Sport nach der Schwangerschaft: Welcher Fitness-Typ bist Du?

Sandra

Von Energiebündel bis hin zu Teamplayer – in welchem unserer Fitness-Typen findest Du Dich wieder? Wir haben für jeden den richtigen Wiedereinstieg nach der Geburt und zeigen Dir, worauf Du insbesondere achten solltest!

Die bekanntesten Fitness-Typen

1. Die Teamplayerin

Dieser Fitness-Typ kombiniert den Ehrgeiz des Wettkampftyps mit der Geselligkeit des kommunikativen Sportlers. Egal ob Volleyball, Basketball oder Fußball – zum Sport gehört für Dich ein Team!

Als Teamplayerin ist man extremer Beanspruchung und Anstrengung ausgesetzt und dem Körper wird eine entsprechend hohe Ausdauer abverlangt. Deshalb wird empfohlen, frühestens acht Wochen nach der Geburt wieder mit Mannschaftssportarten zu beginnen. Zudem hast Du nun als Mami einen ganz neuen Terminplan, den es zunächst mit einem passenden Sportprogramm abzustimmen gilt. Als Ersatz kannst Du Dich auch einer Sportgruppe anschließen, die zusammen mit den Babys im Kinderwagen in Parks leichte Sportübungen trainiert. Man ist in der Gruppe und kann sich gegenseitig motivieren, wie in alten Zeiten.

2. Die Ausgeglichene

Abschalten vom Alltagsstress, mental zur Ruhe kommen und Ausgeglichenheit stehen für Dich beim Sport an oberster Stelle? Dann gehörst Du zum Balance-Typ. Du hältst Dich mit Yoga, Pilates oder Qi Gong fit. Auch beliebt sind Schwimmen oder leichtes Joggen, wobei den Gedanken im wahrsten Sinne des Wortes freier Lauf gelassen werden kann.

Wenn Du Dich zu diesem Sporttyp zählst, bedarf es keiner großen Umgewöhnung, wenn Du nach der Geburt Rückbildung und Abnehmen vereinen möchtest. Es gibt speziell entwickelte Pilates-Programme mit Baby! Dabei wird besonders auf die Stärkung des Beckenbodens geachtet. Es wird geraten, nach der Geburt ca. sechs Wochen zu warten, bevor das gezielte Training beginnen kann. Falls Du lieber Ausgleich im Schwimmen findest, solltest Du allerdings etwa acht Wochen abwarten, da in der Zeit davor die Infektionsgefahr zu groß ist. Besonders empfehlenswert für Dich ist die Teilnahme am Mutter-Kind-Schwimmen. Auf diese Weise bist Du wieder in Deinem Element und verbringst zugleich wertvolle Zeit mit Deinem Schatz!

Tired after training

3. Das Energiebündel

Schneller, besser, weiter – und sich beim Sport auspowern! Das ist der energiegeladene Wettkampftyp. Es geht darum, entweder seinen eigenen Schweinehund immer wieder aufs Neue zu überwinden und die eigenen Ziele zu erreichen, oder im Wettkampf mit anderen zu siegen. Ob Marathon, Triathlon oder Mannschaftssportarten – wenn Du diesem Fitness-Typ angehörst, bist du zielorientiert und an Feedback interessiert. Dazu gehört für Dich natürlich auch die passende Ausstattung: Funktionskleidung, GPS-Uhr oder Fitness-Armband, Musik oder individuell auf Deine Füße abgestimmte Laufschuhe gehören für Dich zum Standard. Du bist neugierig und probierst gerne auch neue Sportarten, die wieder mit neuen Herausforderungen warten, wie Tae Bo oder Boxen.

Ähnlich wie bei der Teamplayerin solltest Du mit dem extremen Sport nach der Schwangerschaft zunächst acht Wochen warten. Nach einem halben Jahr, bei komplett erfolgter Rückbildung und Heilung von Narben, kann dieser dann sogar wieder ohne Einschränkungen erfolgen.

4. Die Gesellige

Als geselligen und kommunikativen Fitness-Typen bringt Dich weniger die Bewegung ins Schwitzen, als die aktuellsten Neuigkeiten, die Deine Mitsportlerinnen zu erzählen haben. Ob im Fitnessstudio mit einer Freundin, einer Wanderung im Wald mit Deinem Hund (schließlich kann dieser auch gut Gesellschaft leisten!), oder einer Teamsportart wie Volleyball: Du liebst die Vielfalt und Abwechslung an Sportarten und teilst sie gerne mit anderen! Der große Vorteil für frischgebackene Mamis: Da nicht die körperliche Verausgabung im Vordergrund steht, lässt sich nach der Geburt wieder leicht in den sportlichen Alltag zurückfinden.

5. Die Gesundheitsbewusste

Muskelkater und Leistungsdruck? Nicht mit Dir! Ziel Deines Workouts ist es, Ruhe zu finden und auf Ernährung und Bewegung gleichermaßen zu achten. Das heißt aber nicht, dass Du Dir keine Ziele setzt, doch sie sind nicht Teil eines jeden Trainings. Dieser Fitness-Typ schätzt es zudem, die Natur durch Wanderungen, Bergsteigen oder Mountainbiken zu entdecken.  Eine Woche nach der Geburt können die Naturliebhaber bereits mit Spaziergängen starten, die nach Belieben langsam gesteigert werden können. Der Vorteil: Dies hilft Dir erst einmal in der Anfangszeit fit zu bleiben, ohne Dich zu überanstrengen – und der Kinderwagen kann auch immer mit!

Worauf Du beim Wiedereinstieg nach der Geburt besonders achten solltest

Grundsätzlich gilt: Du solltest es mit dem Sport nach der Schwangerschaft nicht übertreiben. Wenn Du stillst und Dich beim Sport überanstrengst, kann es bis zu einer Stunde danach zu einer zu hohen Milchsäure-Konzentration in der Muttermilch kommen, wodurch Dein Baby Deine Brust ablehnen könnte. Ebenso könntest Du mit zu viel Sport und Anstrengung die Rückbildung behindern.

Wenn die Geburt Deines Lieblings natürlich verlaufen ist und Du Dich fit genug fühlst, kannst Du nach ein paar Wochen mit leichten Stretching- und Muskelstraffungsübungen anfangen, unabhängig von dem jeweiligen Fitness-Typ. Das Training der geraden Bauchmuskeln sollte allerdings wegen der Rektusdiastase, dem Auseinanderstehen der geraden Bauchmuskeln, erst nach acht Wochen begonnen werden. Die Muskeln müssen erst wieder zueinander finden und sich zurückbilden. Wichtiger ist daher zuerst die Beckenbodengymnastik, da dieser nach der Geburt sehr gelockert ist und es zu einer leichten Inkontinenz kommen kann.

Wenn Du einen Kaiserschnitt hattest, solltest Du sechs bis acht Wochen warten, damit die Wunden komplett abgeheilt sind, wenn Du wieder startest.

Probier gerne auch Neues!

Die Geburt eines Babys ist etwas ganz besonderes und bedeutet auch für Dein Leben einen Neuanfang. Das lässt sich doch als Anlass nehmen, eine neue Sportart auszuprobieren.  Wenn Du beispielsweise vor der Schwangerschaft begeisterte Tennisspielerin warst, kannst Du nun ein „Pilates mit Baby“-Programm für Dich entdecken oder es mit Deinem bisherigen Training kombinieren. Letztendlich ist es am wichtigsten, Dein Training an Dein Leben anzupassen und nicht umgekehrt. Da sich Letzteres nun sehr ändert, inspiriert es Dich vielleicht auch zu neuen Aktivitäten!

Einige einfache Übungen für ein wenig Sport nach der Schwangerschaft findest Du in unserem Ratgeber „Wochenbettgymnastik – was darf ich schon?„.