Kuckuckskind oder ganz der Papa? Wem sieht Dein Schatz wirklich ähnlich?

Nora

Nach der Geburt Deines Schatzes ist es immer besonders spannend, wem Dein Kind ähnlich sieht. Wenn die Verwandtschaft dann mit wilden Spekulationen beginnt, kann es auch peinlich werden.

Du kennst es ganz bestimmt: Eine der ersten Fragen beim Anblick Deines neugeborenen Schatzes ist immer: „Ach, nach wem kommt es denn – ganz der Papa oder doch die Mama?“ Meist ist die Sache ja überhaupt nicht eindeutig und selbst Du, als Mama oder Papa, erkennst keine Ähnlichkeiten.

Lustig wird es allerdings dann, wenn die Verwandtschaft mit wilden Spekulationen beginnt: „Diese hässliche Nase kann er doch nur von seinem Vater haben und die schmalen Lippen von seiner Mutter“, hört man dann von Tante, Onkel und Co. großmäulig. Doch wenn Dich dann ein kleiner Rotschopf mit seinen großen Kulleraugen anschaut, werden selbst bei den Eltern, die beide keine roten Haare haben, die Sorgenfalten auf der Stirn immer größer. Postbote, Affäre und ähnliche Begriffe schießen den Beteiligten dann durch den Kopf.

Merkmale können Generation überspringen

Bevor allerdings die junge Familie ihre erste Krise überstehen muss, lohnt sich ein Blick in die Wissenschaftsbücher. Es kann nämlich sein, dass beispielsweise rote Haare oder auch eine dunklere Hautfarbe eine Generation überspringen. Und plötzlich bist Du fein raus. Wenn auch sonst niemand in der Familie rote Haare hat, dann schau mal Deine Mutter an – vielleicht bekommt die ja gerade rote Ohren und verlässt fluchtartig den Raum. Spätestens dann bist Du nicht mehr in Erklärungsnöten. Grundsätzlich ist es sogar so, dass Kinder mehr von ihren Müttern erben. So kannst Du bei lichtem Haar Deines Nachwuchses eher dem Großvater mütterlicherseits einen bösen Blick zuwerfen als dem Kindspapa. Oder Du hoffst, dass es sich verwächst.

Shopping mit Papis Geld

The laughing baby

Für Dich als Mama wäre es jedoch von Vorteil, wenn die Studie aus den 1990er Jahren von der University of California noch immer gültig wäre. Darin heißt es nämlich, dass Einjährige häufig dem Vater ähneln. Na gut, jetzt magst Du fragen, was daran gut sein soll. Einiges! Denn wenn der Vater Ähnlichkeiten mit seinem Sohn sieht, dann – so heißt es in der Studie – investiert er mehr in das Kind und ist auch fürsorglicher! Damit steht ausgiebigen Shoppingtouren durch die Onlineshops mit dem Geld von Papi nichts mehr im Weg.

Umgekehrt ist es laut Studie natürlich auch so, dass bei einem Kind, das seinem Vater nicht ähnlich ist, Zweifel an der Vaterschaft entstehen. Hier kommst dann Du als Mutter ins Spiel. Forscher haben 2007 herausgefunden, dass Mamas – meist unbewusst – die Ähnlichkeit mit dem Vater durch ein ständiges darauf Hinweisen verstärken. Kein Wunder, denn jedes zehnte Kind ist ein „Kuckuckskind“.

Mittlerweile heißt es aber, dass das Kind zunächst meist niemandem ähnlich sieht. Was ja auch logisch erscheint, wenn man davon ausgeht, dass das Kind unabhängig von seinem Aussehen versorgt werden möchte.

Letztendlich ist es doch so: Welche Studie auch immer Recht behält oder wem das Kind ähnlich sieht ist nicht so wichtig – die Hauptsache ist, dass es gesund und munter ist!