Welche Babymilch wann für Dein Baby besonders geeignet ist

Katharina

Babymilch soll es sein. Aber welche? Wir zeigen Dir die Unterschiede und geben Tipps, welche Babymilch am besten zum Alter Deines Babys passt.

Die Gründe, weshalb man sein Baby nicht stillt, sondern zu Fläschchen und Milchpulver greift, können recht vielfältig sein. Vielleicht hattest Du keine Wahl. Dein Baby hat die Brust nicht angenommen oder Du hattest zu wenig Milch. Möglicherweise hast Du Dich aber auch nach reiflicher Überlegung schlichtweg selbst gegen das Stillen entschieden. Egal welcher Auslöser es bei Euch war, Du brauchst auf gar keinen Fall ein schlechtes Gewissen zu haben. Heutzutage ist fertige Babymilch fast so gut wie Muttermilch und liefert ebenso alle Inhaltsstoffe, die Dein kleiner Liebling für eine gesunde Entwicklung benötigt. Problematisch wird es höchstens im Handel vor dem Babymilchregal, wo die riesige Auswahl einen als frischgebackene Mutter schlichtweg erschlagen kann. Welche Babymilch ist da nun die richtige für uns?

Young Family With Baby Feeding On Sofa At Home

Pre-Nahrung

Dies ist zusammengefasst eigentlich die beste Startmilch für Deinen Schatz. Denn sie ähnelt in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch am meisten. Sie ist ähnlich dünnflüssig und enthält fast die gleiche Menge Eiweiß sowie außer Milchzucker/Laktose keine anderen Kohlenhydrate. Zusätzlich sind natürlich alle Nähr- und Mineralstoffe vorhanden, die Dein Baby für eine gesunde Entwicklung benötigt. Praktisch ist bei dieser Babymilch, dass es keine festgelegte Fläschchenanzahl pro Tag oder einen bestimmten Abstand zwischen den Mahlzeiten gibt. So kannst Du Dein Baby wie beim Stillen je nach Bedarf füttern. Wie lange? Eigentlich ist die Pre-Nahrung von den Herstellern für die ersten sechs Lebenswochen gedacht. Es gibt jedoch keine Gründe, weshalb Du sie nicht so lange weiter verwenden dürftest, bis überhaupt keine Milchfläschchen mehr benötigt werden. Das gleiche gilt übrigens auch für die 1er-Babymilch. Für einen gelungen Start empfehlen wir Dir unter anderem das Philips Avent Fütter-Set für Neugeborene oder das Fläschchen Starterset von MAM.

1er-Babymilch

Auch dieses Produkt ist eine Anfangsmilch und kann laut Herstellern die ersten vier bis sechs Lebensmonate verwendet werdet. Jedoch gibt es in ihrer Zusammensetzung einige Unterschiede zur Pre-Nahrung, weshalb viele Kinderärzte hier zu größerer Vorsicht bei der gefütterten Menge raten. Die 1er-Babymilch enthält mehr Kohlenhydrate und ist somit auch sättigender. Der Grund dafür ist trotz ähnlicher Kalorienanzahl, dass die 1er-Babymilch sämiger ist, und somit längere Zeit im Magen-Darm-Trakt bleibt. Wenn Du also das Gefühl hast, Dein Baby wird von der Pre-Nahrung nicht mehr richtig satt, kannst Du ausprobieren, ob sich das mit der 1er-Babymilch verändert. Es könnte dadurch sogar sein, dass Dein kleiner Liebling nachts nicht mehr so oft nach seinem Fläschchen verlangt. Eine Garantie hierfür gibt es aber nicht. Wichtig ist, dass bei der 1er-Babymilch jetzt nicht mehr nur nach Bedarf gefüttert werden sollte. Für geeignete Mengenangaben solltest Du Dich nun besser an den Vorgaben auf der Verpackung orientieren. Für besonders einfaches Einfüllen, ohne dass etwas von dem Milchpulver daneben landet, ist der reer Flaschentrichter sehr empfehlenswert.

2er- und 3er-Babymilch

Diese Produkte werden auch als Folgemilch bezeichnet. Die 2er-Milch sollte nicht vor dem fünften Monat und frühestens mit Beikostbeginn verwendet werden, da sie in ihrer Zusammensetzung kaum noch Ähnlichkeit mit der Muttermilch hat. Der erhöhte Eiweißgehalt kann belastend auf die Nieren von Babys wirken. Die 3er-Milch ist nicht vor dem zehnten Lebensmonat geeignet und weist einen hohen Anteil an Kohlenhydraten auf. Experten sind daher der Meinung, dass man bei einem guten Beikoststart auf 2er- und 3er-Babymilch durchaus verzichten kann, um einer erhöhten Belastung der kindlichen Organe und einer möglichen Entwicklung von Übergewicht entgegenzuwirken. Neben der Wahl einer geeigneten Babymilch solltest Du außerdem nicht vergessen, dass auch der passende Sauger für Euer Babyfläschchen quasi ,,mitwachsen“ sollte. Wie beispielsweise bei der innovativen Saugerlinie von Chicco. Die Form des „Step up 1“ ähnelt noch besonders stark der mütterlichen Brust. Der „Step up 2“ hat ein extra kurzes Saugstück für einen natürlichen Kontakt, wobei beim ,,Step up 3″ die Basis abgeflacht und das Saugstück länger ist.

Charming mother feeding her adorable son in the kitchen at home

HA-Nahrung

Diese Babymilch ist die sogenannte hypoallergene Babynahrung. Sie ist in den gleichen wie den oben beschriebenen Abstufungen erhältlich, jedoch speziell auf die Bedürfnisse von Babys angepasst, bei denen eine Veranlagung zu Allergien vorhanden ist. Dies ist oft der Fall, wenn ein Elternteil oder auch beide unter Allergien leiden. Allergieauslöser werden durch die Aufspaltung des enthaltenen Milcheiweißes reduziert. Ob nun HA-Nahrung für Dein Baby die bessere Wahl ist, solltest Du jedoch lieber in Absprache mit Eurem behandelnden Kinderarzt entscheiden.

Besondere Zusätze

Um sich noch mehr von anderen Herstellern abzuheben, wird immer mehr mit gesundheitsfördernden Zusätzen in Babymilch geworben. Meist handelt es sich hierbei um Pro-, Pre- und Combiotika, die entweder selbst gutartige Bakterien enthalten oder die Arbeit der Darmbakterien fördern sollen. Insgesamt soll hiermit also ein positiver Effekt auf die Verdauung und den Stuhlgang des Babys erzielt werden. Dieser ist jedoch wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Egal auf welche Spezialnahrung im Bereich Babymilch Du im Handel stößt, vor deren Verwendung ist eine Absprache mit dem Kinderarzt immer die bessere Lösung.

Keine eigenen Experimente!

Aufgrund des hohen Preises, Angst vor Allergien oder einer generellen Skepsis gegenüber industriell angefertigten Produkten versuchen einige Eltern Babymilch selbst herzustellen. Doch hiervor wird ausdrücklich gewarnt. Milchmischungen aus Kuh-, Schaf-, Ziegen-, Soja-, Mandelmilch oder ähnlichen Produkten werden weder den hygienischen Ansprüchen an Babymilch gerecht, noch können sie eine ausreichende Nährstoffversorgung garantieren. Im Gegensatz hierzu können Nahrungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Babys abgestimmt sind, dies sehr wohl und sind ausnahmslos die einzig richtige Alternative zur Muttermilch. Um die Gesundheit Deines Babys zu schützen, solltest Du außerdem immer auf ein hohes Maß an Hygiene achten. Hierfür reinigst Du die Fläschchen zuerst mit einer Flaschenbürste. Besonders praktisch ist hierfür die Nuk Flaschenbürste  „2 in 1“. Denn mit ihren Aufsätzen lassen sich sowohl Fläschchen als auch Sauger bequem reinigen. Der Frosch Baby Spülreiniger ist völlig unbedenklich und lässt sich rückstandslos ausspülen. Hiernach sollten sie auch noch ordentlich sterilisiert werden. Dafür verwendest Du am einfachsten praktische Fläschchen-Sterilisatoren und Vaporisatoren, die extra für diesen Zweck entwickelt wurden. Der elektrische Dampfsterilisator „SCF285“ von Philips Avent ist besonders unkompliziert in der Handhabung und bietet außerdem besonders viel Platz für alle Still- und Fütterutensilien.

Baby in Windeln spielt mit Trinkflasche_XXL

Ist Qualität eine Frage des Preises?

Auch auf dem Markt für Babymilch herrscht ein großer Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Herstellern. Bei der Wahl eines geeigneten Produkts für Dein Baby musst Du Dich aber nicht unbedingt von großen Marken und deren Bekanntheitsgrad beeinflussen lassen. Heutzutage ist die Zusammensetzung von Babymilch gesetzlich streng reglementiert und alle müssen den entsprechenden EU-Richtlinien genügen. Somit sind die Unterschiede zwischen den Endprodukten eher gering. Egal für welche Firma Du Dich also letztlich entscheidest: Du kannst Dir sicher sein, dass Dein Baby alles bekommt, was es für seine Entwicklung benötigt, und auch die hohe Qualität der Babymilch ist garantiert. Unter den verschiedenen Produkten gibt es höchstens Abweichungen bei der Konsistenz und dem Geschmack der Milch. Daher macht es durchaus Sinn, Deinem Baby zu Liebe einer einmal gewählten Marke auch treu zu bleiben, wenn sie gut vertragen wird.

Das geeignete Wasser zur Zubereitung

Ohne Wasser wird aus dem gekauften Milchpulver so schnell keine Babymilch. Daher zum Schluss noch einmal ein paar praktische Tipps zur Zubereitung. Am besten geeignet ist Leitungswasser. Bis zum sechsten Monat solltest Du dieses jedoch vor der Verwendung abkochen. Hierdurch ist es sicher keimfrei und für Dein Baby unbedenklicher. Danach lässt Du das Wasser auf eine Temperatur von ca. 37 Grad abkühlen bevor Du es mit dem Milchpulver vermischst. Nachmessen kannst Du ganz genau mit dem reer Flaschen-Thermometer. Absolut einfach funktioniert das Herunterkühlen zum Beispiel mit dem Nip Fläschchen-Wasserkühler „Cool Twister“. Er ermöglicht es Dir kinderleicht kochendes Wasser innerhalb von 80 Sekunden auf Trinktemperatur abzukühlen. Ist das Wasser zu heiß, könnten beim Vermischen mit dem Milchpulver wertvolle Nährstoffe zerstört werden. Ist es hingegen zu kalt, könnte es sein, dass das Pulver sich nicht richtig auflösen kann und Klumpen entstehen.

Auch wenn das Angebot groß ist. Mit diesen wichtigen Punkten als Orientierung fällt es Dir bestimmt leichter, die richtige Babymilch für Dein Baby zu finden.