Kullern, Kreisen, Kriechen – es geht vorwärts

AnjaConstance

Schon einige Zeit vor den ersten Krabbelversuchen wird Dein Baby Möglichkeiten entwickeln, sich durch den Raum zu bewegen. Wie es von der Stelle kommt und worauf Du nun achten musst, erfährst Du hier.

 

Wie sehen die ersten Fortbewegungsversuche aus?

Zwischen drei und vier Monaten lernen die meisten Babys, sich zu drehen, oft zuerst von der Bauchlage auf den Rücken, aber manchmal auch andersherum. Mit ungefähr einem halben Jahr kann sich Dein Kind dann in beide Richtungen drehen. Und genauso kullern sich dann manche Zwerge schon fröhlich durch den Raum. Erwarte also, dass Dein Kind plötzlich an anderer Stelle liegen wird, als dort, wo Du es hingelegt hattest. Als zweite Fortbewegungsart kommt das Robben etwa gegen Ende des siebten Monats dazu. Dies ist eine kriechende Bewegung, bei der Dein Baby vor allem Armeinsatz zeigt, um sich auf dem Bauch nach vorne zu ziehen. Angespornt wird es von interessanten Objekten, die nicht in erreichbarer Nähe liegen.

Einige Kinde kreisen in Bauchlage wie kleine Satelliten um sich selbst herum. Auch so können viele neue Sachen erreicht und erkundet werden. Einige Kinder schieben sich zunächst auch erst mal mit den Unterarmen nach hinten und bewegen sich so rückwärts durch den Raum. Lass Dich einfach überraschen, wie Dein Baby das Ganze angehen wird.

Was bewirkt Babys Sportprogramm und wie kannst Du es unterstützen?

Oball

Oball

Egal, wie sich Dein Baby nun anfängt fortzubewegen, es wird dabei alle Muskeln trainieren, die es benötigt, um ins Sitzen und Krabbeln zu kommen. In dem Du viel Spielzeit mit Deinem Kind auf dem Boden verbringst, unterstützt Du es dabei. Biete ihm ein Spielzeug mal von rechts und mal von links an, damit es das Greifen und Drehen über beide Seiten üben kann. Spielzeug, das sich wegbewegt, weckt den Ehrgeiz Deines Babys, dies zu erreichen. Der Oball kullert schön langsam, ist gut zu greifen und es gibt ihn wahlweise mit eingebauter Rassel, die auch noch Babys akustisches Interesse weckt. Gerne sind in diesem Alter aber auch Babys Füße sein liebstes Spielzeug. Lass es dafür immer wieder auch mal nackt ausgiebig turnen.

Didymos Ellipse

Didymos Tragetuch Ellipsen

Auch in den nähebedürftigen Ausruhzeiten Deines Kindes kannst Du seine Motorik durch das Tragen in einem Tragetuch oder einer geeigneten Tragehilfe  stimulieren. Ein getragenes Baby stärkt dabei nicht nur seine Muskulatur, sondern lernt auch mit jeder Bewegung von Dir das Gefühl kennen, sein Gewicht entsprechen der Schwerkraft von der einen auf die andere Seite zu verlagern.

Hilfe, wie wird die Wohnung kindersicher?

Zu diesem sehr wichtigen Thema haben wir hier einen ausführlichen Ratgeber. Hier in aller Kürze:  Sorge rechtzeitig für eine sichere Umgebung. Ganz wichtig sind Steckdosensicherungen, denn die Steckdosen sind oft genau auf der Höhe Deines Babys, wenn es den Kopf in Bauchlage anhebt. Einige Dinge wirst Du jetzt eine Etage höher verstauen müssen. Achte auch darauf, dass Dein Baby keine Tischdecken, Kabel oder hängende Pflanzen Blumentöpfe irgendwo runterziehen kann. Am besten erkundest Du Babys Aufenthaltsraum einmal selbst in Bauchlage. Du wirst überrascht sein, welche potenziellen Gefahrenstellen Du dabei entdecken wirst.

Türstopper

Bundle Monster Türstopper

Da die Babys innerhalb kürzester Zeit immer sicherer und schneller in ihrer neuen Fortbewegungstechnik werden, sind Treppenschutzgitter  ein wichtiger Schutz vor möglichen Abstürzen. Schau genau hin, was so alles auf dem Fußboden liegt (besonders wenn schon Geschwisterkinder da sind). Auch das Greifvermögen Deines Babys wird immer ausgereifter und es steckt sich begeistert jedes neue Fundstück in den Mund.
Ein Türstopper verhindert eingeklemmte Fingerchen. Für Phasen, in denen Du nicht genau auf Dein Baby achten kannst, z.B. unter der Dusche, ist auch ein Laufstall für kurze sichere Aufenthalte sinnvoll. Dieser sollte allerdings keine Daueraufbewahrung für Dein Baby darstellen, den es braucht Platz, seine neuen Fähigkeiten auszuprobieren und weiter zu entwickeln. Mit einem flexiblen Laufgitter, hast Du die Option größere Bereiche in Deiner Wohnung kindersicher abzuteilen.

Und was kommt danach?

Die Robb- oder Kullerphase ist ganz unterschiedlich lang. Viele Kinder gehen aus der Bauchlage mit Handstütz in den Vierfüßlerstand über, bei dem zum ersten Mal die Knie so richtig zum Einsatz kommen. Noch bleibt Dein Kind auf der Stelle und wird dabei nach vorne und hinten wippen – das nennt man auch „Rocking“. Das ist die Vorstufe zum späteren Hinsetzen und zum Krabbeln.

Was Dein Baby nun tatsächlich in Sachen Fortbewegung plant, wissen wir auch nicht genau. Jeder kleine Mensch ist individuell und hat sein eigenes Tempo. Solange es mit ca. einem halben Jahr Interesse am Fortbewegen zeigt und sich motorisch weiterentwickelt, könnt ihr ganz entspannt bleiben. Einige Kinder lassen das Robben oder auch das Krabbeln ganz aus und laufen trotzdem genauso schnell wie ihre krabbelnden Altersgenossen. Verzichte auch hier auf den Vergleich mit anderen Kindern, aber wende Dich bei Unsicherheiten gerne an Deinen Kinderarzt.