Sprachentwicklung bei Kindern im ersten halben Jahr

Marlen Greb

Die Entwicklung der Sprache Deines Babys ist etwas so Tolles und Spannendes! Es ist so wundervoll, auch verbal mit dem Kind interagieren zu können. Und das „Gebrabbel“ ist sooo niedlich! Hier liest Du, was sich in den ersten Monaten verändert.

Zunächst wird Dein Baby seine Zunge, die Lippen und den Gaumen entdecken und damit allerlei witzige Geräusche machen. Und dann dauert es auch gar nicht mehr lange und es folgen erste Silben und später auch erste Wörter.

Grundlagen der Sprachentwicklung

Die Sprachentwicklung bei Kindern ist aufregend! Die Grundlage hierfür wird bereits im Mutterleib geschaffen: Dein Baby wird hier an Sprache herangeführt, indem es bereits Geräusche wie Deine Stimme und Deinen Herzschlag wahrnimmt. So ist es schon direkt nach der Geburt in der Lage, Dich anhand Deiner Stimme zu erkennen und von anderen Menschen zu unterscheiden.
Damit Dein Kleines das Sprechen erlernen kann, ist eines unabdingbar: das Hören. Denn nur wenn Dein Baby seine Umgebung gut hören kann, wird es auch in der Lage sein, das Gehörte selbstständig nachzusprechen.
Es wird sich Deiner Sprachmelodie und der Personen in seinem Umfeld anpassen und vieles übernehmen. Deshalb sollte man allzu viel „Gutschi, Gutschi“ und „Babysprache“ vermeiden.

Die Sprachentwicklung bei Kindern im ersten halben Lebensjahr

Erster bis dritter Monat

An Sprechen im eigentlichen Sinne ist hier noch nicht zu denken. Und trotzdem: Dein Kleines kommuniziert vom ersten Tag an mit Dir – die ersten Wochen und Monate wohl vor allem durch das Weinen. Es ist vorher schwer vorstellbar, aber wenn man Mama wird, kann man aus den verschiedenen Wein- und Schreilauten seines Babys lesen wie aus einem Buch. Sie sind sehr individuell, aber Du wirst schnell herausfinden, welche Bedeutungen Schreien, Weinen oder Wimmern jeweils haben.

Nach einigen Wochen wirst Du merken, dass Dein Baby mehr und mehr dazu in der Lage ist, auch Deine Worte zu verstehen. Und es wird Dich mit einem ganzen Repertoire an schönen Lauten belohnen: Glucksen, Grunzen, Gurren. Kombiniert mit einem zahnlosen Lächeln ist das das Wunderschönste, was Du je gesehen hast. ♥

Vierter und fünfter Monat

Ab dem vierten Monat wird Dein Kleines anfangen, Vokale und Konsonanten miteinander zu verbinden. Das „Brabbeln“ fängt an. Es wird einen Riesenspaß haben, „Baba“ oder „Nananana“ aneinanderzureihen und Zunge und Lippen beim „Sprechen“ auszuprobieren. Und weil es so viel Spaß macht, werden die Laute manchmal unendlich lange Zeit aneinandergereiht – und vielleicht ist auch das erste „Mami“ dabei? Ein wirklich süßes Alter!

Ab dem sechsten Monat

So langsam hört sich das Geplapper Deines Kindes tatsächlich an, als würde es einen Sinn ergeben. Immer mehr wird nun offensichtlich, wie sehr sich Dein Kleines an seiner Umwelt orientiert. Es übernimmt Deinen Tonfall und Deine Sprachmelodie.

Jetzt beginnt Dein Kind auch, richtig wahrzunehmen, was Du ihm vorliest. Deshalb ist dies ab dem sechsten Monat besonders wichtig und förderlich für die Entwicklung.

Wie kannst Du Dein Baby beim Sprechen lernen unterstützen?

Ganz einfach: Indem Du sehr viel mit ihm redest!
Am besten, wie oben bereits erwähnt, nicht in „Babysprache“, sondern ganz normal. Bilde am besten keine komplizierten oder langen Sätze und rede nicht zu schnell.

Viel vorzulesen unterstützt die Sprachentwicklung bei Kindern zusätzlich. In unserem Artikel „Lesefieber – Auch die Kleinsten lieben Vorlesen aus Büchern!“ bekommst Du tolle Anregungen dazu, was Du ab wann vorlesen solltest.

Und wenn Du noch mehr über die Sprachentwicklung erfahren möchtest, schau doch mal in unseren Ratgeber „Mama, tomm mit, Pielplatz dehn! Sprechen lernen nach 3 einfachen Regeln“.

Gib Deinem Baby Zeit …

… denn wie für alle Entwicklungsschritte von Babys, gilt auch für die Sprachentwicklung, dass sie ganz individuell verläuft. Die einen Babys sind wahre Plappermäuler und lernen das Sprechen sehr früh. Wieder andere Babys benötigen dafür mehr Zeit. Manchmal wird dies auch dadurch beeinflusst, ob sie ältere Geschwister haben, denen natürlich schnell nachgeeifert werden möchte. Gib Deinem Kind also die Zeit und Unterstützung, die es braucht.