Woran Du Geburtswehen erkennen kannst

Marlen Greb

Die Wehen vor der Geburt – ein oftmals sehr angstbesetztes Thema. Woran kannst Du Geburtswehen erkennen und wie unterscheiden Sie sich zum Beispiel von Senkwehen? Wir helfen Dir weiter.

Geburtswehen. Ein Thema, was irgendwann auf jede Schwangere zukommt. Leider. Ich kenne nicht wenige Frauen, die diesen Teil der Schwangerschaft liebend gerne auslassen würden …

Aber es hilft ja nichts – und schließlich gibt es ja nichts Tolleres als den neuen kleinen Erdenbürger endlich Willkommen heißen zu können. ♥

Hast auch Du Angst vor der Geburt? Schau doch mal in unserem Artikel „Angst vor der Geburt? – Cool bleiben“. Vielleicht kann er Dich etwas beruhigen?

Wann spricht man von Geburtswehen?

Jede Frau, die zum ersten Mal schwanger ist, fragt sich das: Bei jedem kleinen Zwicken im Bauch macht man sich Gedanken, ob es nun schon losgeht. Doch woran kannst Du Geburtswehen erkennen?

Allgemein unterscheidet man verschiedene Arten von Wehen:

Vorzeitige Wehen

Normalerweise sollten Wehen erst dann einsetzen, wenn das Baby auch geburtsreif ist. Manchmal setzen Wehen jedoch viel zu früh ein und eine Frühgeburt droht. Einzelne Wehen sind in der Schwangerschaft noch kein Grund zur Sorge, handelt es sich jedoch um mehr als 5–6 pro Stunde oder 10 wirklich schmerzhafte Wehen am Tag, so wird sich vermutlich der Muttermund öffnen und das wäre gar nicht gut, wenn Dein Baby eben noch nicht geburtsbereit ist.

Solltest Du vorzeitige Wehen haben, so wird Dein Arzt Dir Ruhe (ggf. Bettruhe) verordnen und Dir hochdosiertes Magnesium (zum Entkrampfen der Muskulatur) verschreiben.

Übungswehen

Übungswehen hingehen sind in der Regel völlig harmlos. Sie dienen dazu, Deinen Körper (speziell Deine Gebärmutter) auf die Geburt vorzubereiten. Sie können bereits ab der 20. SSW hin und wieder auftreten. Du spürst einfach ein kurzes Hartwerden des Bauches, eventuell begleitet von einem leichten Ziehen. Wirklich schmerzhaft sind Übungswehen in der Regel aber nicht.

Senkwehen

Als Senkwehen bezeichnet man die Wehen, die Dein Baby tiefer in Dein Becken hineindrücken. Sie treten in unregelmäßigen Abständen auf und treten rund 3–4 Wochen vor der Geburt auf. Manche Frauen bemerken sie kaum, wieder andere spüren ein Ziehen im Rücken.

Geburtswehen

Die richtigen, „echten“ Wehen gehen nicht mehr einfach so weg. Jede Frau empfindet sie anders, jedoch ist ganz typisch, dass sie sich langsam steigern – in Dauer, Intensität und Schmerzen. Sie Schmerzen können auch in Bauch, Rücken oder Oberschenkel ausstrahlen. Und sie treten in immer kürzeren Abständen auf. Mehr darüber, wie Du die Geburtswehen  erkennen kannst, erfährst Du im nächsten Absatz.

Woran erkenne ich die Geburtswehen?

  • Dein Muttermund wird dünner und öffnet sich bis zu 10 cm
  • Du entdeckst blutigen Schleim in Deinem Slip
  • Die Fruchtblase platzt und Wehen setzen ein
  • Die Wehen kommen regelmäßig und in immer kürzeren Abständen (etwa alle 15 Minuten)
  • Du hast Schmerzen im unteren Rücken
  • Die Schmerzen gehen nicht mehr „weg“ – auch nicht durch das Einnehmen einer anderen Körperhaltung, Herumlaufen etc.

Aaaagh the pain

Wehen – Hilfe, was jetzt?

Atmen! Immer schön atmen! Versuche, so ruhig und entspannt wie möglich zu bleiben. Notiere Dir Deine Wehenabstände und versuche, nicht komplett zu verkrampfen. Ist eine Wehe geschafft, nutze die Zeit bis zur Nächsten zum Entspannen und um Kraft zu schöpfen.

Trinke viel. Wenn Du Hunger bekommst, dann nutze die Zeit zwischen den Wehen, um in Ruhe etwas zu essen, was Du gerne magst.

Bleibe nicht nur steif sitzen und warte ängstlich und verspannt auf die nächste Wehe. Laufe herum, leg Dich hin, setze Dich – immer schön im Wechsel. Auch ein warmes Bad kann angenehm sein.

Wann solltest Du ins Krankenhaus fahren?

Gerade wenn Du das erste Mal schwanger bist, bist Du bestimmt total verunsichert. Vielleicht ist es Dir unangenehm, womöglich viel zu früh im Krankenhaus aufzulaufen. Andererseits hast Du eventuell auch die totale Panik, möglicherweise „zu spät“ zu kommen und hast einfach Angst, so „allein“ – ohne Ärzte – zuhause. Glaub mir, die Ärzte und Hebammen im Krankenhaus kennen diese Situation. Tu das, was Dir richtig erscheint – wenn Du Dich zuhause unsicher fühlst, dann geh ins Krankenhaus.

Eine genaue „Regel“, wann man ins Krankenhaus fahren sollte, gibt es so gesehen nicht. Sobald Du alle 15 Minuten Wehen von mindestens 1 Minute hast, die wirklich schmerzhaft sind, solltest Du Dir überlegen, ob Du Dich nicht lieber ins Krankenhaus bringen lassen möchtest.

Das Gleiche gilt auch für wirkliches Unwohlsein aller Art – in dem Fall geh lieber zu früh als zu spät.

Dein Klinikkoffer steht bereit? Denke unbedingt dran, dass dieser bestenfalls einige Wochen vor der Geburt „bereit“ ist. Falls Du noch Anregungen dafür brauchst, schau einfach in unseren Ratgeber „Die Kliniktasche packen in 5 Schritten“.

Alles Gute!

Vermutlich beginnt bald Dein Mutterschutz. Dieser umfasst die 6 Wochen vorm errechneten Geburtstermin. Versuche, in dieser Zeit noch alles zu erledigen und genieße die Ruhe und entspanne wann immer Du kannst. Schau gerne auch mal in unseren Artikel „Mutterschutz: Endlich Zeit für Dich!“, dort findest Du noch einige Tipps für die Zeit.

Wir von miBaby wünschen Dir eine entspannte und schöne Geburt.