Klein, leicht und handlich – Welcher Buggy passt zu mir?

Katharina Grammel

Buggys sind meistens die Neben- oder Ersatzanschaffung zum Kombikinderwagen. Sie sind leicht, wendig und haben ein kleines Klappmaß – oft zu Lasten des Komforts. Wir zeigen Dir die unterschiedlichen Buggys und worauf Du beim Kauf sonst noch achten solltest.

 

Dein Baby kann mittlerweile sitzen, möchte die neue Welt entdecken und Du quälst Dich noch immer damit rum, den schweren und sperrigen Kinderwagen in Dein Auto zu heben. Keine Frage, Kombikinderwagen sind eine feine Sache, so lange sie nicht getragen oder platzsparend verstaut werden müssen. Spätestens dann entscheiden sich die meisten Eltern für den Kauf eines kleinen und wendigen Buggys.

Aber was macht einen guten Buggy aus? Leicht, aber nicht klapprig. Wendig, aber dennoch standfest sollte er natürlich auch sein. Viele Eltern schlagen sich mit dieser Frage herum und wollen Antworten auf ihre Fragen haben. Worauf muss man achten wenn man sich einen neuen wendigeren Kinderwagen kaufen will? Wir bieten Dir unsere Hilfe an und versuchen Dir mit Antworten und Tipps zur Seite zu stehen.  Wir wollen Dir in unserem Ratgeber zeigen, welcher wohl am besten für Dich und Dein Kleinkind geeignet ist.

Wann kann ich auf einen Buggy umsteigen?

Dein Kleinkind sollte nahezu alleine sitzen können, erst dann ist seine Wirbelsäule stark genug, um die Belastung auszuhalten. Natürlich gibt es auch Liegebuggys, die komplett waagerecht gestellt werden können, aber es ist hierbei nicht zu unterschätzen, dass Buggys oftmals die Federung fehlt, um Stöße durch unebene Wege zu mindern. Der Umstieg ist hier zwar früher möglich, sollte aber dennoch nicht vor einem Alter von mindestens sechs Monaten vollzogen werden, um die Kinder nicht zu überfordern.  Bei einer starren Rückenlehne muss Dein Kind frei und sicher sitzen können.

Vorwärts oder rückwärts?

Nicht nur bei bei Themen wie Autositze ist es eine große Hilfe für Eltern wenn ihnen Tipps zur Verfügung stehen; auch bei Kinderwagen oder Buggys stellt sich die Frage nach der Fahrtrichtung. Einige besitzen eine umsetzbare Sitzeinheit, sodass Dich Dein Baby anfangs ansehen kann, später wird der Aufsatz einfach andersherum auf das Gestell gesteckt. In welcher Fahrtrichtung Babys und Kleinkinder nun sitzen sollten, führt derzeit zu Unstimmigkeiten. Warum das so ist, beantworten wir Dir in unseren News zum Thema Buggy rückwärts. Dort findest Du auch ein paar Tipps zu Produkten, wie beispielsweise welcher Buggy auch rückwärts gut genutzt werden kann.

 

Welche Arten von Buggys gibt es?

Sitzbuggy/Shopper – ohne Schnickschack

Sie sind die kleinsten und günstigsten, oftmals aber auch klapprig und nur für kurze Wege in der Stadt gut geeignet. Darauf sollten Eltern achten wenn sie sich entscheiden diesen Wagen zu kaufen. Für rund 25,- € bekommst Du beispielsweise den Hauck Go S, der ohne Sonnendach, Spielbügel oder sonstige Extras auskommt.

Für diese Art von Buggy muss Dein Kleinkind zwingend frei und eigenständig sitzen können. Auch wenn dieser Wagen sehr praktisch und leicht im Auto zu verstauen ist, sollte er niemals sofort nach der Geburt verwendet werden.

 

Liegebuggy – für ein kleines Nickerchen

Einkaufbummel und ein kleines Nickerchen zwischendurch? Welcher Buggy kann das schon? Mit  Liegebuggys kein Problem. Einfach die Rückenlehne in die Waagerechte stellen und schon kann Dein kleiner Schatz eine kleine Auszeit nehmen. Mit nur wenigen Extras bekommst Du für ca. 100,- € den Knorr Baby Streeter mit einer Ruheposition, dem großen Einkaufsnetz und einem Sonnenverdeck.

 

Komfortbuggy – Extras über Extras

Liegeposition, umsetzbare Sitzeinheit, höhenverstellbare Schieber und Adapter für die Babyschale – Komfortbuggys sind den Kinderwagen schon sehr ähnlich und lassen kaum einen Elternwunsch oder Kinderwunsch offen. Manchmal ist es sogar möglich eine Babywanne aufzustecken und den Buggy so ab der Geburt zu nutzen. Beliebtester Buggy bei unseren miBaby-Eltern ist der Quinny Zapp Xtra für ca. 190,- €. Mit 8,7 kg sehr leicht und durch seine drei kleinen Räder absolut wendig.

 

Shop & Drive- Buggy – mit einem Klick zum Shopping

Du bist gerade beim Supermarkt angekommen und Dein Baby schlummert friedlich in der Babyschale. Praktisch und ohne Schlepperei kannst Du mit den Shop & Drive Systemen die Babyschale einfach aufklicken. Dies sollte wegen des empfindlichen Rückens Deines Babys allerdings die kurze Ausnahme bleiben! Für ca. 400,- € bekommst Du beispielsweise den i’coo Primo inklusive Babyschale i’coo Comfort.

 

Zwillingsbuggy – gleich doppelt unterwegs

Der große Zwillingskinderwagen ist Dir viel zu schwer, um ihn jedes Mal in und aus dem Auto zu heben? Dann schaff Dir doch einen Zwillingsbuggy an. Für ca. 200,- € bekommst Du beispielsweise den Inglesina Twin Swift. Der wendige und leichte Buggy ermöglicht Dir einen entspannten Einkaufsbummel mit gleich zwei Kleinkindern. Bis auf Einkaufsnetz und Sonnenverdeck suchst Du weitere Extras leider vergebens.

Wenn Ihr mehr über die verschiedenen Modelle, Varianten und auch Erfahrungsberichte von anderen Eltern erfahren wollt, ist es sicher eine große Hilfe sich in einem der vielen Foren zu registrieren, wo man sich dann auch mit anderen austauschen kann und sich gute Tipps holen kann. Viele Mütter beratschlagen sich dort auch schon während der Schwangerschaft.

 

Babyschale auf den Buggy  –  darf ich das überhaupt?

Eine lange Liegezeit in Babyschalen, vor allem bei Neugeborenen, ist absolut schädlich für die Entwicklung der Wirbelsäule, und darauf sollten Eltern auch achten. Daher sollten Babys im Durchschnitt nur ca. 30 Minuten am Stück in der Babyschale verweilen. Natürlich ist das nicht immer möglich einzuhalten, gerade beim Einkaufen oder einer längeren Fahrt mit dem Auto. Damit sich Dein Kleinkind gesund entwickeln kann, solltest Du dennoch auf das „Maxi-Taxi“ verzichten und Dein Kind lieber in den Buggy setzen oder legen oder besser noch tragen. Gönn der empfindlichen Wirbelsäule etwas Ruhe!

 

Gibt es auch einen Buggy fürs Gelände?

Die meisten  sind eher für Touren in der Stadt geeignet. Eine leichte Bauweise und kleine Schwenkräder ermöglichen Dir das einfache Durchkommen zwischen Supermarktregalen, sind aber absolut ungeeignet für Spaziergänge im Wald und auf Feldwegen. Hier raten wir Dir zu einem Jogger mit großen Rädern, vielleicht sogar Lufträdern. Welcher Buggy zum Joggen geeignet ist, erfährst Du in unserem Ratgeber Sportwagen und Jogger.

 

Wo finde ich aktuelle Testberichte?

Leider gibt es keine aktuelle Testberichte zu Buggys.

Der letzte Test von Stiftung Warentest ist aus dem Jahr 2009 und nach so einer langen Zeit wenig aussagekräftig. Sobald ein neuer Test erscheint, findest Du diesen natürlich bei miBaby!

Autorin: Katharina Grammel