Kinder loslassen lernen – wenn die Babysitterin oder Tagesmutter übernimmt

Marlen Greb

Bei der Rückkehr ins Berufsleben müssen Eltern – wenn auch nur vorübergehend – erstmals ihre Kinder loslassen. Man stellt sich das zunächst relativ unkompliziert vor, aber dann fällt es doch so schwer. Die Gedanken kreisen ständig um das Kleine. Wie könnt Ihr das Loslassen möglichst positiv gestalten?

Dein Baby ist da und Du kannst Dir nichts Schöneres vorstellen, als Dein Mutterglück zu genießen und so viel Zeit wie möglich mit Deinem Liebling zu verbringen. Gleichzeitig stellt sich dabei die Frage nach dem Zeitpunkt zum Wiedereinstieg in den Beruf.

Möglicherweise bist Du gezwungen, früher wieder zu arbeiten, als Du eigentlich geplant hattest, oder Du entscheidest Dich ganz bewusst für einen frühen Wiedereinstieg in den Beruf.

Wer betreut Dein Baby?

Die meisten Kinderkrippen bieten Plätze ab zwölf Monaten an. Doch welche Möglichkeiten gibt es, wenn Du bereits früher eine Betreuung benötigst? In diesem Fall kannst Du einen Babysitter oder eine Tagesmutter in Anspruch zu nehmen.

Grundsätzlich kann ein Baby ab dem Ende des gesetzlichen Mutterschutzes von einer Tagesmutter betreut werden. Wenn Du Dich für eine Tagesmutter entscheidest, kannst Du Dich einfach an das Jugendamt wenden, das für Deinen Wohnort zuständig ist. Jeder, der in der Kinderbetreuung tätig ist, wird vom Jugendamt überprüft und kann an Fortbildungen teilnehmen. Auch bei den Kosten kannst Du unterstützt werden. Wende Dich auch hierfür an das Jugensamt – dort bekommst Du alle relevanten Informationen.

Wie erleichtere ich meinem Baby den Einstieg?

So ein Übergang von dem „Nest“ zuhause zur Tagesmutter ist eine ganz schöne Umgewöhnung. Gut ist auf jeden Fall, wenn Ihr Euch Zeit dafür lassen könnt. Plane also genug Zeit für eine langsame Eingewöhnung ein und versuche, die Arbeitszeiten in der Anfangszeit flexibler zu vereinbaren. Denn nicht alle Babys reagieren gleich „positiv“ auf die neue Situation. Denke auch daran, gewohnte, vertraute Dinge mitzugeben, damit sich Dein Kleines schnell auch woanders heimisch fühlt.

In unserem Artikel „Los geht’s – Was braucht Ihr alles für einen guten KiTa-Start?“ findest Du noch ein paar Tipps, was bei Fremdbetreuung alles benötigt wird und wie Euch der Start leichter fallen kann.

Wie komme ich selbst besser mit dem Loslassen zurecht?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Manchmal fällt es den Eltern selbst noch viel schwerer als dem Baby.

Wichtig ist, dass Du versuchst, Deine „Angst“ bzw. Sorge nicht auf Dein Kind zu übertragen. Lass Dir Zeit bei der Wahl der richtigen Tagesmutter und führe viele Gespräche – vorher und natürlich auch immer wieder, wenn Du Dein Kleines abholst. Jede gute Tagesmutter hat Verständnis dafür, dass Du Dir Zwischenmenschlichkeit wünschst. Außerdem kennen sie die Sorgen der Eltern nur zu gut und sollten im Normalfall bald dafür sorgen können, dass Ihr Euch alle schnell wohl fühlt mit der neuen Situation.

Vertrauen ist entscheidend

Für Eltern ist es nicht einfach, wenn sie bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz für einige Stunden ihre kleinen Kinder loslassen müssen, und das wird es vermutlich auch nie. Es wird Dir jedoch viel leichter fallen, wenn Du eine Person gefunden hast, der Du vertrauen kannst und bei der sich Dein Kind wohl fühlt.

In unserem Artikel „Los geht’s – Was braucht Ihr alles für einen guten KiTa-Start?“ findest Du noch ein paar Tipps, was bei Fremdbetreuung alles benötigt wird und wie Euch der Start leichter fallen kann.