Kleiner Krabbelkäfer

AnjaConstance

Nachdem Dein Baby sich vielleicht schon eine weile robbend vorwärts bewegt hat, steht nun der nächste große Entwicklungsschritt in Sachen Fortbewegung an. Was das Krabbeln für euren Babyalltag bedeutet, sagen wir Dir hier.

 

Wie lernt mein Baby krabbeln?

Üblicherweise beginnt Dein Baby zu krabbeln, wenn es sich schon gut und frei selbst hinsetzen kann. Aus dieser Position begibt es sich dann auf alle Viere – die Startposition fürs Krabbeln. Dafür sitzt es erstmal in Schräglage und übt das Ausbalancieren. Das Sitzen und das Krabbeln lernen Babys meist zwischen dem achten und zehnten Lebensmonat. Aber auch da ist die Bandbreite groß und Du musst nicht nervös werden, wenn Dein Baby sich etwas mehr Zeit dafür lässt. Beobachte es mal genau, vielleicht ist es gerade mit ganz anderen motorischen Herausforderungen schwer beschäftigt. Auch gelten für frühgeborene Kinder andere Zeiträume. Wichtig ist, dass Du nach und nach eine motorische Weiterentwicklung bei Deinem Kind erkennen kannst.

Für das Krabbeln ist nicht nur genug Kraft in der Arm-und Beinmuskulatur erforderlich, sondern Dein Baby muss auch die gleichzeitige Koordination von Armen und Beinen erlernen. Denn nur dann, wenn es über Kreuz den einen Arm und das gegenüberliegende Bein gleichzeitig bewegt, wird es von der Stelle kommen.

Wie unterstütze ich meinen kleinen Krabbler?

Gib‘ Deinem Baby viel sicheren Raum zum üben. Deine Wohnung wirst Du hoffentlich schon in der Robbphase zur kindersicheren Zone gemacht haben. Als Mama verbringst Du viel Zeit auf dem Fußboden. Wenn Parkett oder Laminatboden dauerhaft zu kalt sind, nimmst Du sicher gerne auf Babys schönem Kinderzimmer-Teppich Platz. Deinem Baby wird nicht so schnell kalt werden, denn seine Krabbelübungen sind ein echtes Workout. Lass‘ Dich von seiner Energie anstecken und krabbel einfach mit. Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, um Nachziehspielzeug einzusetzen. Dein Baby wird dadurch zur Fortbewegung angeregt und schnell an Tempo zulegen.

Krabbeln alle Babys?

Manche Babys überspringen die Krabbelphase ganz und begeben sich vom Robben und Sitzen gleich in den Stand. Dies ist kein Hinweis für eine Entwicklungsverzögerung, sondern nur ein anderer Weg, der zum gleichen Ziel führt: dem selbständigen Laufen.
Im Zweifelsfall sprich Deinen Kinderarzt darauf an. In den meisten Fällen kann er Dich beruhigen. Manchmal ist ein wenig Physiotherapie zur Unterstützung sinnvoll.

Aus der Krabbelposition geht es nach oben…

Die Krabbelphase dauert durchschnittlich drei Monate. Je länger geübt wird, umso kräftiger ist die Rumpfmuskualtur für das Stehen. Dein Baby wird sich aus der Krabbelposition immer wieder in den Kniestand begeben (aufrecht kniend mit beiden Beinen). Später geht es in den Halbkniestand, bei dem ein Bein nach hinten gestreckt ist. Dies ist schon eine ordentliche Herausforderung für Babys Gleichgewichtssinn. Aber all das sind Vorübungen für die eigentliche Aufrichtung. Bald wird sich Dein Krabbelkäfer schon hochziehen und hinstellen. Denke also rechtzeitig daran, die „nächste Etage“ in Deiner Wohnung kindersicher zu machen. Spätestens jetzt sollten Möbel so sicher fixiert sein, dass ein Umkippen ausgeschlossen ist.