Wie finde ich einen Babysitter aus meinem Freundes- oder Familienkreis?

Katharina

Ein Babysitter, dem man voll und ganz vertrauen kann, ist ein Glücksgriff für jede junge Familie! Dir wäre es jedoch am liebsten, wenn ein Freund oder Verwandter auf Deinen kleinen Schatz aufpassen könnte? Wer ist besonders gut als Babysitter geeignet? Und was muss man beachten, bevor er zum ersten Mal in Aktion treten kann? Wir haben ein paar wichtige Tipps für Dich gesammelt!

Die Vorteile eines Babysitters aus dem Bekanntenkreis

Einen Fremden als Babysitter zu engagieren, gestaltet sich oftmals gar nicht so einfach. Außer ihrer Qualifikation wirst Du zunächst noch nicht allzu viel über die Person an sich wissen. Daher wird es vermutlich eine Weile dauern, bis Du Dein Kind diesem Babysitter unbesorgt anvertrauen kannst. Erklärt sich jedoch jemand aus Deinem Freundes- oder Familienkreis bereit, für Euch den Babysitter zu spielen, dann weißt Du in der Regel bereits ganz genau, mit wem Du es zu tun hast, und kannst die Kennenlern- und Annäherungsphase quasi überspringen. Das ist nicht nur angenehmer, sondern spart auch wertvolle Zeit.
Außerdem wird eine mit Dir befreundete oder verwandte Person wahrscheinlich auch kein bzw. weniger Geld dafür erwarten, dass er oder sie eine Weile auf Deinen Schatz aufpasst. Sie wird Dir gerne den Gefallen tun und Zeit mit Deinem Kind verbringen. Schließlich wissen Deine Lieben auch ganz genau, was Du tagtäglich leistest und dass Du Dir auch mal eine Pause und Unterstützung verdient hast. Unter guten Freunden und innerhalb der Familie wäscht eben eine Hand die andere. Bestimmt fällt Dir aber auch etwas Nettes ein, womit Du Dich bei Gelegenheit revanchieren kannst.

Wichtige Fragen im Voraus:

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1. Wem vertraue ich?

Viele Personen aus Deinem Bekanntenkreis schätzt Du sehr und vertraust ihnen auch. Doch es ist etwas anderes, die Freundin zu fragen, ob sie ein Geheimnis oder Dein Kind hüten kann. Zu Beginn Deiner Suche nach einem Babysitter kannst Du Dir einmal in Ruhe vorstellen, wie Du die Tür schließt und Dein Kind mit einer bestimmten Person allein zuhause lässt – bei wem stellt sich bei Dir ein gutes Gefühl ein? Wem könntest Du am ehesten Deinen Liebling anvertrauen?

2. Wer hat bereits Erfahrungen mit Kindern?

Natürlich ist es auch ein großer Vorteil, wenn ein Babysitter auch bereits konkrete Erfahrungen mit Kindern hat. Seien es nun frühere Babysitter-Jobs bei den Nachbarskindern, jüngere Geschwister, Cousinen und Cousins oder Neffen und Nichten. Auch wenn man das im Prinzip natürlich auch alles noch nachholen kann, ist es für Dich um einiges unkomplizierter, wenn Dein Wunsch-Babysitter bereits weiß, wie man  Windeln wechselt, Babybrei aufwärmt oder ein Kind spielerisch bei Laune halten kann.

3. Stimmt die Zuneigung zwischen Kind und Babysitter?

Babys merkt man recht früh an, bei welchen Personen – außer Mama und Papa – sie sich besonders wohl fühlen. Und auch Kleinkinder zeigen ihre Zu- oder Abneigung recht deutlich. Die Beziehung wird zwar mit jedem gemeinsamen Babysitting-Termin vertrauter werden. Trotzdem ist es ideal, wenn Du bereits weißt, dass Dein Kind seinen potenziellen Babysitter gerne mag. Und auch andersherum ist es wichtig, dass die Person aus Deinem Freundes- oder Familienkreis nicht nur Dich, sondern auch Dein Kind lieb hat und auch gerne Zeit mit ihm verbringen möchte.

4. Wer hat wann Zeit?

Die Oma hätte vielleicht am Vormittag ein bis zwei Stündchen Zeit für ihr Enkelkind. Der Tante macht es sogar nichts aus, ihren Samstagabend für Euch zu opfern. Der beste Freund kann auch mal direkt nach der Arbeit vorbeikommen. Überlege Dir am besten im Voraus, für welche Gelegenheiten oder Termine Du einen Babysitter brauchst und welcher Deiner Bekannter zu dieser Zeit infrage käme. Dann kann man immer noch zum Hörer greifen und genauer nachhaken. Frage am besten auch nach, wie spontan die Person babysitten könnte oder wie lange im Voraus ein Termin idealerweise besprochen werden sollte.

Sobald der Babysitter feststeht:

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1. Ein Probelauf, bevor es ernst wird

Es ist eine völlig andere Situation, wenn jemand ein wenig mit Deinem Kind spielt, während Du im selben Raum bist. Vor dem eigentlichen Termin kannst Du Deinen Wunsch-Babysitter am besten zu Euch nach Hause einladen und schon einmal den Ernstfall proben. Das heißt, Du lässt Dein Kind zwar mit seinem Aufpasser alleine, bleibst aber sicherheitshalber auf Abruf in einem anderen Zimmer bereit oder verlässt nur kurz die Wohnung. So kannst Du sehen, wie Dein Schatz auf diese ungewohnte Situation reagiert und ebenso, ob sein Babysitter souverän zurecht kommt.

2. Ablauf und Rituale erklären

Falls er darüber nicht sowieso schon Bescheid weiß, wird es für Euren Babysitter sehr praktisch sein, wenn Du ihm ein paar Tipps dazu gibst, was Dein kleiner Liebling besonders gerne mag. Womit spielt er besonders gerne, was ist sein liebstes Buch, womit kann man ihn am schnellsten trösten? Fällt Deine Abwesenheit auf eine Zeit mit normalerweise festen Ritualen, wird sich Dein Schatz mit seinem Babysitter wohler fühlen, wenn der diese ebenfalls aufgreift. Das kann zum Beispiel eine feste Runde beim Spazierengehen sein, Mahlzeiten zu bestimmten Zeiten oder auch ein besonderes Lied vor dem Einschlafen.

3. Für eine gute Vorbereitung sorgen

Damit sich Euer Babysitter, während Du weg bist, wirklich uneingeschränkt auf Dein Kind konzentrieren kann, schadet es nicht, wenn Du vorher so weit wie möglich alles Wichtige vorbereitest. Vorher kurz die Zutaten und einen Zettel mit Zubereitungstipps für Fläschchen oder Babybrei herauslegen, Wechselkleidung oder Schlafoutfit aussuchen und auch die Wickelsachen gut sichtbar positionieren. Ein paar Handgriffe von Dir im Voraus erleichtern dem Babysitter später seine verantwortungsvolle Aufgabe. Außerdem solltest Du für den Fall de Fälle klären, wo und unter welcher Nummer Du erreichbar sein wirst, falls es Fragen oder Probleme geben sollte.

Irgendwie fühlst Du Dich mit dem Gedanken, Dein Kind von jemand anderem betreuen zu lassen, noch unwohl? In unserem Artikel „Kinder loslassen lernen – wenn die Babysitterin oder Tagesmutter übernimmt“ findest Du ein paar Anregungen, wie sich dieser Prozess möglichst positiv gestalten lässt.
Wir hoffen auf jeden Fall sehr, dass Du mit unseren Tipps einen geeigneten Babysitter finden kannst, dem Du wirklich vertrauen kannst. Es wird ein tolles Gefühl sein, wenn Du so eine Zeit lang abschalten kannst, ohne ständig in Sorge und mit den Gedanken zuhause sein zu müssen!