Majas erstes halbes Jahr im Reboarder – Redakteurin Katharina berichtet über ihre persönlichen Erfahrungen

Katharina Grammel

Reboarder oder nicht? Ein paar Monate nach der Geburt mussten wir uns bereits mit dem Thema Folgesitz auseinandersetzen. Wie und vor allem warum wir uns für einen Reboarder entschieden haben und ob es unserer Tochter Maja gefällt, das erfährst Du hier.

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Gerade erst ist das Baby ein paar Monate auf der Welt, schon stellt sich die Frage nach einem neuen Kindersitz. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Babyschalen einfach zu klein geschnitten sind und ein Wechsel zum Folgesitz viel zu früh vollzogen wird bzw. werden muss.

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Cybex „Aton“

Maja ist ein kleiner Riese und bereits mit 8 Monaten kam ihr Kopf der Oberkante ihrer Babyschale Cybex Aton mit Isofix-Base (Stiftung Warentest Note: gut (1,8)) gefährlich nahe. Doch welcher Kindersitz soll es werden? Ausführlich habe ich mich, wie die meisten Eltern, mit den Testergebnissen der Stiftung Warentest beschäftigt. Oh ja, ein Fangkörpersitz sollte es wohl werden. Total sicher und gut getestet. Nach weiterer Recherche wurde ich das erste Mal mit dem Thema Reboarder in Form eines Gesetzes konfrontiert. Was soll das denn sein? Warum muss mein Baby denn weiter rückwärtsfahren? Blödsinn, die vorwärts gerichteten Kindersitze können doch nicht so schlecht sein, wenn sie mit „sehr gut“ und „gut“ von Stiftung Warentest getestet werden. Schließlich sind schon viele Kinder jahrelang vorwärts gefahren.

Heute kann ich sagen: Gut, dass ich mich weiter informiert habe!! Oder was ist der Grund, weshalb Neugeborene nur rückwärtsfahren dürfen …? Genau, weil es 5 x sicherer ist!
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Wieso haben wir uns für einen Reboarder entschieden?

Während meiner Recherche bin ich auf eine Reportage der ARD gestoßen. Die kleine Saya, über die berichtet wurde, sitzt im Rollstuhl, weil ihre Mama bei schlechter Witterung einen Frontalunfall hatte und Sayas Halswirbelsäule durch diesen Aufprall sehr stark verletzt wurde. Ein Reboarder hätte diese Verletzungen verhindern können. Ich war geschockt! Niemals sollte Maja im Rollstuhl sitzen müssen! Und uns ist es egal, ob unser Kind nichts sieht oder eingeschränkten Platz für die Beine hat (was übrigens Beides Quatsch ist!). Die Frage zwischen Nichts-sehen-können und  Querschnittslähmung stellt sich uns nicht.

Aber wo gibt es diese Kindersitze zu kaufen? Noch nie zuvor hatten wir einen Reboarder gesehen. Um zu sehen, welches Modell zu uns und unserem Auto passt, fuhren wir zur Beratung nach Witten (Nordrhein-Westfalen) zu den „zwergperten“.

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Warum ist es dieses Modell geworden?

Es ist gar nicht so einfach, etliche neue Fragen tun sich auf, wie beispielsweise:

  • Kann das Kind schon alleine sitzen?
  • Mit Isofix oder Befestigung durch den Fahrzeuggurt?
  • Soll der Sitz auch vorwärts eingesetzt werden?
  • Wie lange soll der Kindersitz genutzt werden?

Oh man, gar nicht so einfach. Aber die „zwergperten“ haben alles wunderbar erklärt und sich sehr viel Zeit genommen, wir hatten Wochen vorher bereits einen Termin vereinbart.

Schnell klapperten wir die Fragen ab und kamen zum nächsten Problemfall: Unser Auto hat Staufächer im Boden vor der Rückbank. Auf diesen Bodenfächern darf kein Stützfuß ohne Weiteres stehen, aber alle Reboarder benötigen diesen Fuß zur Stabilisierung. Einige Automobilhersteller bieten passende Füllstücke an, mit denen das Fach fachgerecht ausgefüllt wird. Bei unserem Automobilhersteller gibt es so etwas leider nicht. Deshalb fiel unsere Auswahl sehr klein aus, da es derzeit nur zwei Kindersitzhersteller erlauben, das Fach selbst mit Styrodur (aus dem Baumarkt) zu füllen.

Ab dem Tag waren wir stolze Besitzer des BeSafe iZi Combi X3 ohne Isofix. Aber warum ohne Isofix? Unser Auto hat doch Isofix? Isofix ist doch sicherer? Das ist ein Irrglaube. Isofix ist nicht sicherer, es soll lediglich den Einbau erleichtern und Fehler bei der Montage vermeiden. Ein richtig installierter Kindersitz befestigt mit Dreipunkt-Gurt ist genauso sicher und passt zudem noch in ALLE Autos. Unser BeSafe wird so gut wie nie in ein anderes Auto gebaut. Wenn Oma und Opa mit Maja unterwegs sind, tauschen wir einfach die Autos.
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Wie gefällt es Maja?

Nach einem knappen halben Jahr können wir beruhigt sagen: Maja liebt ihren Kindersitz!

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rückwärts – Panoramablick

Sie hat einen traumhaften Ausblick und winkt den Autofahrern, wenn wir an einer Ampel warten müssen. Von wegen, die Kinder sehen gar nichts! Rückwärts genießt Maja den Panoramablick aus der Heckscheibe und den Seitenscheiben, vorwärts würde sie nur gegen eine Rückenlehne des Beifahrersitzes und aus der Seitenscheibe schauen können. Zudem sieht sie die Objekte auch viel länger als wir. Zur Unterstützung haben wir die Kopfstütze des Rücksitzes ausgebaut. Oft sitzt sie im Sitz, zeigt hinten raus und ruft: „Wau-wau“ oder „Muuuuh“.

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vorwärts – eingeschränkte Sicht

Man muss aber auch sagen, dass Maja es ja gar nicht anders kennt. Sie ist immer schon rückwärts gefahren und wird es auch noch einige Jahre tun. Der BeSafe iZi Combi X3 ist bis zu einem Körpergewicht von 18 kg zu nutzen, das Gewicht wird durchschnittlich mit 4 Jahren erreicht.

Aber der wichtigste Komfort-Grund ist doch, dass Maja nach kurzer Zeit im Auto einschläft. Es scheint also bequem zu sein :-).

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Haben wir weiteres Zubehör gekauft?

Maja im Blick behalten

Maja im Blick behalten mit dem Spiegel von Jako-o

Ja, das haben wir. Das einzige Zubehör, das nur Reboarder benötigen, ist ein Spiegel. Wir wollten unser Kind auch während der Fahrt im Auge haben und Maja uns natürlich auch. Den Jako-o Autospiegel für Babyschalen haben wir an der mittleren Kopfstütze der Rückbank befestigt und können Maja beim Blick in den Rückspiegel gefahrlos sehen.

Unser kleines Krümelmonster ist gerade im wunderbaren „Ich-esse-überall-Kekse-und-Brötchen-Alter“. Daher schützt unseren Kindersitz der BeSafe Schonbezug aus Baumwolle. Diesen eintönig beigen Bezug werden wir noch ganz nach unseren Wünschen mit Textilfarbe in der Waschmaschine einfärben. Sollten nun doch mal zu viele Essensflecken den Sitz „verschönern“, so wird der Schonbezug entfernt und in der Waschmaschine gewaschen. Der Reboarder bleibt trotzdem einsatzfähig.

Auch Spielzeug darf im Auto nicht fehlen. Mit den Jako-o Spielringen lässt sich leicht das gewünschte Spielzeug in greifbarer Nähe anbringen. Befestigt an den Handgriffen hängen bei uns die Sterntaler kleine Spieluhr „Emmi“ und das Babydream Stoffbilderbuch. In unregelmäßigen Abständen wird das Spielzeug einfach ausgetauscht.
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Gibt es Vor- und Nachteile im Alltag?

  • Riesiger Vorteil ist die self-made Bespaßung durch den tollen Ausblick aus dem Auto. Maja kann alles sehen und beobachten und entdeckt immer wieder Neues.
  • Des Weiteren brauche ich keine großen Parklücken mehr. Die Tür muss gar nicht weit geöffnet werden, um Maja in den Sitz zu heben. Das Kind ist somit viel leichter in das Auto zu setzen und anzuschnallen.
  • Bei vielen Kindersitzen müssen die Gurte händisch in die nächsten Gurtschlitze gefädelt werden. Beim BeSafe iZi Combi X3 bewegen sich die Gurte automatisch mit Veränderung der Kopfstütze. Ist die Kopfstütze also korrekt eingestellt, sind auch die Gurte in genau der richtigen Position.
  • Bei längeren Autofahrten oder Fahrten in den Urlaub sitze ich grundsätzlich mit hinten, um Maja mit Ablenkung und Spielen die lange Fahrt etwas zu erleichtern. Perfekt ist hierbei, dass wir uns von Angesicht zu Angesicht sehen können.
  • Als einen kleinen Nachteil empfinde ich dennoch den aufwendigen Ein- und Ausbau des Sitzes. Der Sicherheitsgurt muss um einige Ecken geführt werden, bevor der Kindersitz bombenfest ist. Zusätzlich muss der Reboarder noch mit Spanngurten gesichert werden. Diese Dinge könnte man mit einer Isofix-Variante des BeSafe iZi Combi X3 umgehen, da der Kindersitz aber so gut wie nie ein- und ausgebaut wird, ist es für uns auch nur ein kleiner Nachteil.
  • Ein weiterer Nachteil, der sich aber leider kaum anders lösen lässt, ist die eingeschränkte Beinfreiheit des Beifahrers. Reboarder sind im Allgemeinen größer und wuchtiger als Vorwärtssitze, was zu Lasten des Beifahrers geht. Das Problemchen ist für uns aber zu verkraften, da wir ein großes Auto mit großzügigen Platzverhältnissen haben und trotz einer Körpergröße von 1,85m noch ausreichend Platz ist. Daher kann ich nur den Rat geben, die Kindersitze unbedingt zur Probe bei einem Fachhändler einbauen zu lassen und dann das verbleibende Platzangebot für den Beifahrer zu testen.

Würden wir uns wieder so entscheiden?

Ein klares Ja! Auf jeden Fall würden wir immer wieder einen Reboarder kaufen. Kurz nach Anschaffung unseres iZi Combi X3 kam eine überarbeitete Version von BeSafe auf den Markt.

Besafe "iZi Plus"

Besafe „iZi Plus“

Der neue BeSafe iZi Plus besitzt eine bessere Liegeposition und ist sogar bis zu 25 kg Körpergewicht nutzbar. Auch in Sachen Seitenaufprallschutz wurden einige Verbesserungen vorgenommen. Für diesen würden wir uns aus heutiger Sicht, aufgrund der längeren Nutzungsdauer, entscheiden. Vorausgesetzt, er passt in unser Auto ;-).

Abschließend ist zu sagen, dass wir mit unserem BeSafe iZi Combi X3 rundum zufrieden sind. Beruhigend zudem, dass Maja sicher mit im Auto fährt.

Danke auch an dieser Stelle noch einmal für die tolle Beratung bei den „zwergperten“ in Witten!

Die Reportage der ARD, sowie weitere nützliche Hinweise und Tipps findest Du in unserem Ratgeber zum Thema: Reboarder- oder nicht? Antworten auf alle Fragen rund um das Thema

Autorin: Katharina Grammel