Kleine Pickel, rote Haut – wenn das Baby Hautausschlag hat

Marlen Greb

Oft sieht ein Hautausschlag bei Babys schlimmer aus, als es tatsächlich ist. Doch so einige Hautprobleme bedürfen einer Behandlung. Lies hier über die Häufigsten.

Wo eben noch rosige Babyhaut war, sind jetzt auf einmal Pickel und gerötete Haut. Hier bekommst Du eine kleine Übersicht über die häufigsten „Hautprobleme“ beim Baby.

Aber: Dieser Artikel hier soll keine Anregung zur Selbstmedikation sein und ersetzt natürlich auch keinen Arzt. Wann immer Dein Kleines irgendwelche Krankheitsanzeichen zeigt – ab zum Kinderarzt!

Wenn das Baby Hautausschlag hat

Dass Dein Baby Hautausschlag hat, kommt oft ganz plötzlich und Du wirst Dich ziemlich erschrecken. Welche „Hautprobleme“ kommen am häufigsten vor?

1. Milien

Milien sind kleine, harte, weiße „Pickel“ im Gesicht. Besonders häufig kommen diese in den ersten Lebenstagen/-wochen vor. Das ist gar nichts Schlimmes, sondern kommt einfach daher, dass die Talg- und Schweißdrüsen in diesem jungen Lebensalter leicht verstopfen. Bitte nicht daran herumdrücken, die Milien können sich sonst entzünden. Einfach warten, sie gehen bald wieder von ganz alleine weg.

2. Windeldermatitis

Als Windeldermatitis bezeichnet man den bekannten „wunden Po“. Er ist gerötet, gereizt und eben einfach „wund“. Deinem Baby wird das sehr weh tun. Eine gute Wundschutzcreme kann hier helfen – Euer Kinderarzt wird Euch bei der Auswahl behilflich sein. Auch das Betupfen mit Schwarzteebeuteln (kräftig ziehen lassen) kann helfen.

3. Milchschorf/Kopfgneis

Milchschorf und Kopfgneis bezeichnet schuppige Beläge, zumeist auf der Kopfhaut Deines Babys. Kopfgneis ist hierbei völlig harmlos, Milchschorf bedarf meist einer Behandlung. Die genauen Unterschiede beider Ausschläge kannst Du in unserem Artikel „Kopfgneis und Milchschorf: Wie behandeln?“ nachlesen.

4. Neurodermitis

Leider zeigen sich erste Neurodermitis-Anzeichen oftmals schon sehr früh. Besonders im Gesicht, in Hautfalten, im Ellenbogenbereich oder auf der Kopfhaut finden sich rote, entzündete und nässende Stellen. Neurodermitis juckt sehr stark. Ist die Diagnose gesichert, wird gemeinsam mit dem Kinderarzt, eventuell aber auch mit einem Hautarzt oder Allergologen, ein individueller Behandlungsplan ausgearbeitet.

5. Dreitagefieber

Als Dreitagefieber wird eine Virus-Infektion bezeichnet, die viele Babys zwischen 6 Monaten und 3 Jahren durchmachen. Es kommt zu sehr hohem Fieber, meist ohne weitere Symptome. Nach Abklingen des Fiebers tauchen plötzlich am ganzen Körper kleine, rote Flecken auf. Der Ausschlag hält meist 2–3 Tage an und verschwindet dann wieder.

6. Hitze-/Kältepickel

Die empfindliche Babyhaut reagiert oft sehr sensibel auf Hitze und Kälte. Es kommt zu Rötungen, Pickelchen und rauen, manchmal sogar rissigen Stellen. Daher solltest Du Dein Baby immer entsprechend schützen – besonders im Sommer vor direkter Sonneneinstrahlung im ersten Lebensjahr. Auch im Schatten mit Sonnencreme eincremen und stets einen Sonnenhut und lockere Kleidung anziehen. Im Winter kannst Du das kleine Gesicht mit einer guten Wettercreme schützen. Falls bereits raue Stellen entstanden sind, kannst Du eine Wundschutzcreme auftragen.

Grundsätzlich gilt:

Wann immer Dein Baby Beschwerden hat, geh sofort zum Kinderarzt! Bei leicht rauen Stellen, wie zum Beispiel im Falle von Hautproblemen während der kalten Jahreszeit, kannst Du einfach schauen, wie es sich mit einer guten Creme entwickelt. Wenn es nicht besser wird, geh aber bitte auch hier zum Arzt. Lieber einmal zu viel, als im Zweifelsfall erst viel zu spät.