„Mama, bitte tu mir das nicht an!“ Schlaflernprogramme Baby

Marlen Greb

Schlaflernprogramme Baby – sie sind umstritten, aber noch immer werden sie angewandt. Weil Eltern verzweifelt sind oder es nicht besser wissen. Gibt es keine sanfteren Methoden, dem Baby in den Schlaf zu verhelfen? Wir wollen Euch helfen..

 

Schlaflernprogramme Baby – was ist das genau?

Sogenannte Schlaflernprogramme für unsere Kleinsten gibt es einige. Meist handelt es sich hier um Bücher oder Ratgeber, die behaupten, dass man den Schlaf des Babys „trainieren“ kann und somit, wenn man die Anweisungen des Ratgebers genau befolgt, ganz bald ein selig schlummerndes, durchschlafendes Baby zu Hause hat. Doch kommt hier automatisch die Frage auf, ob diese Schlaflernprogramme nicht auf Kosten der Psyche des Babys gehen?

Die Ursprünge der Schlaflernprogramme Baby

Der Klassiker der umstrittenen Schlaflernprogramme Baby ist die sogenannte „Ferber-Methode“. Diese wurde nach dem Kinderarzt Dr. Richard Ferber benannt, der sein Schlaftraining in den 80er Jahren entwickelt hat.

Bekannt wurde das „Ferbern“ hierzulande durch das Buch „Jedes Kind kann Schlafen lernen“ von Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth. In diesem Buch stellen die Autoren die Hypothese auf, dass ein Baby spätestens mit sechs Monaten in der Lage ist, nachts elf Stunden am Stück ohne Mahlzeiten auszukommen. Eine andere Kernaussage ist, dass ein Baby möglichst frühzeitig lernen muss, allein in den Schlaf zu finden. Einschlafhilfen wie das Umhertragen oder Stillen führen nach Meinung der Autoren zur Gewöhnung und haben zur Folge, dass das Kind stets danach verlangen wird. Ebenso verpönt ist das Familienbett. Ein Kind solle möglichst schnell lernen, allein zu schlafen.

Wie soll das Baby mit einem Schlaflernprogramm zum besseren Schlaf gebracht werden?

Ziel der Schlaflernprogramme Baby ist, dass ein Baby „lernt“, ohne fremde Hilfe ganz allein ein- und durchzuschlafen. Hierzu wird es abends alleine und (ganz wichtig) wach in sein Bettchen gelegt. Die Autoren raten von häufigem Stillen ab. Ebenso empfehlen Sie, das Baby nicht sofort zu trösten, wenn es nachts weint, damit es lernt, sich selbst zu beruhigen.

Wird das Baby nachts wach, so soll man es nicht sofort füttern, sondern mindestens eine Stunde lang ablenken. Hierbei sind Einschlafhilfen wie Herumtragen oder ein Schnuller erlaubt (Einschlafhilfen, von denen im Buch ansonsten strikt abgeraten wird). Durch diese „Verzögerungstaktik“ soll dem Baby angewöhnt werden, ohne nächtliches Stillen oder Fläschchen auszukommen.

Der wahrscheinlich meist diskutierte Teil der Ferber-Methode ist jener, bei dem dem Baby angewöhnt werden soll, alleine einzuschlafen, indem man es schreien lässt und nur in kurzen, zeitlich genau begrenzten Abständen zu ihm geht. Dabei sollen sich die Zeiten, in denen das Baby alleine verbleibt, kontinuierlich verlängern.

Im Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ wurde die von Ferber vorgegebenen Zeiten leicht verändert und „abgeschwächt“. Die längste Zeit, die das Kind allein aushalten soll, umfasst bei Ferber eine halbe Stunde, während die maximale „Auszeit“ bei den Autoren Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth zehn Minuten beträgt. Nach „Jedes Kind kann schlafen lernen“ soll dieser Behandlungsplan bereits bei Babies ab einem halben Jahr anwendbar sein. Ferber sprach von einer Anwendung ab 12. Monate.

Sleeping baby on back in sleeping bag

Kritik an der Ferber-Methode

Es ist mir wirklich eine Herzensangelegenheit, auch meine Meinung zu diesen doch viel diskutierten Schlaflernprogrammen kundzutun. Sowohl als Mama einer kleinen Tochter, als auch aus meinem Beruf der Diplom Sozialpädaogin heraus.

Zunächst vorweg: Ich finde es erschreckend, dass sich Bücher wie „Jedes Kind kann Schlafen lernen“ noch immer solch großer Beliebtheit erfreuen. Und noch immer gibt es selbst Kinderärzte und Hebammen, die dieses Buch empfehlen.

Denn: Ein Schlaftraining ist eine reine Konditionierungsmassnahme und stammt ursprünglich aus der Verhaltenstherapie. Möchte ich wirklich, dass mein kleines, gesundes Baby „therapiert“ wird?

Es ist grausam. Die Eltern werden angehalten, quasi mit der Stoppuhr vor dem Kinderzimmer zu stehen und müssen ihr Baby immer länger allein schreien lassen. Zwischen den „Schreiphasen“ dürfen sie für wenige Minuten zu ihrem Kind gehen – nette Worten sind dann erlaubt, aus dem Bett heben und „richtig“ trösten jedoch nicht.

Allein AugeDiese Tortur wird solange (wenn nötig zwei Wochen) durchgezogen, bis das Kind alleine und ohne Protest einschläft. Doch dies ist kein Erfolg, wie einem das Buch gern suggerieren möchte. Das Baby schläft nicht ein, weil es „gelernt“ hat wie das geht – das Baby schläft ein weil es resigniert hat. Es hat gelernt, dass sein Schreien aus purer Verzweiflung nichts nützt, dass es nicht wahrgenommen wird. Es hat gelernt, dass „Mama und Papa mir nicht helfen“. Und so schläft es einen erschöpften und resignierten Schlaf.

Anbei einen Auszug aus dem Buch „Jedes Kind kann Schlafen lernen“ bei dem mir persönlich direkt ganz anders wird:

So wird z. B. von Pascal, 12 Monaten alt, berichtet, der sich „fünfmal hintereinander den Finger in den Hals steckte und erbrach“. Laut den Autoren benutze er „das Erbrechen als Mittel, um seinen Willen zu bekommen“. Dieses Verhalten müsse möglichst schnell abgewöhnt werden, denn „hätte er damit Erfolg gehabt, wäre die Versuchung groß gewesen, es auch in Zukunft auf diese Weise zu versuchen.“

Baby crying

Warum sollte man auf die Anwendung von Schlaflernprogrammen verzichten?

Babys wachen nachts oft auf. Das liegt in der Natur der kleinen Menschen. Zum einen benötigen Sie nachts noch Nahrung (ihr kleiner Magen ist gar nicht auf’s Durchschlafen ausgerichtet), zum anderen fühlen sie sich ohne die Nähe ihrer Eltern schrecklich schutzlos.

Natürlich ist es toll, wenn man ein Baby „erwischt“ hat, dass recht früh durchschläft. Welche Eltern freut das nicht. 😉

Es ist aber überhaupt nicht ungewöhnlich, wenn dies in den ersten Lebensjahren nicht der Fall ist. Und auch wenn Du oftmals schwarze Ringe unter den Augen hast – tu Deinem Schatz kein Schlaftraining an.

Schlaflernprogramme können schwere Folgen für die Seele Deines Babys haben. Ganz abgesehen von der Tortur, die auch Du durchmachen musst, um es durchzuhalten.

Schreien lassen schädigt nachweislich das Gehirn des Babys. Das Stresshormon Cortisol wird in hohen Mengen ausgeschüttet. Das „Verlassen werden“ verursacht einen großen, seelischen Schmerz.

Diese traumatischen Erfahrungen wirken sich stark auf das emotionale Empfinden des Kindes aus, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Depressionen, Angststörungen und stressbedingten körperlichen Erkrankungen führen kann.

Zudem erschüttert das Schreien lassen das Urvertrauen der kleinen Menschen. Dieses Urvertrauen ist für eine stabile Psyche und den Aufbau eines gesunden Bindungsverhaltens unabdingbar.

In einem Interview mit John Seabrook hat sich inzwischen sogar Dr. Ferber selbst mit Bedauern darüber geäußert, dass seine Thesen, von denen er sich mittlerweile sogar teilweise distanziert hat, immer noch soviel Zuspruch finden. Er sagt im Interview: „Ich wünschte, ich hätte diese Sätze nicht geschrieben. Sie stammen aus der herkömmlichen Literatur. Es sind Pauschalaussagen, die einfach nicht stimmen.“

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Was kann ich stattdessen tun, um meinem Baby das Ein- und Durchschlafen zu erleichtern?

Auch wenn das vermutlich nicht das ist was Du als übermüdete, gestresste Mama gerade brauchst und hören magst: Habe Geduld!

Mache Dir immer wieder klar, dass Dein Kleines es momentan einfach nicht „besser kann“. Es möchte Dich nicht ärgern oder quälen. Es braucht einfach Deine Nähe.

Hier ist es sehr hilfreich, dass Du Deinem Baby diese Nähe zugestehst und ihm einfach das gibst was es braucht.


Dein Baby schläft tagsüber nicht abgelegt? Lass es nicht schreien, sondern mach das Beste draus! Schnapp Dir Dein Tragetuch oder Deine Babytrage und gib Deinem Kind die Sicherheit, die es offenbar gerade ganz besonders braucht.

Besonders empfehlenswert finden wir die Babytrage Manduca.

Eine große Hilfe für die Nacht: Lass Dein Baby in einer Babybucht oder mit seinem Babybettchen neben Eurem Elternbett schlafen. Dies beruhigt nahezu alle Babys ungemein und sie schlafen in der Regel länger am Stück als ganz allein.

Besonders überzeugt sind wir von der Babybucht Babybay.

 
Damit Dein Kleines gut in den Schlaf findet, sind auch Rituale fürs Zubettgehen besonders wichtig. Erwiesenermaßen kommen Kinder, bei denen beim Einschlafen die immer gleichen Rituale zur Anwendung kommen deutlich besser zur Ruhe.

Wir haben hier einige schöne miBaby-Ratgeber für Dich zusammengestellt, die Dir in genau diesen Punkten weiterhelfen sollen:

Schlaf Kindlein, schlaf – Der miBaby Ratgeber Babyschlaf gibt Dir Tipps

Perfekt gebettet – Wie die optimale Schlafumgebung fürs Baby gestalten?

Elterliche Nähe beim Schlafen ist wichtig – Der miBaby Ratgeber Familienbett, Babybucht und Co

„Baby, bitte schlaf endlich ein“… Die miBaby Checkliste Babyschlaf



Ein toller Ratgeber rund um das Thema sanftes Einschlafen ist auch das Buch „Ich will bei euch schlafen“ von Sibylle Lüpold. Es berichtet anschaulich von den Gefahren von Schlaflernprogrammen Baby und räumt auf mit den Mythen rund um das Thema „das Baby MUSS durchschlafen“.

 
Abstand von Schlaflernprogrammen zu nehmen lohnt sich – unser Erfahrungsbericht

Wie weiter oben bereits geschrieben, haben auch wir eine kleine Tochter, welche mittlerweile 2 Jahre alt ist. Sie kam 3,5 Wochen zu früh auf die Welt und war von Anfang an ein pflegeleichter kleiner Engel – solange sie nicht schlafen sollte. 😉

Das erste Lebensjahr verbrachte sie, wenn sie tagsüber müde wurde, in der Tragehilfe. Abgelegt schlief sie nicht. Also sind wir gelaufen und gelaufen und gelaufen, immer das Kind vor der Brust. 😉

Die ersten Monate schlief sie abends nur an der Brust ein – nach (ungelogen!) 2-3 Stunden Einschlafstillen. Dann durfte man sie ablegen und sie hat friedlich geschlummert.

Nach dieser Phase schlief sie nur „Gesicht an Gesicht“ mit ganz viel Körperkontakt ein. Also haben wir ihr diesen gegeben.

Dann folgte die Phase in der wir ca. 1h neben ihrem Bett saßen und „Händchen hielten“, bis sie eingeschlafen war.

Glaub mir wenn ich sage, dass auch ich (obwohl ich ja auch beruflich dies alles in der Theorie bereits wusste und gelernt hatte) wahnsinnig oft auf dem Zahnfleisch gekrochen bin. Und es sind auch nicht wenige Tränen (auf meiner Seite 😉 ) geflossen, weil ich einfach nicht mehr konnte.

Trotzdem haben mein Mann und ich uns entschieden, dass unsere Tochter niemals schreiend alleine einschlafen soll. Wir haben uns abgewechselt, wenn der eine mal zu erschöpft war und nicht mehr konnte.

Als unsere Maus circa 8 Monate alt war, begann sie von alleine ab und an durchzuschlafen. Seit sie circa 1 Jahr alt ist schläft sie nachts nahezu immer durch (es sei denn sie ist krank o.Ä.). Wir haben sehr schöne gemeinsame Schlafrituale, legen sie anschließend ins Bett und dann möchte unsere Tochter in der Regel, dass wir das Zimmer verlassen, damit sie schlafen kann (früher absolut undenkbar). Ein wahrer Traum!

Haltet durch, gebt Eurem Kind die Zeit, die es braucht und wendet keine Schlaflernprogramme an! Das Ergebnis lohnt sich!

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13 Kommentare – Jetzt lesen
  1. Ich möchte hier auch mal meine Meinung sagen, auch wenn diese nicht dem Mainstream entspricht und auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden. Erst einmal finde ich den Standpunkt schön und gut und für die Mütter die das können, ist das definitv die beste Lösung.Aber was ist mit den Müttern die das nicht können? Weil sie Wochenbettdepressionen oder andere nicht selbstverschuldete Seelische Probleme haben, die mit der Geburt einhergehen? Ich selbst hatte für meine Tochter keinerlei Gefühle. Ich habe mich in Grund und Boden geschämz und niemand außer meinem Mann wusste bescheid. Meine Tochter musste 6 1/2 Wochen zu früh geholt werden, da meine Nieren kurz davor waren zu versagen. Ich sah dieses Baby im Brutkasten und wusste, dass es MEIN Kind ist und wartete darauf, dass sich diese Muttergefühle einstellten, von denen alle immer gesprochen haben. Aber sie kamen nicht. Ich habe so hart gekämpft, habe versucht meine Tochter nichts davon spüren zu lassen und zum Glück habe ich einen verständnissvollen Mann der mir so viel abgenommen hat. Dann war die kleine zu Hause und das nächste Problem trat auf: Wir ließen sie neben uns in unserem Schlafzimmer, in ihrem eigenen Bettchen schlafen. Man hat uns immer gesagt, dass das Risiko eines plötzlichen Kindstod erhöht sei. Ich habe keine Nacht ein Auge zu gemacht. Jedes Mal wenn meine Kleine sich bewegte oder irgendwelche Geräusche im Schlaf machte war ich Hellwach. Ich habe keinen Schlaf bekommen und jede Mutter weiß was das heißt.Also haben wir sie mit 2 1/2 Monaten in ihr eigenes Zimmer gestellt, wo sie genauso gut geschlafen hat wie bei uns im Zimmer. Wir hatten Glück, denn als Baby war unsere Tochter sehr pflegeleicht und mit den Monaten kamen auch endlich meine Gefühle. Heute ist sie 5 ein wunderbares, sehr schlaues und aufgewecktes Mädchen. Sie kennt das Alphabet auswendig, kann schon ihren Namen schreiben, hat mit zwei Jahren schon richtig gesprochen und ist einfach nur toll. Vieles Verdanke ich meinem Mann. Aber nicht jede Frau hat das Glück einen so tollen Mann wie ich zu haben.Also was sollen die Frauen machen, die die gleichen Probleme wie ich haben und keinen so tollen Mann? Die würden kaputt gehen, wenn sie sich genau so verhalten, wie es in dem Beitrag steht. Und jetzt dürft ihr mich steinigen 😉

  2. Mein Sohn ist 21, ich konnte ihn nicht schreien lassen. hätte für mich schon zuviel stress bedeutet. hatte ihn bei mir bis er von alleine weg wollte. Sein Urvertrauen ist nicht zerstört, seine Seele und sein Körper stabil. er kann sich ca 30 Jahre Aufarbeitung und Reperatur sparen ! er war von Anfang an sehr unabhängig und ausgeglichen. glücklicherweise fiel mir damals das richtige `Erziehungsbuch` in die Hände. AUF DER SUCHE NACH DEM VERLORENEN GLÜCK von Jean Liedloff eine Bibel für mich!!

  3. Unser Sohn ist zu Beginn auch nur auf dem Arm eingeschlafen. Das mit dem ablegen einfach immer wieder versuchen. Ich hatte sein bettchen direkt neben meinem stehen. Irgendwann hat es gut funktioniert.
    Vorher habe ich mir aus Stillkissen etc. Eine stütze für arm Nacken etc. Gebaut und dann haben wir so geschlafen:)

  4. Kann ich nur zu stimmen habe selber 4 kinder 16 zwillinge 11 und der kleine fast 9 monate alt er hat eigentlich seit anfang an gut geschlafen mit 3 monaten hat er durch geschlafen abends kein problem fläschen und dann bett gesxhlafen seit ca 3 wochen schläft er nur noch auf dem arm oder im kinderwagen ein aber schreien lassen haben wir 2 mal probiert könntwn wir aber nit länger als 10 min . Denke er brauch es zur zeit denn körperkontakt beim einschlafen also bekommt er diesen auch .

  5. Ich finde diese Einschlaftrainings schon barbarisch. Meine Maus ist jetzt knapp über ein halbes Jahr alt und schläft jetzt seit einem Monat in ihrem eigenen Zimmer. Wir haben einfach gemacht, was unser Kind für richtig hielt. So schlief sie die ersten drei Monate immer trinkenderweise in meinem Arm ein, dann wollte sie in ihrem eigenen Bettchen schlafen (davon die ersten beiden Wochen Händchen haltend) vor vier Wochen haben wir dann ausprobiert, ob sie ruhiger schläft, wenn niemand im gleichen Raum ist. Und siehe da, schon schläft sie von 19 bis 8 Uhr, meist mit 2 Unterbrechungen zum Stillen. Nach dem zweiten möchte sie dann wieder mit zu uns ins Bett zum Guten Morgen Kuscheln. Worauf ich mich ehrlich gesagt jedesmal freue.
    Mir würde es auch das Herz brechen, sie weinend und schreiend einschlafen zu lassen. Dafür ist sie seit dem ersten Tag viel zu lieb und ausgeglichen.

  6. Unser Kleiner ist erst 3 Wochen alt und brauch den ganzen Tag Koerperkontakt. In der Nacht schlaeft er auf unserem Arm ein und wir versuchen ihn dann abzulegen, was mal mehr und mal weniger funktioniert. Aber das Kind die ganze Nacht auf dem Arm zu haben ist auf die Dauer unheimlich anstrengend…aber ich weiss dass ist das was er im Moment braucht! Kann mir jmd sagen ab wann ich versuchen sollte ihn ans alleine liegen (ich meine nur nicht nur auf meiner Brust) zu gewoehnen? Ab wann „lernen und erinnern sich“ babys? Will definitiv kein Schlaftraining machen…

  7. Ich stimme mich dem zu.. Meine Tochter ist 17 Monate alt schläft nur bei mir mit im Bett egal ob mittagschlaf oder abend. Ich musste mir auch oft anhören das es ffalsch ist Doch mein kind weinen zu lassen schmerzt in meinem Herzen zu sehr.. Klar hatte ich das auch mal gemacht da es laut Kinderarzt und der schlafsprechstunde so sein soll.. Doch ich konnte es nicht… Seid sie bei mir mit im Bett schläft ist sie viel entspannter und schläft viel besser mir ist egal was andere sagen sie wird schon alleine schlafen oder durchschlafen wenn sie soweit ist.. Mittlerweile steht sie nach ihr mittagschlaf auf und kommt ohne zu weinen und erfreut zu uns nach vorne.. Ich rate von ferbern ab hoffe sehr das es mal abgeschafft wird

  8. Unsere Tochter hat vom Krankenhaus ab 6 Std. geschlafen als ich zuhause war gab mir meine Hebamme den Tipp ich solle sie Pucken, tada sie schlief 8 Std. und seit sie 5 Monate ist schläft sie 12 Stunden… ja ich weiss es ist selten dass ein kind so gut schläft.
    Meiner Meinung nach fangen die Schlaffehler oft schon im Krankenhaus an. Die Schwestern wollten mich auch immer dazu drängen die kleine Nachts aufzuwecken um sie zu stillen denn ihrer Meinung nach muss das alle 2 Std. erfolgen. Wer das befolgt hat meiner Meinung nach schon den ersten fehler gemacht. Ich hab meine Tochter tagsüber spätestens nach 4 std. aufgeweckt und gestillt, damit hatte ich tagsüber nen super stillplan und nachts hat sie dann super geschlafen, ich hab sie auch nie zum schlafen im Bett gehabt sondern in der Wiege neben unserem Bett.
    Als sie dann mit 4-5 Monaten wieder kürzer geschlafen hat hab ich gemerkt dass sie auch Tagsüber öfters Trinken will alle 1,5-2 Stunden is sie gekommen, da mir dass persönlich auch zu stressig war da ich ja schön den 4 Std. rhytmus gewöhnt war hab ich angefangen mit zufüttern, und da madam keine Pulvermilch wollte gabs halt gleich Gläschen und Brei und sie hat viel gegessen 2 Glässchen am Tag und einen Abendbrei und schwupps Sie hat 12 Stunden geschlafen und das macht sie bis heute (10 Monate)

  9. Der jenige das Buch geschrieben hat , hat auch Kinder ? Hat er anunhg von was er spricht ? Meine Meinung nach ist , Man Sol die Kinder nicht weinen lassen , die weinen nicht einfach so … Die weinen weil die brachen was ,Hunger oder durscht , bauch Schmerz und und , ich hab selbe 2 Kinder , 13 Jahre und eine junge 3 Monate bald , ich las nie meine baby weinen , kann ich nicht !

  10. Mein drittes Kind ist gerade 5 Monate alt geworden. Mein erstes Kind ist bereits 19. Jedes meiner Kinder hatte ein unterschiedliches Schlaf verhalten aber keines meiner Kinder musste sich jemals in den Schlaf weinen. Obwohl ich von meiner Oma und Mutter auch immer zu hören bekam ich sollte sie weinen lassen. Wenn eines meiner Kinder weint. ….egal wie alt. …muss ich mitweinen. Diesen seelischen schaden habe ich von der Erziehung meiner Eltern davon getragen.

  11. Liebe Frau Greb, sie sprechen mir aus der Seele! Unsere Kleine ist jetzt ein halbes Jahr alt und wir hatten bis vor kurzem einen 2-Stundenrhythmus. Tag und Nacht versteht sich! Denke mal, dass es auch daran liegt, dass sie gestillt wird, macht natürlich nicht so pappsatt wie Fertigmilch! Sie schläft auch jetzt noch nicht durch, aber momentan befinden wir uns bei einem Abstand von ca. 3-4 Std! Ich habe das Glück, dass ich es überraschend gut wegstecke und in dieser Hinsicht sehr belastbar bin! NIEMALS könnte ich mein Kind schreien lassen, obwohl ich mir auch ab und an vorhalten lassen muss, dass ich sie verziehe und sie immer in den Schlaf HUTSCHE! Meine Meinung ist, dass sich ein Kind nur über das Weinen und Schreien bemerkbar machen kann und es mit Sicherheit nicht so schlau ist und einfach aus Spaß weint um Mama und Papa zu ärgern! Wenn es weint, dann hat es auch irgendein Bedürfnis und meine Aufgabe als Mutter ist es dieses Bedürfnis nach Hunger, Durst, Nähe, Liebe usw zu befriedigen! Kinder sollen bei vielen immer in ein perfektes Schema passen! Es soll regelmäßig und vor allem bald durchschlafen, darf nie quängelig sein und sich den Bedürfnissen der Eltern anpassen! Manchmal finde ich es sehr traurig, wenn man mitbekommt, was andere Eltern für eine Einstellung haben, oder bzw. wie sie es schon angesprochen haben auf andere zu vertrauen, weil sie es selbst nicht besser wissen! Aber man sollte meiner Meinung nach, besser auf seinen Naturinstinkt hören! Ich denke mir immer, wenn ich Hunger habe, dann ess ich was, ich selbst schlaf auch nicht gern allein und wenn ich traurig bin und weine gibt es nichts schöneres als von jemandem getröstet zu werden, aber Kinder sollen lernen mit dem Ganzen allein fertig zu werden! Meine Meinung ist nach wie vor, ein Kind weint nicht zum Spaß, es ist nunmal am Anfang, die einzige Art sich auszudrücken und auf seine Bedürfnisse aufmerksam zu machen!