Wie entferne ich Spielzeug aus dem Kinderzimmer meines Kindes?

Marlen Greb

Wer kennt es nicht? Dein Kleines besitzt gefühlte Tonnen an Spielsachen! Und zu jedem Geburtstag, Weihnachten oder Ostern gibt es von allen erdenklichen Familienmitgliedern und Freunden etwas Neues.

Zusätzlich könnt auch Ihr als Eltern bedauerlicherweise seltener Nein sagen als Ihr Euch das vielleicht wünscht? Den Knirpsen Wünsche abzuschlagen, wenn sie so gerissen mit den Wimperchen klimpern, ist aber auch wirklich nicht immer so einfach.

Fakt ist: Es sammeln sich viel zu schnell wahre „Haufen“ von Spielsachen an – von denen sich der Zwerg „niemals“, aber wirklich „niemals mehr im Leben“ trennen möchte. Da kann man so nett verhandeln wie man möchte, oft genug gibt es trotzdem Tränchen und völlig egal, ob Dein Kind die Puppe mit den großen Kulleraugen in den letzten Monaten nicht mal ansatzweise genutzt hat – in dem Moment, in dem es abgegeben werden soll ist es plötzlich unverzichtbar. Unvorstellbar für Deinen Liebling, es abgeben zu müssen.

Aber ebenfalls Fakt ist: Sortiert man nicht von Zeit zu Zeit aus, ertrinkt man bald in Spielsachen. Also: Ärmel hochgekrempelt und los geht’s. Nur wie kannst Du es am angenehmsten für alle Beteiligten gestalten?

Möglichkeit 1: Gemeinsam mit dem Kind aussortieren

Definitiv die diplomatischste Lösung. Wie erfolgsversprechend diese Variante ist, kommt dabei aber ganz auf das Kind an. Es gibt Kinder, mit denen kann man ganz wunderbar verhandeln, die sich gut überzeugen lassen, dass sie Spielzeug XY nun nicht mehr benötigen und schon hat man so einiges aussortiert. Dann wiederum gibt es Kinder, mit deren Dickkopf sich diese Version vielleicht nur bedingt verträgt.

Wenn Du Dich für die Variante „Gemeinsam aussortieren“ entscheiden solltest – hier ein paar Vorschläge, wie Du das Ganze angehen kannst:

1. „Du bist nun schon groß. Du brauchst Dein Babyspielzeug nicht mehr. Wir können es jetzt aussortieren, dann kann ein Baby oder jüngeres Kind nun damit spielen.“

2. „Komm, wir schaffen Platz für Neues. Wenn Du es abgibst – haben wir wieder Platz und Geld für etwas Neues.“

3. „Lass uns Deine selbstsortierten Sachen gemeinsam auf dem Flohmarkt verkaufen.“

Möglichkeit 2: Spielsachen heimlich wegräumen/aussortieren?

Ob diese Variante für Euch infrage kommt, musst Du natürlich ganz individuell entscheiden. Bei meiner Tochter könnte ich das z.B. nie machen. Sie würde es mir sehr, sehr übel nehmen und nach Monaten noch Dinge suchen. Bei uns funktioniert tatsächlich Möglichkeit 1 am besten.

Ich weiß aber von Freundinnen, dass sie die Variante „Spielsachen heimlich still und leise aussortieren“ häufig praktizieren und das dies auch gut klappt. Vorteil ist definitiv, dass man bei dieser Version ganz ungestört und in Ruhe räumen kann, wenn die Kinder im Bett oder Kindergarten sind.

Doch was tun mit ausrangierten Spielsachen?

Verkaufen

Zum einen lassen sich aussortierte Spielsachen in der Regel wunderbar weiterverkaufen. Viele Familien kaufen gerne gebraucht, da die Sachen ja oftmals nur eine begrenzte Zeit „interessant“ sind oder aber das Kind den Sachen schnell „entwächst“.

Zudem kann man so immer wieder „Geld verdienen“ für neue (oder ebenfalls gebrauchte) altersentsprechende Spielsachen.

Verschenken an Freunde/Familie

In vielen Familien gibt es die Möglichkeit, abgelegte oder uninteressant gewordene Spielsachen einfach an das jüngere Geschwisterkind weiterzugeben.

Spenden

In Deutschland und im Ausland gibt es wahrlich genug bedürftige Familien. Daher werden Spielzeugspenden immer gern genommen. Du kannst Dich hierfür z.B. an Familienzentren, Kinderheime oder den Kinderschutzbund wenden.