Was musst Du beim Kauf eines Kindersitzes beachten?

Eva Becker

Die Entscheidung für einen Auto-Kindersitz nach der Babyschale ist bei verschiedenen Sicherheitskriterien und anderen wichtigen Kauf-Aspekten nicht leicht. Hier erklären wir Dir Schritt für Schritt, worauf Du beim Kauf des richtigen Kindersitzes nach der Babyschale wirklich achten solltest!

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Reboarder oder normaler Kindersitz?

Wenn Du die sicherste Sitz-Variante für Dein Kind wählen möchtest, dann solltest Du Dich auch jetzt noch für einen Reboarder entscheiden. Denn die rückwärtsgerichteten Reboarder schneiden bei Sicherheitstests im Vergleich zu Kindersitzen einfach besser ab und sind bis zu einem Gewicht von 18 kg geeignet, das mit rund 4 Jahren erreicht wird. In Kauf nehmen musst Du dafür natürlich den höheren Preis. Was Du beim Kauf eines Reboarders beachten solltest, erfährst Du in unserem übersichtlichen Ratgeber, wenn Du hier tippst. 

Um Dir direkt eine Übersicht aller Reboarder anzusehen, tippe hier.


Welche Kindersitze haben eine lange Nutzungsdauer?

Beim Kauf eines Kindersitzes hast Du die Wahl: Entweder entscheidest Du Dich für ein Modell, das bis zu einem Gewicht von 18 Kilo zugelassen ist (Klasse 1). Darin fährt Dein Kind, bis es etwa 4 Jahre alt ist. Einige dieser Sitze lassen sich auch zunächst noch als Pseudo-Reboarder bis 13 kg entgegen der Fahrtrichtung verwenden und werden dann gedreht.

Alle bis 18 kg verwendbaren Sitze der Gruppe 1 findest Du, wenn Du hier tippst.

So genannte Pseudo-Reboarder, die ab einem Gewicht von 13 kg nach vorne gedreht werden, findest Du, wenn Du hier tippst.

Danach musst Du dann einen neuen Sitz kaufen, der bis 36 kg, also bis zum Ende der Kindersitz-Zeit zugelassen ist. Oder Du entscheidest Dich direkt für die All-in-One-Lösung: Einen Kindersitz der Klasse 1/2/3 – diese Sitze wachsen mit und sind für Kinder von 9 bis 36 Kilo zugelassen.

Kindersitze von 18–36 kg (Gruppe 2/3) findest Du, wenn Du hier tippst.

Kindersitze, die Du schon nach der Babyschale und dann bis zum Ende der vorgeschriebenen Kindersitz-Zeit verwenden kannst (Gruppe 1/2/3) haben wir für Dich zusammengestellt, wenn Du hier tippst.


 Fangkissen oder 5-Punkt-Gurt – richtig Anschnallen

Auch bei der Frage nach dem Anschnall-System im Sitz gibt es verschiedene Varianten:

  • Sitz mit Fangkissen

Bei diesen Sitzen wird eine Art Kissen vor den Bauch des Kindes geschnallt. Befestigt wird das Fangkissen (auch Fangkörper genannt) mit dem Auto-Sicherheitsgurt. Vorteil dieses Anschnall-Systems: Das Kissen fängt vor allem bei einem Frontalunfall die Belastung auf den Oberkörper besser ab als ein Gurtsystem. Kindersitze mit Fangkörpern schneiden in den Sicherheits-Tests entsprechend meist sehr gut ab. Nachteil der Fangkörper: Nicht jedes Kind akzeptiert ein Kissen, das ihm direkt vor den Bauch gebunden wird!

 Bis 4 Jahre oder All-in-One: Kindersitze mit Fangkörpern gibt es sowohl in der Klasse 1 (bis 4 Jahre oder 18 Kilo) als auch in der Klasse 1/2/3 (bis 12 Jahre bzw. 9 bis 36 Kilo). Bei letzteren Sitzen kann das Fangkissen später auch abgelöst werden durch die Anschnall-Variante mit dem Auto-Sicherheitsgurt.

Alle Kindersitze mit Fangkissen findest Du, wenn Du hier tippst.

  • Sitz mit Gurtsystem

Die Alternative zum Fangkörper ist das Anschnallsystem mit einem in den Sitz integrierten 3- oder 5-Punkt-Gurt. Vorteil dieser Sitze: Der Gurt wird oft besser von Kindern akzeptiert als ein Fangkissen. Außerdem lassen sich diese Sitze häufig besser in eine bequeme Schlafposition bringen.

Bis 4 Jahre oder All-in-One: Die meisten Kindersitze mit integriertem Gurtsystem sind nur bis 4 Jahre verwendbar. Danach musst Du einen neuen Sitz kaufen. Ein Gurt-Sitz der Klasse 1/2/3, also für Kinder bis 12 Jahre oder 36 Kilo verwendbar, ist zum Beispiel der Britax Evolva 1-2-3 Plus.

Alle Kindersitze, in denen Dein Kind mit einem integrierten 3- oder 5-Punkt-Gurt angeschnallt wird, kannst Du Dir ansehen, wenn Du hier tippst.


Isofix oder Gurt – wie soll der Kindersitz im Auto befestigt werden?

Nicht nur Dein Kind muss sicher im Auto angeschnallt werden. Auch in Hinblick auf die Befestigungsart des Sitzes selbst musst Du Dich entscheiden:

Willst Du, dass Dein Sitz über das Isofix-System fest im Auto verankert wird? Der Vorteil von Isofix ist, dass der Sitz auch dann sicher im Auto befestigt ist, wenn Dein Kind nicht mitfährt. Zudem ist der Sitz so fest mit der Fahrzeugkarosserie verbunden. Isofix-Sitze sind meist etwas schwerer.

Kindersitze, die mit Isofix sicher im Auto verankert werden, findest Du, wenn Du hier tippst.

Oder bevorzugst Du eine Befestigung mit dem Auto-Sicherheitsgurt?
Vorteil: Sicherheitsgurt ist in jedem Auto vorhanden.
Nachteil: Bei der Befestigung können eher Fehler gemacht werden als bei Isofix. Leere Sitze sind zudem nicht automatisch gesichert und können bei Unfällen oder Vollbremsungen nach vorne geschleudert werden.

Kindersitze, die ausschließlich mit dem Sicherheitsgurt des Autos befestigt werden, findest Du, wenn Du hier tippst.

Oder willst Du den Sitz lieber mit einer Basis befestigen, die z. B. mit Isofix befestigt wird? Das ist bei Folgesitzen allerdings nur noch bei einer kleinen Zahl von Kindersitzen möglich.
Vorteil: Sitz lässt sich von der Basis nehmen und leicht in ein anderes Auto mit Basis wechseln. Von der Babyschale hat man oft ohnehin noch eine Basis. Beim Folgesitz bist Du dann allerdings an denselben Hersteller gebunden.
Nachteil: Hast Du noch keine Basis, fallen Zusatzkosten an. Und die Basis passt evtl. nicht in jedes Auto.

Alle Folgesitze, die auf einer Basis befestigt werden können, findest Du, wenn Du hier tippst.


Sicherheit – Testsieger von ADAC und Stiftung Warentest

Ein Kindersitz hat vor allem eine wichtige Funktion: Er soll Dein Kind im Falle eines Unfalls schützen. Daher sind die Unfalls-Tests, die regelmäßig von ADAC und Stiftung Warentest durchgeführt werden, eine ganz wichtige Quelle für die Kaufentscheidung.

Wenn Du hier tippst, gelangst Du zu direkt zur Übersicht aller Testsieger unter den Kindersitzen.


Weitere Features – zusätzliche Sicherheit und Komfort

Es gibt noch sehr viele weitere Features, die von den Herstellern der Autositze angeboten werden. Wir empfehlen Dir, besonders auf folgende Merkmale zu achten:

Sicherheit: Bei den Sicherheits-Features solltest Du besonders auf einen guten Seitenaufprallschutz achten. Gibt es zum Beispiel zusätzlich schützende Polster?

Kindersitze, die einen guten Seitenaufprallschutz bieten, haben wir Dir in einer Übersicht zusammengestellt – tippe hier, um sie Dir anzusehen.

Komfort: Auch die Sitzqualität für Dein Kind sollte eine Rolle spielen. Besonders wichtig ist es, dass sich die Rückenlehne verstellen lässt, damit Dein Kind auch eine leichte Liegeposition zum Schlafen einnehmen kann. Gleichzeitig aber darauf achten: Eine zu große Neigung geht wieder auf Kosten der Sicherheit.
Außerdem sollte die Kopfstütze verstellbar sein. Und wenn sich die Beinablage nach vorne ziehen lässt, hat es Dein Kind auch dann noch richtig bequem, wenn es wächst.

Kindersitze mit verstellbarer Rückenlehne und verstellbarer Kopfstütze findest Du, wenn Du hier tippst.

Um Dir Kindersitze mit ausziehbarer Beinablage anzusehen, tippe hier.


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