Schwangerschaftsprobleme – Was tun gegen Übelkeit, Rückenschmerzen und Co.?

Marlen Greb

Es gibt sicher kaum ein unbeschreiblicheres Gefühl, als herauszufinden, dass man schwanger ist. Doch oftmals tauchen auch Probleme und „Unannehmlichkeiten“ während der Schwangerschaft auf. Wir wollen Dir Tipps geben, wie Du diese am besten überstehst und aushalten kannst.

„Hurra, ich bin schwanger!“

Eigentlich wirklich ein Grund zur Freude – Dein Traum wird wahr und Du wirst tatsächlich Mutter. Ein unbeschreibliches Gefühl.
Doch oftmals geht die Schwangerschaft auch mit allerlei „Leiden“ einher. Denn nicht alle Schwangeren fühlen sich 10 Monate lang pudelwohl …
Die häufigsten Schwangerschaftsprobleme haben wir hier für Dich zusammengestellt und wollen Dir Tipps geben, was am besten dagegen hilft.

Pregnant woman is about to vomit.

Übelkeit

Die Schwangerschaftsübelkeit besonders während der ersten Monate ist oftmals wirklich nur schwer auszuhalten. Es ist einfach ein schreckliches Gefühl, wenn Du beim Betreten eines Raumes zunächst das Zimmer nach dem nächstgelegenen Mülleimer abscannst – für den Notfall sozusagen. Manche Schwangere können nicht mal das Gefühl ihres eigenen Speichels im Mund ertragen. Ja, Schwangerschaftsübelkeit kann wirklich fürchterlich sein. Was kann helfen?

Zunächst mal hilft in den meisten Fällen tatsächlich die Zeit. Denn in der Regel verschwindet die fiese Übelkeit nach spätestens drei Monaten so plötzlich, wie sie gekommen ist. Während es Dir jedoch so schlecht geht, tröstet Dich diese Aussicht natürlich herzlich wenig. Daher probier doch mal folgende Tipps aus:

  • Noch im Bett morgens im (Halb-)Liegen eine Kleinigkeit essen. Vielleicht ein Stückchen Zwieback und einen schönen Tee. Nicht gleich aus dem Bett „springen“, sondern das Aufstehen ruhig angehen und sich viel Zeit dafür lassen.
    Mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt essen, um einen Blutzuckerabfall zu vermeiden.
  • Vielen Frauen ist selbst die Zahnbürste im Mund „zu viel“ und kann die Übelkeit verstärken bzw. Erbrechen hervorrufen. Empfehlenswert ist hier, auf einen kleineren Zahnbürstenkopf wie z. B. bei einer elektrischen Zahnbürste zurückzugreifen. Empfehlenswert ist hier etwa die Panasonic Elektrische Schallzahnbürste.
  • Fenchel/Anis/Kümmel-Tee lauwarm aufgebrüht kann gegen die Übelkeit helfen. Manchen Frauen hilft es auch, in eine saure Zitrone/Grapefruit zu beißen oder Nüsse zu essen. Probier einfach aus, was Dir guttut!
  • Viel trinken. Besonders, wenn häufig erbrochen wird.
  • Je nachdem wie gut Du Dich ansonsten körperlich fühlst, helfen auch ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft.
  • Akupressurbänder wie das EB Kids Sea Band Akupressur-Band können äußerst hilfreich sein. Sie drücken sanft auf die entsprechenden Druckpunkte an Deinem Handgelenk.

Eine extreme Form der Schwangerschaftsübelkeit stellt die Erkrankung Hyperemsis dar. Betroffene müssen sich bis zu 50-mal am Tag übergeben und sollten sich unbedingt ärztlich behandeln lassen.

Sodbrennen

Man bleibt als werdende Mama wirklich vor nichts verschont. Auch Sodbrennen gehört zu einem der häufigsten Schwangerschaftsprobleme und kann sehr unangenehm werden. Hervorgerufen wird es sowohl durch hormonelle als auch durch körperliche Veränderungen, da mit fortschreitender Schwangerschaft das Baby mehr und mehr gegen das Zwerchfell drückt.
Diese Tipps haben wir für Dich:

  • Zu stark gewürztes/scharfes Essen vermeiden.
  • Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen, gut kauen.
  • Keine kohlensäurehaltigen Getränke trinken.
  • Erhöht (Kopf höher gebettet) schlafen. Dadurch kann die Magensäure nicht aufsteigen.
  • Kleine “Hausmittelchen”: 1–2 Esslöffel trockene Haferflocken kauen. Alternativ gehen auch Mandeln. Diese am besten ungeschält lange gut kauen.

Shoulder or neck pain. Eight months pregnant Asian woman holding her back and shoulder while sitting on a floor at home.

Rückenschmerzen

Auch Rückenschmerzen während der Schwangerschaft können sehr belastend sein. Oftmals fangen diese glücklicherweise erst mit relativ weit fortgeschrittener Schwangerschaft an. Bei manchen Frauen treten sie leider jedoch auch schon früher auf.
Das kannst Du tun, um Rückenbeschwerden zu lindern:

  • Wärme kann helfen. Entweder steigst Du in eine schön warme Badewanne (aber nicht zu heiß – es kann sonst zu vorzeitigen Wehen kommen) oder Du legst Dir eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen auf die betroffene Stelle. Die Saenger Wärmflasche mit Bezug oder das Fashy Kirschkernkissen Schaf „Dolly“ eignen sich dazu beispielsweise hervorragend.
  • Auch ein Gymnastikball kann sehr nützlich sein. Der Ledragomma Gymnastikball „Pezziball“ eignet sich sehr gut dazu, die Rückenmuskeln effektiv zu entspannen. Zudem kannst Du leichte Übungen auf ihm machen.
  • Eine Massage – bestenfalls von der Hebamme oder einem erfahrenen Physiotherapeuten kann ebenfalls wahre Wunder wirken.
  • Trage einen Stützgürtel oder eine Bauchstütze. Die Medela Schwangerschafts-Bauchstütze ist besonders empfehlenswert – sie „befreit“ Bauch- und Rückenmuskeln von einem Teil des Baby-Gewichtes und hält Deinen Rücken schön stabil.
  • Leichte Wassergymnastik, bei der Du das Gewicht des Babys nicht spürst, kann ebenfalls helfen.
  • Auch Akupunktur kann Dir gut tun – lass Dich hierzu am besten von Deiner Hebamme beraten.

Lass Dich nicht unterkriegen!

Die Schwangerschaft kann wirklich anstrengend und mitunter auch verdammt schmerzhaft sein. Und auch wenn es im Moment nicht wirklich tröstlich ist – es wird vorbeigehen und bald kannst Du als Lohn Dein wunderbares Baby in den Armen halten.