Stiftung Warentest testet Buggys 04/2016: „Wagen für Weltenbummler“

Katharina Grammel

Ist mein Buggy wirklich sicher? Und muss ich überhaupt viel Geld für einen guten Buggy ausgeben? Stiftung Warentest hat sich 15 Buggys vorgenommen und diese auf Herz und Nieren geprüft.

Wenn Dein Kind größer wird und die meiste Zeit selbst läuft, steigen viele Eltern beim Kinderwagen auf einen leichten und platzsparenden Buggy um.  Im April 2016 veröffentlichte die Stiftung Warentest einen neuen Testbericht über Buggys.

Was wurde getestet?

Damit Dein Kind komfortabel und sicher fährt, hat sich die Stiftung Warentest 15 Buggys zur Brust genommen und diese auf kindgerechte Gestaltung, Handhabung, Haltbarkeit, Sicherheit und Schadstoffe überprüft.

Viele Hersteller preisen eine Verwendbarkeit der Buggys ab Geburt an. Die Stiftung Warentest rät davon allerdings ab, da die getesteten Rückenlehnen der Buggys nicht in eine komplett waagerechte Position gebracht werden können. Neugeborene sollten in einer völlig geraden Wanne oder Sitz liegen, damit sie sich frei bewegen können und ihr Rücken entlastet wird.

Von den 15 Buggys, die zwischen 80 und 310 Euro kosten, konnten fünf mit der Note „gut“ abschneiden. Drei Buggys fielen mit einem dicken „mangelhaft“ durch. Bei einem Buggy löste sich eine wichtige Verbindungsschraube, die anderen beiden machten eine mangelhafte Figur im Bereich Schadstoffe.

Welcher Buggy ist Testsieger, welcher Verlierer?

Testsieger mit der Note „gut (2,0)“ wurde der Nuna Pepp Luxx. Sehr leicht auf- und zusammenzuklappen und zudem noch schadstofffrei. Angepriesen wird der Buggy mit einer Nutzung ab Geburt, Stiftung Warentest wertete diese Aussage aber ab, da die Rückenlehne des Buggys nicht komplett in die Waagrechte gelegt werden kann.

Die drei Besten im Test (v. l. n. r): Nuna Pepp Luxx „gut (2,0)“,
MacLaren Techno XT „gut (2,1)“ und Baby Jogger Vue Lite „gut (2,3)“

Ebenfalls mit der Endnote „gut“ wurden zwei weitere Buggys bewertet. Der MacLaren Techno XT („gut (2,1)“) ist zwar der teuerste Buggy im Test, der Fahrkomfort ist für die Kleinsten aber am besten. Die hohe Schieberposition ist zudem besonders für große Eltern sehr komfortabel.
Einer der wenigen Buggys im Test, bei dem Dein Kind auch zu Dir schauend mitfahren kann, ist der Baby Jogger Vue Lite („gut (2,3)“). Da er eher mager gepolstert ist, sollte Dein Kind frühestens ab ca. 6 Monaten mitfahren, dafür ist die Rückenlehne sehr lang und der Buggy somit lange nutzbar.

Gleich drei Buggys fielen komplett durch den Test: Beim Kiddy City’n Move („mangelhaft (5,0)“) löste sich eine wichtige Verbindungsschraube und der Buggy klappte teilweise zusammen. Trotz einer guten kindgerechten Gestaltung fiel der Hauck Shopper Comfortfold mit der Note „mangelhaft (5,4)“ durch, da krebserregende Stoffe im Schiebegriff gefunden wurden, die nach Angaben der Tester teilweise sogar in die Muttermilch übergehen können. Am schlechtesten wurde der Chicco Lite Way getestet. Im Stoff und im Regenschutz wurden Schadstoffmengen mehrfach überschritten, sodass keine bessere Note als „mangelhaft (5,5)“ vergeben werden konnte.


Rückruf:
Die Firma Hauck reagierte promt und ruft als Reaktion auf das schlechte Abschneiden im Test alle Shopper Comfortfold aus dem Jahre 2015 zurück! 


Alle Ergebnisse zum Nachlesen bei Stiftung Warentest: Buggys: Mit welchen Wagen Kinder und Eltern gut fahren