Warum Schwimmen für Schwangere DIE sportliche Alternative ist

Sandra

Obwohl es gut für Dich wäre, ist Dir gegen Ende der Schwangerschaft bestimmt nach allem anderen, als Dich viel zu bewegen. Warum Schwimmen aber eine super Lösung ist und Dir sogar bei Schwangerschaftsbeschwerden im letzten Drittel hilft, sagen wir Dir hier.

Schwimmen für Schwangere als Rettung im letzten Trimester

Um die 28. Schwangerschaftswoche herum hast Du das letzte Drittel Deiner Schwangerschaft erreicht. Dein Bauch wird immer größer und Dein Bewegungsradius im gleichen Maße immer kleiner. Wahrscheinlich macht Dir das Gewicht Deines Bauches in Form von Rückenschmerzen ziemlich zu schaffen und die ursprüngliche Form Deiner Knöchel und Füße kann man nur noch erahnen. In manchen Fällen können die Wassereinlagerungen darin sogar zu Schmerzen in den Fußsohlen führen, sodass Dir erst recht nicht mehr nach laufen, oder gar Sport treiben zu Mute ist. Dein Wohlbefinden ist womöglich von Schmerzen, Unsicherheit vor der nahenden Geburt und Ungeduld geprägt und lässt Dir kaum noch Möglichkeit für gedankenloses Entspannen. Spätestens jetzt bietet Dir Schwimmen eine Lösung für viele Deiner Beschwerden.

Warum eignet sich Schwimmen perfekt als Schwangerschaftssport?

Sport ist in der Schwangerschaft bei einem unkomplizierten Verlauf wichtig für Mutter und Kind, da er eine Vielzahl von positiven Auswirkungen auf Euch beide hat. Regelmäßige Bewegung senkt Deinen Blutdruck und damit die Gefahr einer Thrombose, welche in der Schwangerschaft um das vierfache höher als normal ist. Sie wirkt zugleich einer Präeklampsie und der Schwangerschaftsdiabetes entgegen. Bei sportlicher Betätigung werden zudem Glückshormone wie Endorphine und Dopamin gebildet, die für Hochstimmung und Zufriedenheit sorgen; und wenn Mama glücklich ist, ist es Dein Baby auch.

Vor allem einen großen Vorteil bietet das Schwimmen im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten, die Du in der Schwangerschaft ausüben kannst: es birgt ein sehr niedriges Verletzungsrisiko für Dich und Dein Baby. Du solltest Deine gesamte Schwangerschaft über eine zu hohe Belastung Deiner Gelenke sowie das Risiko von Stürzen meiden. Deine Muskeln, Sehnen und Bänder sind durch die Hormone weicher und können leichter beschädigt werden, wodurch das Schwimmen zu einem perfekten Sport gegen Ende der Schwangerschaft wird. Im Wasser wird Dein Bauch quasi schwerelos und Deine Gelenke, Füße, Knie und Hüfte werden besonders beim Rückenschwimmen entlastet. Die Belastung wird von Deinen Bandscheiben genommen und Deine Wirbelsäule kann „aufatmen“. Gleichzeit trainierst Du durch das Schwimmen Deine Muskeln, Sehnen und Bänder und stärkst Deinen Rücken. Rückenschmerzen werden damit weniger und können vorgebeugt werden.

Schwimmen steigert zudem Deine Nierentätigkeit, bewirkt eine höhere Ausscheidungsleistung und reduziert Deine Wassereinlagerungen. Dadurch werden Deine Schmerzen in den Fußsohlen und Schwellungen in Gesicht, Händen, Knöcheln und Füßen weniger.

Worauf Du beim Schwimmbadbesuch achten solltest

Wenn Deine Schwangerschaft bis jetzt komplikationslos verlaufen ist und Dein Frauenarzt nichts einzuwenden hat, steht einem Besuch des Schwimmbades nichts im Wege. Achte nur darauf, Deine Schwimmdauer nicht gleich zu übertreiben, sondern diese allmählich zu steigern, von anfänglich 5–10 Minuten auf später etwa 20 Minuten. Gehe lieber mehrmals in der Woche, anstatt Dich bei einem Mal komplett auszupowern. Das ist auch für den Muskelaufbau effektiver. Besonders zu empfehlen ist hierbei ein Wechsel zwischen Rücken- und Brustschwimmen, um alle Muskelgruppen anzusprechen. Achte beim Rückenschwimmen aber unbedingt auf andere Besucher, um eine Kollision zu vermeiden. Zu viel Anstrengung, z. B. Leistungsschwimmen, solltest Du vermeiden, damit Dein Puls unter 140 Schlägen pro Minute bleibt. Wenn Du Schwindel oder Schmerzen verspürst, beende sofort Dein Sportprogramm. Mute Dir und Deinem Baby bitte nicht zu viel zu, um keine Frühgeburt zu risikieren.

Risiken?

Entgegen vieler Ammenmärchen brauchst Du keine Angst vor einer Infektion im Schwimmbad zu haben. Das Wasser ist außer in Naturbädern immer gechlort, gut überwacht und bietet kaum eine Nährquelle für Bakterien und Pilze. Du solltest aber unbedingt Whirlpools meiden. Das Wasser steht darin auf einem kleinen Raum mit verhältnismäßig vielen Menschen und bietet damit Bakterien einen guten Nährboden.

Achte darauf, nach Deinem Schwimmbadbesuch Deine nasse Badekleidung zu wechseln, um eine Blasenentzündung zu vermeiden.

Trinke ausreichend Wasser, und achte auf eine bequeme Badebekleidung, die Dich und Deinen Babybauch nicht einengt. Es gibt auch sehr schöne Varianten, die Du nach der Schwangerschaft als Still-Badeanzug weiterverwenden kannst, und die bei Bedarf auch Dehnungsstreifen kaschieren.

Wenn man diese Tipps beachtet und sich nicht übernimmt, kann Schwimmen für Schwangere die Lösung für viele Beschwerden darstellen. Rückenschmerzen, geschwollene Füße und trübe Gedanken gehören für den Rest Deiner Schwangerschaft mit etwas Glück der Vergangenheit an.

Mehr Tipps zu Sport in der Schwangerschaft, findest Du hier.