Kleine Füße – große Schritte

AnjaConstance

Gerade eben noch hast Du Dein recht hilfloses Neugeborenes im Arm gewiegt und nur ca. zwölf Monate später steht Dein kleiner Schatz auf eigenen Beinen und erkundet die Welt. Wie Ihr die ersten Schritte gut meistert und was Ihr dafür braucht, erfährst Du hier.

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Hochziehen, Stehen, Loslaufen . . .

Nachdem Dein Baby das Krabbeln perfektioniert hat, wird es ungefähr mit neun oder zehn Monaten beginnen, sich hochzuziehen. Dabei nimmt es Möbel und alles andere zur Hilfe, was größentechnisch passt. Vom Kniestand stellt es sich auf beide Beinchen und ungefähr am Ende des 11. Monats wird es vielleicht schon ein paar Sekunden frei stehen können. Gleichzeitig geht es seitlich an Möbelstücken entlang. Besonders beliebt ist das Couchtisch-Umkreisen. Diese Phase kann sehr lange anhalten. Aber irgendwann wird es sich umdrehen und erste Schritte in den freien Raum hinein machen. Die ersten freien Gehversuche enden schon schnell auf dem Popo, aber auch hier macht Übung den Meister. Das erste Laufen findet durchschnittlich mit zwölf oder 13 Monaten statt, aber die Bandbreite ist hier sehr groß. Manche Kinder machen mit zehn Monate die ersten Schritte, andere erst mit 18 oder 20 Monaten.

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Muss ich meinem Baby beim Laufen helfen?

Nein, ganz im Gegenteil. Es ist es nicht sinnvoll, „Laufübungen“ zu machen, bei dem Du das Kind an den Händen führst. So wird es nur auf den Zehenspitzen tippeln. Die Ferse muss erst ganz ausgebildet sein, bevor es Schritte mit der ganzen Fußsohle machen kann.
Auch solltest Du unbedingt auf jegliche Lauflernhilfen verzichten. Mit diesen Gerätschaften kann Dein Kind keine gute Lauftechnik entwickeln und die Unfallgefahr ist sehr hoch. Die Kinder können damit leicht stürzen und sich schwer verletzen. Lass Deinem Baby die Zeit, die es braucht, um von alleine zu laufen. Dieser Prozess lässt sich nicht beschleunigen und das ist auch gar nicht nötig.

Wann braucht mein Baby Schuhe?

Wahrscheinlich hast Du schon Ausschau nach den oft entzückenden und winzig kleinen ersten „richtigen“ Schuhen. Aber auch hier, lass Dir Zeit, bis Dein Baby wirklich sicher eine kleine Strecke alleine laufen kann. Lernen tut es es das am besten barfuß.

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Heba Krabbelschuhe

Wenn der Boden zu kalt ist, sind gut sitzende Krabbelschuhe wie die von Heba sinnvoll. Diese sollten sich dem Füßchen anschmiegen und schön weich und flexibel sein. Für glatte Fußböden aus Fliesen, Parkett oder Laminat sind Stoppersocken die bessere Alternative. Hiermit hat Dein Baby sogar wieder ein bisschen den Barfuß-Effekt. Die Falke Catspads gibt es uni oder in schönen Farbkombinationen.
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Wenn dann der erste richtige Schuhkauf ansteht, lass am besten in einem Fachgeschäft mit guter Beratung erst einmal die Füße Deines Babys vermessen. Neben der eigentlichen Fußlänge muss auch darauf geachtet werden, wie hoch der Spann ist und auch wie kräftig die Füße Deines Babys sind. Da Kinder auch bei schlecht sitzenden Schuhen meist keine Rückmeldung geben, ist das genaue Ausmessen wichtig. Vor dem großen Zeh sollte immer ein Fingerbreit Platz sein, da ja die Füßchen Deines Babys weiterhin schnell wachsen. Ständige Schuhkäufe werden Dich jetzt durch die Baby- und Kinderzeit begleiten, denn die Füße sind erst mit ca. 15 Jahren ausgewachsen.

Auch wenn die neuen ersten Schuhe noch so süß aussehen, gib Deinem Baby ganz viel Gelegenheit, ohne Schuhe zu laufen. So kann sich der Fuß und das Laufen optimal entwickeln. Denn in den nächsten Monaten und Jahren hat es noch viel vor mit seinen Füßen: Rückwärtslaufen, Treppen steigen, Springen, Fußball spielen, Tanzen.

Welches Spielzeug interessiert mein Baby jetzt?

Lauflernwagen

Lauflernwagen von Haba

Wenn es mit dem Laufen erst mal läuft, wird alles gerne von Deinem Baby mitgenommen. Mit einem Lauflernwagen können auch Teddy und das Lieblingsspielzeug mitkommen. Dieser Wagen sollte aber einen guten Schwerpunkt haben, da er sonst zu leicht kippt. Kleine Läufer haben auch viel Spaß daran, ein Schiebespielzeug vor sich her zu schieben. Wenn dieses dabei auch noch tolle Geräusche macht, ist Dein Baby nicht mehr zu halten.
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Dein Baby kommt nun (fast) überall hin und wird begeistert seine Umwelt mehr und mehr entdecken. Ein entschleunigter Babyspaziergang mit genug Zeit zum Erkunden hilft auch, manchmal gestressten Eltern wieder zu entspannen.
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