliche Sicherheit durch Reflektoren und Blinklichter.

Die beliebte Serie von KED Helmsysteme gibt es auch in einer Version speziell für die Benutzung im Fahrradanhänger. Der Fahrradhelm „Meggy“ von KED Helmsysteme ist in dieser Version am Hinterkopf abgeflacht, was für mehr Komfort beim Tragen im Fahrradanhänger sorgt. Natürlich verfügt auch dieses Modell über Reflektoren und Sicherheitsblinkleuchten und ist daher auch gut für den Einsatz im Fahrradsitz geeignet. Durch ein Insektennetz wird Dein kleiner Schatz vor unliebsamen Stechmücken geschützt.

Bitte verwende den Helm wirklich nur zum Fahren, denn auf Spielplätzen kann der Helm leicht zur Gefahr werden, wenn Dein kleiner Sonnenschein damit zum Beispiel im Klettergerüst hängen bleibt.

Was noch wichtig ist:

Egal ob Fahrradsitz oder Fahrradanhänger, selbst die beste Federung kann bei dauerhaftem Fahren auf Kies- und Schotterwegen nicht alle Erschütterungen abfangen, daher solltest Du befestigte Straßen und Wege bevorzugen. Bedenke auch, dass Dein kleiner Liebling die Stöße durch Bodenschwellen oder Bordsteinkanten nicht kommen sieht und so völlig unvorbereitet getroffen wird. Ihm zuliebe solltest Du in dem Fall absteigen und behutsam schieben oder sehr langsam fahren. Da sich Dein Baby im Anhänger auf Auspuffhöhe befindet, solltest Du es vermeiden, ausschließlich im Stadtverkehr auf stark befahrenen Straßen zu fahren. Bei einem Fahrradsitz solltest Du unbedingt vor jeder Fahrt die Befestigung überprüfen. Mit der babywalz Fahrradsitz-Abdeckung bleibt der Sitz immer sauber und trocken. Ein Nackenhörnchen hilft, den Kopf Deines Babys zu stabilisieren, wenn es unterwegs einschläft.

Fazit:

Bist Du oft auf kurzen Strecken im Ort unterwegs, ist der Fahrradsitz wohl die bessere Wahl für Dich und Deinen kleinen Schatz. Sobald Du aber öfter längere Touren oder Ausflüge unternimmst oder zwei kleine Kinder auf einmal mit Deinem Fahrrad transportieren willst, bist Du mit einem Fahrradanhänger definitiv besser beraten. In jedem Fall ist der Fahrradhelm der ständige Begleiter.

Für mehr Informationen zu Fahrradsitzen und Fahrradanhängern, die sich bei anderen Eltern bewährt haben, empfehlen wir Dir den Artikel Fahrradsitze und Fahrradanhänger für Kinder – wir zeigen Dir die beliebtesten.