Umfrage: Eltern gehen mit ihren Kindern zu spät zum Zahnarzt

Nora

Zahnhygiene ist erst dann nötig, wenn auch Zähne da sind? Nein, schon vorher sollten Eltern großen Wert auf die Mundhygiene ihres Schützlings legen. Das zeigt eine Studie von MAM in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa.

Ein Großteil der Eltern gehen mit ihren Kindern zu spät zum Zahnarzt. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Babyartikelherstellers MAM herausgefunden. Demnach steht für viele Eltern in Deutschland der erste Besuch beim Zahnarzt erst nach Vollendung des ersten Lebensjahres (74 Prozent) oder sogar noch später an.

Folge davon ist, dass etwa jedes fünfte Kind an frühkindlicher Karies leidet. Das Bundesministerium für Gesundheit rät bereits ab dem sechsten Lebensmonat zum ersten Besuch beim Zahnarzt. Damit Eltern das nicht versäumen, wird seit der Umstrukturierung der U-Untersuchungen (gültig seit dem 1. September) mehr Wert auf die Zahnhygiene bei Babys und Kinder gelegt. Dabei gaben knapp 92 Prozent der Eltern an, dass sie sich gut informiert fühlten. Andererseits scheint das Thema bei Eltern noch immer nicht sehr präsent zu sein bzw. sehen sie häufig keine Notwendigkeit zu handeln, denn 77 Prozent  machen sich nicht so große bis gar keine Sorgen über Karies bei ihren Kindern.

Aber Karies ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn es führt zu vorzeitigem Milchzahnverlust, Fehlstellungen der bleibenden Zähne und eine gestörten Sprachentwicklung.

Fünf gute Tipps für Babys Mundhygiene:

1. Das Ablecken von Schnullern und Babylöffeln vermeiden: Der Speichel von Mama, Papa und Co. kann Bakterien enthalten, der bei Babys und Kleinkindern zu Karies führen kann.

2. Lieber Wasser und ungesüßte Tees anstatt Limonade: Der Zucker in den Getränken wird im Mund zu Säure umgewandelt und greift dann den Zahnschmelz an. Deshalb sollten Kinder am besten Wasser und ungesüßte Tees trinken. Achtung: Auch in Lebensmitteln versteckt sich ungesunder Zucker.

3. Mundhygiene ist wichtig – von Anfang: Nur weil die Zähne noch nicht da sind, heißt das nicht, dass Mundhygiene gänzlich vernachlässigt werden kann. Mundhygiene ist schon bei Säuglingen wichtig, denn wenn der Mundraum gepflegt ist, dann profitieren auch die Zähne davon. Von MAM gibt es das Mundpflege-Häschen – damit werden Plaque und Bakterien sanft vom Zahnfleisch entfernt.

4. Fluoridhaltige Zahnpasta benutzen: Zahnpasta mit Fluorid beugt Kariesbildung vor. Bei Babys nur ein wenig, bei Kleinkindern kann ca. eine erbsengroße Menge auf die Zahnbürste. Als Alternative gibt es Fluoridtabletten – allerdings sollte eine gründliche Mundhygiene trotzdem eingehalten werden.

5. Informationen beim Zahnarzt, Kinderarzt und der Hebamme einholen: Sowohl der Zahnarzt als auch der Kinderarzt wissen über Mundhygiene bei Babys und Kleinkindern Bescheid. Aber auch die Hebamme kann Dir schon früh hilfreiche Tipps geben, was das „Zähneputzen“ betrifft.