Kuscheltier-Test der Stiftung Warentest 11/2015

Sandra

Der Test der Stiftung Warentest vom November 2015 legt deutliche Qualitätsmängel bei Kuscheltieren offen. Über die Hälfte der plüschigen Freunde sind schadstoffbelastet und qualitativ minderwertig. Der Preis ist hierbei kein Qualitätsmerkmal. Wir fassen für Dich die Ergebnisse zusammen und sagen Dir, worauf Du beim Kauf achten solltest.

Quelle Bild: Stiftung Warentest

Der Kuscheltier-Test

Nur 8 der 30 getesteten Plüschtiere sind laut Stiftung Warentest für ein ausgiebiges Knuddeln, Knutschen und Ankauen Deines Babys oder Kleinkindes geeignet. Der Rest weist deutliche Qualitätsmängel auf. Bei den ausgiebigen Belastungstests nach den mechanisch-physikalischen Anforderungen der Spielzeugnorm lösten sich Nähte sowie Kleinteile und die Füllung trat hervor. Kinder könnten diese in den Mund nehmen und daran ersticken. Genauso gefährlich ist die teilweise hohe Schadstoffbelastung der Tiere, die schwere gesundheitliche Folgen hervorrufen können. Die Hersteller und Aufsichtsbehörden wurden über die Nichteinhaltung dieser Spielzeugnorm in Kenntnis gesetzt.

Die gefährliche Schadstoffbelastung

Es wurden teils kritische Mengen an gesundheitsgefährdenden Substanzen in den Plüschtieren gefunden, die schwerwiegende Folgen haben können. Neben Formaldehyd tritt vor allem die Belastung mit PAK, polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffen, des Öfteren auf. Beide gelten als krebserzeugend. PAK in Form von Chrysen und Naphtalin wurde in 19 von 30 Kuscheltieren gefunden. Weitere schädliche Stoffe, die gefunden wurden, sind DEHP und DIBP, die die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen können. Das Gefährliche an allen Schadstoffen ist, dass Du sie nicht riechen kannst und sie sich nicht auswaschen lassen. Der Grad der Belastung ändert sich nach einer Maschinenwäsche nicht. Dabei sagt übrigens der Preis und das Land der Herstellung laut Testergebnissen nichts über Qualität und mögliche Belastung aus. Sowohl deutsche Produkte als auch z. B. in China gefertigte Kuscheltiere befinden sich unter den guten bzw. schlechten Ergebnissen.

Hier sind die acht besten Testergebnisse von Stiftung Warentest:

1. Schlenkertier Hase von Senger für ca. 58 Euro

2. Hund von Smiki/Spiele Max für ca. 15 Euro

3. Affenbaby von Bob der Bär für ca. 7 Euro

4. Lamm von Kik für ca. 5 Euro

5. Katze Sweety von Sigikid für ca. 27 Euro

6. Mein Bio Kuschelbär von Oettinger Natur für ca. 15 Euro

7. Elefant von Schmidt Spiele für ca. 13 Euro

8. Janosch Tigerente von Heunec für ca. 15 Euro

Worauf Du beim Kauf eines Plüschtieres achten solltest

Nimm das Kuscheltier genau unter die Lupe, ziehe an den einzelnen Körperteilen und Kleinteilen und achte darauf, ob sich etwas löst oder lockert. Nimmst Du einen unangenehmen Geruch wahr, solltest Du es nicht kaufen. Auch nicht, wenn das Spielzeug mit einem Duft beworben wird, da dieser Allergien hervorrufen kann.

Für Babys und Kleinkinder eignen sich vor allem kurzflorige Kuscheltiere, die nicht so viel haaren.

Überprüfe es auf CE- oder GS-Zeichen, die Dir zeigen, ob das Spielzeug auf Schadstoffe getestet wurde. Leider bieten beide Zeichen keine Garantie, dass keinerlei Schadstoffe auffindbar sind, da die Testverfahren nicht alle Stoffe berücksichtigen.

Aus hygienischen Gründen sollte das Kuscheltier in der Maschine gewaschen werden können. Auch wenn sich z. B. die PAK-Schadstoffe nicht herauswaschen lassen, ist es auf jeden Fall gesünder für Dein Kind, andere gesundheitliche Risiken zu beseitigen.

Leider gibt es noch kein Testverfahren, das Spielzeuge auf jede mögliche Gefahrenquelle hin untersucht. Die Qualitätsmängel können für Dein Kind schwerwiegend sein, weswegen Du ein neues Plüschtier gut untersuchen solltest, sodass zumindest Mängel wie sich auflösende Nähte und lockere Kleinteile ausgeschlossen werden können.

Hier findest Du den ganzen Test mit allen Ergebnissen im Detail.