Spielend die Welt begreifen

Vanessa Glunz

Nachdem Dein Baby die ersten Wochen primär mit Stillen und Schlafen verbracht hat, erwacht zunehmend das Interesse an seiner Umgebung. Wie genau Du Dein Baby fördern und fordern kannst erfährst Du in unserem Artikel – viel Spaß!

ddd

Wann kann mein Baby scharf sehen ?

Mobile_Goki

GOKI Mobile

Mit ca. 9 Wochen erweitert sich langsam der Sehradius Deines Kindes. Bisher konnte es scharf im Nahbereich von 20 bis 25 Zentimetern sehen, also in etwa der Abstand beim Stillen zu Deinem Gesicht. Nun kann es schon bis ca. 2,5 Meter weit schauen. Starke Kontraste sind besonders interessant. Ein gut zu erkennendes Mobile wie das beliebte und günstige Mobile von GOKI wird Dein Baby durch die langsamen Bewegungen faszinieren. Dieses lässt sich gut über dem Wickeltisch anbringen.

hhh

Wofür brauche ich eine Krabbeldecke?

Essel Emmi Krabbeldecke

Esel Emmi Krabbeldecke

Tatsächlich brauchst Du diese meistens nicht mehr, wenn Dein Baby krabbelt. Denn dann wird es nicht mehr zu halten sein. Bevor Dein Baby aber mobil wird, ist die Krabbeldecke der ideale Spielplatz. Das Baby liegt dort sicher und warm und kann dort für seine ersten Drehversuche üben. Damit Dein Baby seine Muskulatur stärkt, solltest Du ihm immer wieder mal am Tag die Bauchlage anbieten. Dies animiert es dazu, sein Köpfchen zu heben. Die dauerhafte Aufbewahrung in einer Wippe (die evt. noch fälschlicherweise nicht ganz flach gestellt ist) bietet diesen Anreiz nicht. Da Dein Baby sich auch beim Spielen und seinem Workout bei Dir haben will, empfiehlt sich eine ausreichend große Krabbeldecke. Denn als Mama wirst Du von nun an viel Zeit auf dem Fussboden verbringen und da ist so ein kalter Parkett- oder Laminatboden nicht so angenehm.

Ab wann braucht mein Baby Spielzeug?

GreiflingSchaf

Greifling Schaf

Am Anfang braucht das Baby gar nichts. Mit dem Mund wird es seine Händchen entdecken und später mit der einen Hand die andere betasten. Auch für die ersten Greifversuche mit Gegenständen in Babys unmittelbarer Umgebung später ließen sich viele Dinge im Haushalt finden, mit denen sich Dein Baby beschäftigen kann. Aber natürlich möchten wir als Eltern auch gerne mal Spielzeug shoppen und der erste hübsche Greifling sieht später in Babys Erinnerungskiste auch netter aus, als der Holzquirl aus der Küche. Außerdem ist Babyspielzeug in der Regel auf die Sicherheit und Inhaltsstoffe getestet. Da Dein Baby lange Zeit seine Umwelt mit dem Mund erkunden wird, ist es auch sinnvoll darauf zu achten, was da befühlt und bekaut wird. Das erste „richtige“ Spielzeug wird also meist ein Greifling sein, denn mit ca. vier Monaten wird Dein Baby erste Dinge fixieren und ergreifen können. Es gibt zig verschiedene Greiflinge auf dem Markt. Viele sind aber viel zu schwer für einen kleinen Greifanfänger. Am Anfang reicht Deinem Kind auch das Ertasten und Befühlen der Struktur des Greiflings als neuer Sinneseindruck. Darum muss der erste Greifling nicht noch zusätzlich klingeln oder andere Geräusche machen.

Ein Trapez? Wird mein Kind nun Akrobat?

 Nein, aber ein Spieltrapez ist eine schöne Beschäftigung für die Krabbeldeckenzeit. Natürlich wird Dein Kind auch da nicht stundenlang alleine vergnügt drunter spielen, aber vielleicht schaffst Du es in der Zeit, schnell mal unter die Dusche zu springen.

Trapez

Heimness Trapez

Da an einem Trapez das Spielzeug befestigt ist und sich durch Babys Greifversuche bewegt, interessiert es die Kinder etwas länger. Da die Kinder aber auch weiterhin alles oral erforschen wollen, ein kleiner Tipp: befestige etwas längeres, z.B. eine Schnullerkette am Spieltrapez, die Dein Baby dann auch in den Mund nehmen kann. Manche Zwerge sind sonst nämlich schnell frustriert, wenn das endlich selbst gegriffene Spielzeug dann nicht bis zum Mund reicht. Da Dein Baby größer und stärker wird, achte darauf, dass die Beine des Trapez immer unter breit genug sind, so dass sich Dein Kind diese nicht in den Mund stecken kann. Dies kann zu bösen Verletzungen führen.

Am Ball bleiben

OBall

OBall

Alle Kinder lieben Bälle. Am Anfang werden diese aber mehr Frust als Freude bereiten, wenn sie immer wieder wegkullern. Ein toller Spielzeugtipp ist der Oball für unter 10 Euro. Durch seine leichte gitterartige Struktur können ihn auch kleine Mäuse gut greifen und er rollt schön langsam. Den Oball gibt es in verschiedenen Größen und wahlweise mit eingebauter Rassel. Ein weiterer ballartiger Spielzeugklassiker ist der Skwish . Er fordert Dein Baby taktil und visuell und springt dank der Kombination aus Holz und Gummibändern immer wieder in seine Ursprungsform zurück, wenn das Baby ihn drückt.

Müde gespielt…

Neugierig wird Dein kleiner Schatz so nach und nach die Welt erkunden. Achte aber immer darauf, wenn es zuviel wird. Durch Wegdrehen oder Augen reiben wird es Dir deutlich zeigen, wenn der neue Input reicht. Sei auch zurückhaltend mit der Menge an Spielzeug, die Du Deinem noch sehr kleinen Baby anbietest. Grelles, sehr lautes oder gar elektronisches Spielzeug ist noch viel zu viel für Dein Kind. Es wird von einem einfachen Holzring oder einem scheinbar schlichten Seidentüchlein viel begeisterter sein. Wer viel entdeckt, muss auch viel verarbeiten. Die jetzt noch häufigen Tagesschläfchen helfen Deinen Kind dabei. Nutze diese Zeit auch, um Dich auszuruhen und Kraft zu schöpfen für die nächste Spielrunde mit Deinem Kind.