Mama in Bestform

AnjaConstance

… soll nicht heißen, dass Dein Körper sechs Wochen nach der Geburt wieder laufstegtauglich sein muss. Aber Du kannst einiges dafür tun, dass Du Dich in Deinem Körper wohl fühlst und Beschwerden vorbeugst. Hier haben wir ein paar Tipps für Dich.

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Wie ist die körperliche Situation nach der Geburt?

Dein Körper hat das Wunder vollbracht und eine Baby heranwachsen und auf die Welt kommen lassen. Du kannst Dir wirklich auf die Schulter klopfen für diese großartige Leistung. Schwangerschaft ist sicher keine Krankheit, aber dennoch eine enorme körperliche Umstellung. Und eine Geburt kannst Du vom Kraftaufwand her mit einem Marathonlauf vergleichen. Aber auch Frauen mit einem Kaiserschnitt sollten sich bewusst machen, dass sie da eine große Bauchoperation hinter sich haben. Und wer würde nach einer kleinen Blinddarm-OP gleich wieder auf der Matte stehen und ein kleines Baby versorgen?

Auch dein Beckenboden hatte einiges zu leisten in den letzten Schwangerschaftsmonaten. Kein Wunder, wenn dieser sich jetzt belastet und irgendwie auch instabil anfühlt. Neben der strapazierten weichen Muskulatur Deiner Körpermitte sind auch Bindegewebe und Haltebänder in diesem Bereich nicht mehr an Ort und Stelle, denn sie mussten ja in der Schwangerschaft der wachsenden Gebärmutter nachgeben. Deine Belastungsgrenze beim Heben ist darum das Gewicht Deines Babys, also ca. drei bis fünf Kilogramm in den ersten Wochen.

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Die Gebärmutter wird sich in den ersten zehn bis 14 Tagen nach der Geburt wieder auf ihre Ursprungsgröße zurückbilden – sozusagen vom Fußball zum Hühnerei. Die Stelle, wo sich Dein Mutterkuchen in der Gebärmutter nach der Geburt gelöst hat, heilt auch. Darum gibt es den sogenannten Wochenfluss, anfangs eine stärkere Blutung bzw. ein Wundfluss, der aber zunehmend weniger wird und nach ca. vier Wochen ganz aufhört.

Deine Brust wird direkt nach der Geburt ihren Job antreten und Milch für Dein Baby produzieren. Ungefähr um den 3. Tag herum wirst Du dies auch durch den sogenannten „Milcheinschuss“ sehen und fühlen. Keine Sorge, Milcheinschuss ist nur ein unglücklich gewählter Begriff dafür, dass nun reichlich Milch produziert wird, deshalb die Brust stärker durchblutet ist und vermehrte Lymphflüssigkeit die Brust etwas anschwellen lässt. Wenn Du Dein Baby in diesen Tagen ganz häufig gut anlegst und zusätzlich die Brust etwas kühlst, wirst Du den Milcheinschuss aber nicht als besonders unangenehm erleben müssen.

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Lansinoh Thermoperlen

Die Lansinoh Thermoperlen kannst Du zum kühlen nehmen, aber auch vor dem Stillen zum Wärmen der Brust, um den Milchfluss anzuregen. Ein gut sitzender nahtloser Still-BH wird Deine Brust stützen. Schaff Dir diesen am besten erst nach der Geburt an, damit er auch wirklich gut passt. Mit einem zu engen BH riskierst Du einen Milchstau.

Wenn Du viel Wasser in der Schwangerschaft eingelagert hast, wirst Du dies im Wochenbett ausscheiden. Viele Frauen schwitzen jetzt auch vermehrt. Ein großes Badehandtuch im Bett vermeidet ständigen Bettlakenwechsel.

Was muss ich für mich im Wochenbett tun?

Das Wochenbett ist der Zeitraum der ersten acht Wochen nach der Geburt. Die größten körperlichen Veränderung passieren zwar im sogenannten Frühwochenbett (die ersten zehn bis 14 Tage nach der Geburt), aber die komplette Erholungsphase nach einer Geburt braucht fast zwei Monate. Deine Hauptaufgabe in dieser Zeit ist, Dein Baby zu versorgen und zu genießen und vor allem Dich auszuruhen. Denn immerhin hast Du eine Schwangerschaft und eine Geburt hinter Dich gebracht. Und dann ist da Dein Baby, dass Dich durch das Stillen auch von Anfang an weiter körperlich fordert.Gleichzeitig unterstützt das Stillen aber auch Deine Gesundheit und sorgt z.B. für eine schnellere Rückbildung. Darum sollte es selbstverständlich sein, dass Du jetzt viel liegst und die Schlafphasen Deines Babys nutzt, um selbst zu schlafen. Im Liegen wird auch Dein Beckenboden entlastet und eventuelle Geburtsverletzungen heilen so auch am schnellsten und unkompliziertesten. Also sorge für genug Hilfe, genug gutes Essen (dass Du nicht selbst einkaufst und kochst) und verschiebe anstrengenden Besuch großzügig. Nimm das „Bett“ vom Begriff „Wochenbett“ ernst, denn je besser Du Dich in dieser Zeit erholst, umso gestärkter wirst Du den Babyalltag in den folgenden Monaten bewältigen können.

Und was braucht mein Beckenboden?

Auch der braucht erst mal primär Ruhe und Entlastung. Gleichzeitig möchte die überdehnte Muskulatur wieder aufgebaut werden. Deshalb wird Dir Deine Hebamme die ersten Beckenbodenübungen schon im Frühwochenbett zeigen. Aber Du solltest Deinen Beckenboden auch sonst im Alltag stärken, in dem Du besonders auf Deine Haltung achtest. Rückenschmerzen hängen ganz stark mit einer schwachen Körpermitte zusammen. Meist wird ja das schnell an Gewicht zulegende Baby als Hauptgrund für einen schmerzenden Rücken genannt, das stimmt so aber nicht. Lass Dir die korrekte beckenbodenfreundliche Körperhaltung von Deiner Hebamme zeigen. Du wirst überrascht sein, auf wie viele Punkte man dabei achten muss. Wenn Du diese Tipps beherzigst, wird schon allein das richtige Stehen am Wickeltisch (der hoffentlich zu Deiner Körpergröße passt) ein kleines Workout.

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DVD Rückbildung

Ganz viele Tipps, Erklärungen und sehr gute Übungen findest Du auf der DVD „Rückbildungsgymnastik“. Die Übungseinheiten bauen aufeinander auf und es sind lange und kurze Sequenzen dabei, so dass Du auch an einem stressigen Babytag eine kürzere Trainingseinheit einlegen kannst. Der Beckenboden möchte nämlich täglich von Dir gestärkt und adäquat genutzt werden. Ein guter Beckenbodenzustand ist die Voraussetzung, dass Du Deine Lieblingssportart später wieder unbeschadet ausüben kannst.

Was bringt mir ein Rückbildungsgymnastikkurs?

Ein Rückbildungsgymnastikkurs ist KEIN Bauch-Beine-Po-Workout, mit dem Du danach garantiert wieder in Deine alte Jeans passt. Er ist die Grundlage dafür, solche Kurse später wieder besuchen zu können. In einem guten Rückbildungskurs wirst Du also keine Aerobicübungen finden oder Dich Zumba-mäßig mal so richtig auspowern können.
Auch hier steht Deine Körpermitte im Vordergrund, denn ein flacher Bauch hängt maßgeblich damit zusammen. Du wirst den Beckenboden erklärt bekommen und sich steigernde Übungen dazu absolvieren. Die Körperhaltung ist ein wichtiges Thema, ebenso die Stärkung Deiner Rückenmuskulatur. Natürlich werden auch Arme und Beine trainiert, aber sei sicher, dass eine Übungseinheit pro Woche noch keine Bikinifigur zaubert. Die Tipps aus dem Rückbildungskurs solltest Du also auch in Deinen Alltag einbauen. Schieb doch einfach mal Deinen Kinderwagen so, in dem Du den Griff mit den Handflächen von unten umfasst. Merkst Du, wie sich sofort Deine Körperhaltung positiv verändert ?
Wenn Du Deinen Rückbildungsgymnastikkurs bis zum 9. Monat nach der Geburt abgeschlossen hast, werden die Kosten dafür von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Wann habe ich mein Vorschwangerschaftsgewicht wieder?

Das können wir Dir leider auch nicht genau sagen, aber eine alte Hebammenweisheit heißt: Die Schwangerschaft dauert gute neun Monate, also darf es auch so lange wieder dauern, bis Du in Deinem Vorschwangerschaftskörper wieder angekommen bist. Eine ausgewogene Ernährung ist auch weiterhin wichtig für Dein Wohlbefinden. Jetzt ist also kein guter Zeitpunkt für einseitige Diäten. Trotzdem wirst Du die Schwangerschaftskilos nach und nach verlieren.
Das Stillen hilft Dir dabei und vor allem die in der Schwangerschaft angelegten Fettdepots schmelzen – speziell die an den Hüften. Allerdings werden diese Fettdepots in der Regel erst nach einer Stillzeit von mehr als vier bis fünf Monaten mobilisiert. Trotz dann wieder erlangter gleicher Ausgangslage auf der Waage wird eventuell die Lieblingsjeans trotzdem nicht mehr passen, weil das Becken nach eine Schwangerschaft meist etwas breiter bleibt. Sport unterstützt nicht nur Deine Figuroptimierung, sondern wirkt sich auch auf die Laune positiv aus. Die große Herausforderung wird es aber sein, im Mamaalltag Zeit dafür zu finden. Setze die Ziele also nicht zu hoch. Ein flotter Spaziergang mit Baby im Tragetuch ist zum Beispiel auch eine gute Option, etwas für die Kondition zu tun. Aber anstatt sich über noch vorhandene Pölsterchen zu sehr zu ärgern, sei stolz auf Deinen Körper. Die Schwangerschaft, die Geburt und auch das Stillen Deines Babys sind mehr als genug Gründe dafür.