Mysterium Babykleidung – welche Größe und wie viel brauchst Du wirklich?

Sandra

Als werdende Mama gibt es nichts Schöneres, als auf dem Sofa durch die verschiedensten Shops zu stöbern und Babykleidung zu shoppen. Welche Größe und Menge man hier von Anfang an wirklich braucht, sagen wir Dir hier.

Das Größen-Dilemma

„Kaufe ja nicht so viel Zeug in 50 und 56, da wächst der Kleine ja nach ein paar Tagen eh wieder raus!“ Diesen Satz habe ich vor der Geburt meines Sohnes mindestens 100 Mal gehört und gelesen. Gesagt, getan. Ich hatte alles Erdenkliche für den Kleinen ab Größe 62 gekauft und dachte, damit fahre ich super. Das Problem war nur, dass mein Sohn einen Tag vor dem errechneten Termin mit 50 cm auf die Welt kam und NICHT nach ein paar Tagen aus der 56 herausgewachsen war.

Als die Krankenschwester dem Kleinen meine mitgebrachte Babykleidung in der 62 für die Entlassung anzog, erntete ich einen spöttischen Blick, der mich bis heute daran erinnert, wie unvorbereitet auf die Bedürfnisse eines Babys ich mich damals gefühlt habe.  Der Body hing ihm durch den zu großen Ausschnitt auf der einen Seite herunter, die Strumpfhose reichte ihm bis zu den Schultern hoch, sodass die Babysöckchen, ebenfalls viel zu groß, kurzerhand als Strumpfhose dienen mussten. Handschuhe brauchte er im kalten Dezemberwetter ebenfalls nicht, da die Ärmel von Body, Pullover und Winteroverall halbleer über die Arme hingen und sich Kälte und Luft bestimmt nicht hineinverirrten. Letztendlich haben wir Größe 56 die ersten acht Lebenswochen benötigt und ich musste noch einiges online nach der Geburt nachkaufen, damit mein Kind nicht in seiner Kleidung verschwindet.

Wie präzise ist die Messung von Ärzten?

Natürlich geben Ärzte eine Größen- und Gewichtsprognose für Dein Baby, die zwar als Anhaltspunkt dienen kann, aber leider nicht immer stimmen muss. Mit der zunehmenden Größe des Babys wird es immer schwerer für Frauenärzte, es genau auszumessen, da es nicht mehr ganz auf den Bildschirm passt. So passiert es nicht selten, dass Babys, die auf drei Kilo und 50 cm geschätzt werden, mit 1,5 Kilo und 5 cm mehr auf die Welt kommen. Daher ist es von Vorteil, sowohl die kleinen Größen wie 56, als auch größere ab 62 für die Entlassung aus dem Krankenhaus und die erste Zeit zuhause parat zu haben. Nicht selten kann man außerdem davon ausgehen, dass große Eltern größere Kinder und andersherum bekommen. Ausnahmen bestätigen aber wie immer die Regel.

Tipp: In Kliniken oder Arztpraxen, die auf Ultraschall-Aufnahmen spezialisiert sind, sind die vorhergesagten Angaben zu Größe und Gewicht eines Babys oftmals zutreffender als dort, wo Ultraschall lediglich einen kleinen Teil des Angebots darstellt. Ausschlaggebend sind vor allem modernere Geräte und die größere Routine des Personals.

Was brauchst Du wirklich an Neugeborenenkleidung?

Natürlich gibt es kein allgemeingültiges Patentrezept, welche Menge Du von welcher Bekleidung brauchst. Du wirst in den ersten Wochen Deine eigenen Erfahrungen machen. Wir möchten Dir aber ein paar Erfahrungen mit Babybekleidung mit auf den Weg geben, die Dir vielleicht auch behilflich sind.

1. Wickelbodys und -jäckchen

Die empfohlene Größe für Erstlingskleidung wurde bereits angesprochen. Jedes Baby ist von der Körperstatur her anders; die meisten benötigen aber für die erste Zeit die Größe 56. Wenn man sich nicht von Anfang an mit zu viel ausstatten möchte, kann man sich auch von Freunden und Familie nach der Geburt noch gewünschte Kleidungsstücke schenken lassen. Erst mit der Zeit merkt man, was wirklich praktisch ist und was das Baby gar nicht leiden kann. Die erste Anschaffung nach der Geburt unseres Kleinen waren Wickelbodys, 10 Stück an der Zahl. Bodys hatte ich bereits in Massen besorgt, jedoch unten geknöpfte. Dies stellte sich für die allererste Anfangszeit als Fehler heraus, denn Lukas mochte die kurzfristige Dunkelheit gar nicht und protestierte lautstark. Wickeljacken, auch Flügelhemdchen genannt, als Pullover-Ersatz über dem Body waren die nächste Anschaffung. Beides muss durch die Knöpfung oder Bindung an der Seite nicht über den Kopf gezogen werden und ist viel schneller zu wechseln, was bei einem Spuckkind nicht unerheblich ist. Als weitere Gefahrenquelle, neben dem Spucken, kommt der flüssige Muttermilchstuhl hinzu, der selbst bei der besten Windel mal seinen Weg heraus findet und schnell entfernt werden möchte.

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2. Strampler ohne Fuß

Was sich ebenfalls als sehr praktisch herausgestellt hat, sind Strampler ohne Füße und unten mit Knopfleiste. Der Vorteil von Wickelkleidung wurde bereits angesprochen, ein Strampler mit Knopfleiste bietet zusätzliche Zeitersparnis. Er muss nicht komplett ausgezogen werden und man kommt schnell an die Windel. Fehlende Füße sorgen für eine längere Verwendungsdauer der Strampler und bieten mit warmen Socken denselben Wohlfühlgrad wie ein Komplettstrampler.

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3. Innenbekleidung ohne Kapuze

Wovon aus eigener Erfahrung abgeraten werden kann, sind Kleidungsstücke mit Kapuze für drinnen. Natürlich sind die kleinen Felljacken mit Bärenöhrchen wahnsinnig süß, aber Babys liegen am Anfang die ganze Zeit und die Kapuze ist immer im Weg. Babys brauchen zwar die ersten Tage eine leichte Mütze auf dem Kopf, damit sie nicht allzu sehr auskühlen, aber in einer geheizten Wohnung ist eine Kapuze oft doch zu warm. Draußen kann dagegen bei entsprechender Witterung ohne Bedenken die Bärchen-Kapuze zum Einsatz kommen.

4. Ausgehkleidung mit umklappbaren Ärmelbündchen und Beinsaum 

Bei den Ausgeh-Garnituren kannst Du darauf achten, dass sie umklappbare Hand- und Fußelemente haben, wodurch Du Dir Handschuhe sparst und die Hände Deines schlafenden Babys zudecken kannst, ohne es zu wecken.

5. Strumpfhosen

Wenn Du Dein Baby in den kälteren Monaten bekommst, lohnen sich auf jeden Fall Strumpfhosen, da sie wärmen und zugleich bequem und schnell anzuziehen sind. Zuhause ersetzen sie sehr gut Strampler und Hosen. Dabei sei angemerkt, dass Jeans keine geeigneten Hosen für Neugeborene sind. Weiche, bequeme Hosen wie Jogginghosen oder Strumpfhosen sind daher zu bevorzugen. Meistens erhälst Du diese in Doppelgrößen wie 50/56 etc., wodurch Du für einige Zeit ausgestattet bist.

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6. Babynachthemden

Eine letzte Empfehlung sind sogenannte „Babynachthemden“. Sie haben lange Ärmel und sehen aus wie Nachthemden für Erwachsene. Ihr Vorteil besteht darin, dass sie unten offen sind, meistens mit einem leichten Gummizug eingefasst und somit optimal für das nächtliche Wickeln. Mit einer Strumpfhose ist es ein optimaler schneller Schlafanzug für Dein Baby, da Du nur diese auszuziehen brauchst.  Es wird somit weniger wach und findet nach dem Wickeln und Füttern schneller in den Schlaf.

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Wie fällt Babykleidung aus?

Wir haben für Dich noch eine kleine Größen-Einschätzung für bekannte Shops für Babykleidung. Denn bekanntlich fällt ein und dieselbe Größe oft recht unterschiedlich aus.

C&A: Die Babykleidung von C&A fällt für gewöhnlich klein aus und ist enger geschnitten. Daher kannst Du ruhig zu einer Größe größer als gedacht greifen.

bonprix: bonprix-Kleidung wird von den meisten Mamas als etwas größer-ausfallend wahrgenommen.

vertbaudet: Wie viele französische Marken fällt auch vertbaudet klein aus und sollte daher im Zweifel eher größer bestellt werden.

hessnatur: Bei hessnatur scheinen sich die Größen nicht vereinheitlichen zu lassen, da jedes Kleidungsstück mal mehr, mal weniger passend zur Größenangabe ausfällt. Daher im Zweifel lieber eine Nummer größer bestellen.

Ernsting’s: Die Größen für die Babybekleidung sind bei ernstings zumeist passgenau und können daher wie benötigt bestellt werden.

Du wirst sicher Deine eigenen Erfahrungen mit geeigneter Kleidung für Dein Baby machen, aber wir hoffen, wir können Dir damit ein bisschen die Vorbereitung erleichtern und Dich vor möglichen Fehleinschätzungen bewahren.