Schwanger - was nun? Diese 11 Dinge solltest Du jetzt tun

Du bist schwanger? Gratulation! Es gibt ein paar Dinge, die Du jetzt direkt tun solltest! Die Dringlichkeit hängt ein wenig von Deiner Wohnlage ab - alle Tipps resultieren aus der Erfahrung einer Großstadt-Mama. ;-) Aber auch für alle anderen gilt: Früher dransein ist immer besser, als am Ende irgendwo ZU spät zu sein. Also, los geht's mit Deiner To-Do-Liste!

Judith Horsch-Plein, Redakteurin und Mutter

Deine To-do-Liste, wenn Du erfährst, dass Du schwanger bist

miBaby Tipp 1

Folsäure einnehmen - Rauchen, Trinken, Medikamente stoppen - gesund ernähren

Sobald Du einen positiven Schwangerschaftstest hast, beginne mit der Einnahme von Folsäure. Warum Folsäure? Folsäure trägt zur Blutbildung und Zellteilung bei. Sie unterstützt das Wachstum des Gewebes der Mutter während der Schwangerschaft. Es gibt auch ganze Wirkstoffkomplexe (beispielsweise Femibion 1), die Du einnehmen kannst - zur Folsäure kommen hier noch diverse Vitamine, Eisen, Vitamin C, Selen, Jod u. a. dazu. Es ist ein wenig eine Kostenfrage, für welches Präparat Du Dich entscheidest. Wichtig ist, wie gesagt, vor allem die Folsäure (Folio 1 forte). Ich verlinke Dir beide Produkte:

Hoffentlich klar: Trinken und Rauchen solltest Du sofort einstellen. Bei den Medikamenten bitte direkt den Arzt konsultieren: Das meiste ist in der Schwangerschaft nicht erlaubt!

Wahrscheinlich auch klar: Achte auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung! Besprich mit Deiner Frauenärztin/Deinem Frauenarzt, welche Lebensmittel (z. B. rohes oder ungenügend gegartes Fleisch) Du meiden solltest.

miBaby Tipp 2

Termin bei Frauenärztin/-arzt ausmachen

Dein zweites To-Do, wenn Dein Schwangerschaftstest postitiv war: Vereinbare einen Termin bei Deiner Gynäkologin oder Deinem Gynäkologen für die erste Untersuchung. Je nachdem, wie weit Du schon bist, kannst Du bereits das kleine Herz schlagen sehen. Wenn es noch sehr früh ist, sieht man das noch nicht (kein Grund zur Beunruhigung!) - dann wird Deine Ärztin/Dein Arzt nur vom angelegten Dottersack sprechen (nur damit Du den Begriff schon mal gehört hast ;-)). Der frühe Termin dient vor allem dazu, Deine Schwangerschaft zu bestätigen und eine Eileiterschwangerschaft auszuschließen.

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Judith, Redakteurin und Mutter

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Und weiter geht es hier mit Tipp 3 - hier ganz schnell sein! Es gibt viel zu wenig Hebammen!

miBaby Tipp 3

Hebamme(n) suchen - Vorsorge und Nachsorge

Wahrscheinlich hast Du schon vom Hebammen-Mangel gehört. Es gibt einfach viel zu wenige Hebammen in diesem Land! Dabei ist es gerade bei der ersten Schwangerschaft wichtig, eine gute Hebamme an der Seite zu haben. Wenn Du im Netz "Hebamme in Stadt (Deine Stadt)" oder "Hebammensuche Stadt (Deine Stadt)" googelst, wirst Du in der Regel eine Liste finden (beispielsweise "Hebammensuche Bayern") - oder Du fragst Deine Frauenärztin. Im Idealfall hast Du eine Hebamme für die Vorsorge - manche Frauenarztpraxen arbeiten fest mit einer Hebamme zusammen - und eine für die Nachsorge, die Euch dann in den ersten Wochen nach der Entbindung in regelmäßigen Abständen daheim besucht.

miBaby Tipp 4

Bei (Wunsch-)Entbindungsklinik anmelden

Kaum zu glauben, aber wahr: Es gibt hier in München eine Klinik, in der Du Dich spätestens in der 6. Schwangerschaftswoche anmelden musst, um einen Platz zu bekommen! Die Klinik hat einen sehr guten Ruf. Informiere Dich daher frühzeitig über Entbindungskliniken in Deiner Stadt, frage Freunde und Verwandte und/oder lies Erfahrungsberichte. Und dann melde Dich direkt an! Manchmal ist die Anmeldung noch nicht direkt möglich, aber dann erfährst Du zumindest, wann Du vorstellig werden musst. Informiere Dich, denn es ist sehr wichtig, dass Du mit einem guten Gefühl in das Abenteuer Geburt startest und Dich in der Klinik wohlfühlst und den die Hebammen/Ärzten vertraust!

miBaby Tipp 5

Termin für pränataldiagnostische Untersuchungen ausmachen? Auf jeden Fall: Eine Entscheidung treffen!

Die meisten Untersuchungen in der Schwangerschaft finden bei Deiner Frauenärztin/Deinem Frauenarzt statt. Ein paar pränataldiagnostische Untersuchungen - die übrigens freiwillig und auf Selbstkostenbasis sind - kann allerdings nur ein Experte mit entsprechendem Ultraschallgerät vornehmen. Im ersten Trimester kannst Du den sogenannten Ersttrimestertest durchführen lassen. Lass Dich von Deinem Frauenarzt beraten! Nur so viel: Es geht bei diesem Test im Kern darum, eine Wahrscheinlichkeit für eine Chromosomenabweichung zu ermitteln. Heißt: Gibt es eine Wahrscheinlichkeit, dass das Kind eine Behinderung hat? Nach dem ersten sog. Nackentransparent-Test (Ultraschall) und einem Bluttest würden bei Auffälligkeiten weitere Untersuchungen folgen, u. a. die nicht ganz ungefährliche Fruchtwasseruntersuchung. Das Thema ist heikel, denn die Entscheidung für oder gegen diese Untersuchungen ist sehr, sehr persönlich. Wir haben uns damals gegen diese erste Zusatzuntersuchung entschieden, da das Ergebnis für uns keinen Unterschied gemacht hätte. Berate Dich mit Deinem Partner und Eurem Arzt, um eine gemeinsame Entscheidung zu treffen!

miBaby Tipp 6

Kinderärztin/Kinderarzt suchen

Und hier sind wir wieder beim Thema Mangel. Mag sein, dass es in anderen Städten entspannter ist - hier in München wurde uns geraten, uns so früh wie möglich um einen Kinderarzt zu bemühen. Und: Ja, ich musste eine ganze Liste durchtelefonieren! Der Wunsch-Kinderarzt wurde es am Ende dann nicht, aber wir waren froh, als wir endlich einen gefunden hatten - immerhin die zweite Wahl ;-). Ach ja: Empfehlungen sind hier übrigens auch oft ein Weg. Frag mal Eltern aus dem Freundeskreis! Als wir nach einem Umzug wieder einen Kinderarzt suchten, kamen wir über die Nachbarin hinein...

miBaby Tipp 7

Bei Geburtsvorbereitungskurs anmelden

Wie alles rund um die Geburt, sind auch Geburtsvorbereitungskurse schnell ausgebucht. Wie schon bei der Klinik beschrieben: Informiere Dich über Anlaufstellen, ermittle Erfahrungswerte im Gespräch mit befreundeten Eltern oder im Internet - und melde Dich bei der Wunschstelle (in der Regel in einer Hebammenpraxis oder Klinik) an. In Corona-Zeiten können Online-Geburtsvorbereitungskurse eine Alternative sein. Allerdings solltest Du da die Qualität prüfen und auch ein bisschen Geld in die Hand nehmen.

Ein möglicher Online-Geburtsvorbereitungskurs ist Deine Geburt*

miBaby Tipp 8

Ungeborenes in der Kita anmelden oder eine Tagesmutter suchen

Klingt absurd, aber macht je nach Stadt/Region Sinn: Melde Dein ungeborenes Kind in der Wunsch-Kita und weiteren Kitas an. Informiere Dich, ob es eine gesammelte Stelle dafür gibt, wie die Platzvergabe läuft und über mögliche Deadlines. Hier in Bayern gibt es beispielsweise den Kita-Finder, in dem Du alle Einrichtungen auswählst, die in Frage kommen. Wichtig: Schau Dir, ggf. sogar schon im Laufe der Schwangerschaft, die Kitas an! Jede Kita hat einen Tag der Offenen Tür - sollte nicht gerade Corona alles auf den Kopf stellen... Dann gibt es wahrscheinlich keinen Tag der Offenen Tür und Du solltest Kitas außerdem meiden. In "normalen" Zeiten: Schreib Dir die Termine direkt raus. Und auch wenn die Vergabe inzwischen meist zentral geregelt ist: Manchmal macht es dennoch Sinn, den persönlichen Kontakt und ein Gespräch zu suchen.

Wenn Du eher eine Tagesmutter präferierst: Recherchiere Tagesmütter, die Kapazitäten haben. Lerne sie auf jeden Fall kennen - und erkundige Dich nach Zuschüssen, die Du bekommst. Die jeweilige Tagesmutter weiß sicher, was in Deinem Wohnort dazu aktuell gilt.

miBaby Tipp 9

Bei Säuglingspflegekurs anmelden und bei Schwangerschaftsyoga?

Wenn Ihr das erste Mal Eltern werdet, empfehle ich Euch einen Kurs für Säuglingspflege. Was so banal klingt, kann Euch beim Abenteuer Neugeborenes sehr viel Sicherheit geben! Beispielsweise ist es gar nicht so einfach, so ein kleines Würmchen zu baden. Es hat uns damals sehr geholfen, zu wissen, welcher Griff hier sicher ist. ;-)

Zwar hat es bei dieser Kursanmeldung etwas mehr Zeit, aber mindestens auf die Liste für Recherche und Anmeldung gehört der Säuglingspflegekurs, den Ihr am besten im letzten Trimester macht, um das Wissen dann frisch im Kopf zu haben. Weitere Kurse für die Liste: Schwangerschaftsyoga oder ähnliches, wenn Du darauf Lust hast, und etwas später Babyschwimmen und/oder Pekip. Alles kein Muss, aber falls Du es planst, schreib's als Reminder auf die Liste.

miBaby Tipp 10

Dein Wohlfühl-Ritual: Babybauch eincremen

Auch wenn der Bauch zu Beginn der Schwangerschaft noch nicht wächst - das Eincremen als Ritual darfst Du Dir direkt zu Beginn schon mal angewöhnen. ;-) Mit einem guten Schwangerschaftsöl oder einer Schwangerschaftslotion beugst Du Dehnungsstreifen vor und schaffst Dir Deinen persönlichen Erinnerungsduft. Wusstest Du, dass Gerüche die stärksten und direktesten Erinnerungen hervorrufen? Du kennst das bestimmt: Wenn Du einen bestimmten Duft riechst, kann Dich das um Jahre zurück in das damalige Gefühl zurückversetzen. Daher auch eine kleine Einschränkung zu meinem Tipp: Wenn Du stark unter Schwangerschaftsübelkeit leidest, würde ich das Cremen mit dem Lieblingsduft ein wenig verschieben - sonst erinnert er Dich später an die Übelkeit. ;-) (ja, ist mir tatsächlich passiert! Dir ist auch ganz schön schlecht? Hier ein paar Tipps gegen die Übelkeit)

Der Klassiker unter den Schwangerschaftsölen: Weleda Schwangerschaftsöl*

miBaby Tipp 11

Vorsicht mit Katzen wegen Toxoplasmose-Gefahr

Hast Du den Begriff Toxoplasmose schon einmal gehört? Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die unter anderem durch Katzen übertragen wird. Und zwar nicht direkt durch die Katze, sondern durch ihren Kot (Schmierinfektion). Heißt: Wenn Du eine Katze hast, solltest Du das Katzenklo erstmal nicht säubern! Warum ist der Erreger gefährlich? Die Parasiten können auf das ungeborene Kind übergehen und Komplikationen bzw. Missbildungen oder auch eine Fehlgeburt hervorrufen. Ich kann an dieser Stelle nicht detailliert auf den Toxoplasmose-Erreger eingehen, aber Du solltest schon einmal gehört haben, dass Du in der Schwangerschaft einen Toxoplasmose-Test machen kannst. Gerade wenn Du eine Katze hast, solltest Du das unbedingt tun! Besprich die Details mit Deiner Frauenärztin/Deinem Frauenarzt.

Abgesehen vom Katzenklo - folgende Dinge solltest Du meiden, um eine Ansteckung mit Toxoplasmose zu verhindern: Iss kein rohes oder ungenügend gegartes Fleisch (und Wurst), wasch Dir gründlich die Hände, wenn Du rohes Fleisch zubereitest oder wenn Du im Garten gearbeitet hast. Schäle Obst und Gemüse vor dem Essen oder wasch es besonders gründlich.

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