Schlaf, Kindlein, schlaf – Der miBaby-Ratgeber Babyschlaf gibt Dir Tipps

Marlen Greb

„Mein Baby ist abends immer so aufgewühlt. Das Einschlafen fällt ihm sooo schwer“. Welche Eltern kennen das nicht? Zumindest phasenweise fällt es Babys oft schwer, zur Ruhe zu kommen und sich auf den Schlaf einzulassen. Wir möchten Dir Tipps und Tricks zum entspannten Einschlafen geben.

 

Es klappt mal wieder nicht…

21:28 Uhr – Du sitzt am Bettchen Deines Babys und hältst „Händchen“, summst und singst. Seit 20:00 Uhr versuchst Du nun schon zu erreichen, dass Dein Mäuschen einschlummert. Aber es klappt einfach nicht. Ihr habt ein Buch gelesen, gekuschelt, das Nachtlicht und Mobile eingeschaltet. Nichts hilft. Manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln. Wir möchten Euch in unserem Ratgeber Babyschlaf Tipps und Tricks zum entspannten Einschlafen an die Hand geben.

Wie wichtig ist guter Schlaf?

Schlaf ist eine existentiell wichtige Zeit der Erholung und Regeneration. Ausreichend viel Schlaf ist also eine wichtige Grundlage dafür, dass sich Dein Baby gut entwickelt. Nur ein ausgeschlafenes Kind ist ausgeglichen, aufnahmefähig und „gut drauf“. Schlaf ist auch wichtig, um Informationen zu verarbeiten und somit zu lernen. Im Tiefschlaf werden viele Informationen in das Langzeitgedächtnis übergeführt und abgespeichert. Auch wächst Dein Baby quasi im Schlaf.

Du siehst – ein guter Schlaf ist wahnsinnig wichtig für Dein Kleines. Und besonders schön ist es, wenn der Übergang in den Schlaf so entspannt und schön wie möglich gelingt.

Wie begleite ich mein Kind in den Schlaf?

Damit Dein Kleines gut in den Schlaf findet, sind Rituale fürs Zubettgehen besonders wichtig. Erwiesenermaßen kommen Kinder, bei denen beim Einschlafen die immer gleichen Rituale zur Anwendung kommen (Außnahmen kann es natürlich immer mal geben, in der Regel sollte aber der Ablauf immer der Gleiche sein), deutlich besser zur Ruhe.

Was empfielt nun miBaby im Ratgeber Babyschlaf?

A) Bringe Dein Baby immer in etwa zur gleichen Uhrzeit ins Bett.

Dies schafft Routine. Das Kind lernt mit der Zeit automatisch „der schöne Tag ist also zu Ende“. Die Bettgehzeit selbst solltest Du Dein junges (!) Baby weitestgehend selbst entscheiden lassen. Es bringt nichts, Dein Baby Punkt 19:00 Uhr ins Bettchen zu legen, wenn es erst gegen 21:00 Uhr wirklich „schlafmüde“ ist. Dann lieber direkt erst 21:00 Uhr hinlegen und viel Stress und Tränchen sparen (wenn Dir z.B. 21:00 Uhr zu spät ist, dann verlagere die Bettgehzeit lieber nach und nach und ganz behutsam auf einen früheren Zeitpunkt).

B) Probiere aus, was Deinem Baby gut in den Schlaf hilft.

Das kann ein Nachtlicht sein, ein Mobile, ein Buch, ein Schlaftier, Kuscheln, Singen und und und…

Im Folgenden möchten wir Dir einige dieser Ideen näherbringen:

– Gemeinsam ein Buch lesen

51DvutuT++L._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_SX385_SY500_CR,0,0,385,500_SH20_OU03_Es gibt viele, wunderschöne Geschichten Rund ums Thema „Zu-Bett-Gehen“.

Ein besonders schönes Buch ist „Wie kleine Tiere schlafen gehen“. Es zeigt Tier- und auch Menschenkinder, die abends nochmal kräftig mit Mama und Papa kuscheln. Ein ganz ganz tolles Buch fürs abendliche Einschlafritual! ♥

 

– Den Tag nochmal Revue passieren lassen

Dies kann z.B. mit einer selbsterfundenen Geschichte geschehen, in der Euer Kleines die Hauptrolle spielt. Besonders tolle Dinge des Tages, aber auch kleine Schwierigkeiten können so nochmal aufgegriffen und „besprochen“ werden (auch wenn Dein Baby noch nicht sprechen kann – Deine Stimme allein wird es beruhigen und zur Ruhe kommen lassen).

Größere Mäuse kann man meist auch gut für Hörspiele begeistern. Schau Dich doch einfach mal in unserer Kategorie Hörspiele um, sicher ist hier etwas für Euch dabei!

– Schmusetiere als „Kuschelfreund“

990ed9eba2b36c5a4129e8ab1c56e922Schmusetiere (oder auch Schnuller, Schnuffeltücher etc), die mit ins Bett dürfen beruhigen Dein Kind. Es fühlt sich im großen Bettchen nicht so alleine.

Einige Schmusetiere sind besonders praktisch. Es ist sogar manchmal möglich, einen Schnuller am Kuscheltier zu befestigen. Es gibt z.B. ganz zauberhafte Schnullertiere von Käthe-Kruse (Hase, Frosch, Schaf, Maus…).

– Nachtlichter und Mobiles zum Dahinschlummern

Jedes Baby ist unterschiedlich – es gibt Kinder, die ihr Mobile heiß und innig lieben, damit wunderbar entspannen und „runterkommen“ können und schließlich selig darunter einschlafen. Es gibt aber auch Kinder, die von Mobiles eher „genervt“ sind oder aber interessiert der Musik und den sich drehenden Figürchen lauschen, aber darüber „vergessen“, dass sie eigentlich mal müde waren…

Dasselbe gilt im Grunde auch für Nachtlichter. Manche Babys lieben sie, weil sie ein bisschen Licht spenden und damit Sicherheit vermitteln. Manch andere Kinder fühlen sich durch Nachtlichter eher gestört und schlafen am besten in völliger Dunkelheit.

Auch hier gilt mal wieder: Probieren geht über studieren. Schaut einfach, was Euer Mäuschen am liebsten mag.

– Kuscheln und Knuddeln

Last but not least das Allerallerwichtigste: Kuschelt und knuddelt ausgiebigst. Beim Lesen, beim Schlaflied singen – immer. Nirgendwo fühlt sich Dein Baby so geborgen wie in den Armen seiner Eltern.. Wenn das nicht für einen entspannten, beruhigten Schlaf sorgt… ♥

Papa schläft mit Baby auf dem Bauch

Wie wichtig ist es, als Mama gelassen zu bleiben, wenn das Einschlafen mal nicht klappt?

Eins vorweg: Es ist SEHR wichtig, dass Du immer gelassen bleibst. Wenn Du Dein Kleines unter Zeitdruck ins Bettchen legen musst oder Du warum auch immer gestresst oder genervt bist, wird Dein Baby aller Wahrscheinlichkeit nach sehr viel schlechter einschlafen als sonst. Dein Stress überträgt sich IMMER zu 100% auf Dein Baby. Mach Dir das immer wieder klar, oftmals hilft das schon, um ruhiger zu bleiben.

Klappt das Einschlafen nicht – so what! – nimm es leicht. Irgendwann kommt wieder eine Phase wo das Einschlafen besser klappt. Versuche, Euch die schwierige Phase einfach so angenehm wie möglich zu gestalten. Sie wird vorbeigehen, auch wenn man sich das in dem Moment nicht vorstellen kann.

Wenn Du einmal völlig entnervt bist (und auch das ist in Ordnung, Mamas sind auch nur Menschen 😉 ), überlass das Ins-Bett-Bringen mal dem Papa allein oder vielleicht kann auch mal die Oma einspringen..

Sorge immer dafür, dass Du auch mal eine Auszeit bekommst. Denn nur eine entspannte Mami hat auch entspannte Babys… ☺

2 Kommentare – Jetzt lesen
  1. Was soll ich tun, wenn das Baby nicht im Kinderbetreuung schlafen will?